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Bibliographic data

Monograph

Persistent identifier:
PPN623441845
URN:
urn:nbn:de:0220-gd-6483490
Title:
Hilfsbuch für den Unterricht in der alten Geschichte
Shelfmark:
HDG-II 38(13,10)
Author:
Mertens, Martin
Place of publication:
Freiburg im Breisgau [u.a.]
Publisher:
Herder
Document type:
Monograph
Collection:
History textbooks, imperial Germany
Publication year:
1910
Edition title:
13. u. 14., verb. Aufl. [Electronic ed.]
Copyright:
Georg-Eckert-Institut - Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung

Chapter

Title:
I. Die Geschichte der Griechen
Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter

Chapter

Title:
Dritter Zeitraum. Vom Ausbruch des peloponnesischen Krieges bis zur Schlacht bei Chäronea. Die Zeit der staatlichen Zersplitterung
Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter

Contents

Table of contents

  • Lehrbuch der Geschichte für Mittelschulen
  • Geschichte des Mittelalters (Bd. 2)
  • Binder
  • Title page
    Title page
  • Vorwort
  • Inhaltsverzeichnis
  • A. Das germanische Altertum 113 v.- 375 n. Chr.
  • B. Das Mittelalter 375-1492
  • I. Germanische Völker- und deutsche Stammesgeschichte 375-800
  • II. Reichsgeschichte 800-1250
  • 3. Deutsche Fürsten- und Ländergeschichte 1250-1517
  • Abriß der bayerischen Geschichte bis zum Ausgange des Mittelalters
  • Die Herzoge Bayerns bis 1180
  • Genealogy chart
  • Zeittafel zur bayerischen Geschichte
  • Zeittafel zur Geschichte des Mittelalters
  • Advertising
  • Binder

Full text

96 
geerbten Landes und stiftete während seiner Regierung manches 
Gute. 
Agrikultur, Handel, Gewerbe, Industrie und sonstige Er- 
werbszweige nahmen durch ihn einen bisher ungekannten Aufschwung. 
Er förderte im ganzen Lande die Bienenzucht, führte den Kleebau 
und die Seidenzucht ein und ließ einen großen Teil des Donau- 
mooses austrocknen. 
Viel Zeit und Geld verwendete Karl Theodor auf Straßen- 
und Wasserbauten und auf die Verschönerung Münchens. Im 
Jahre 1789 wurden alle Begräbnisplätze um die Kirchen der Stadt 
in offene Plätze umgewandelt. Im nämlichen Jahre wurde der englische 
Garten angelegt und 1791 das Karlsthor mit einer schönen Ro- 
tun de gebaut. Die Seele dieser Unternehmungen war der 1784 nach 
München gerufene Benjamin Thompson, der nachmalige Graf von 
R u m s o r d. 
Für die schönen Künste that Karl Theodor-in Bayern nicht 
weniger, als er am Rheine gethan. Schauspiel und Ballet wett- 
eiferten um die Anerkennung, seine Hofmusik war die erste in Deutsch- 
land. Von den in Schleißheim aufgestellten Gemälden ließ er einen 
Teil nach München kommen, damit sie die jungen Künstler benutzen könnten, 
bereicherte ihre Zahl mit der Düsseldorfer Sammlung und gestattete 
jedem Freunde der Kunst den .Zutritt. 
Auch zur Hebung der Wissenschaften leistete Karl Theodor 
sehr Erhebliches. Er vermehrte die Hofbibliothek, bereicherte das 
Münzkabinet, das Ig na z von Streber zweckmäßig ordnete, ermunterte 
die Akademie °der Wissenschaften und gründete an der Universität 
Ingolstadt neue Lehrstühle für Statistik, Geschichte, Ökonomie 
und Kameralwissenschaft. Die Güter der Jesuiten, welche Max III 
Joseph größtenteils für die Zwecke der Bildung und des Unterrichts be- 
stimmt hatte, verwendete er (1731) zur Errichtung einer Malteserzunge, 
entfremdete sich aber dadurch viele Gemüter. 
Mit der bayerischen Armee, für welche in der letzten Zeit 
Max III wenig mehr geschehen war, nahm der Generallieutenant 
Thompson im Austrage Karl Theodors eine gründliche Reform vor. 
Eine der ersten Neuerungen auf diesem Gebiete war die 1780 begonnene 
Errichtung eines Landessekuritäts-Korps ^Gendarmerie-Korps), dem 
die Aufgreifung der Verbrecher zustand. 
Da bei den enormen Ausgaben, welche Karl Theodor für alle 
Zweige des Staatshaushaltes machen ließ, große Geldnot eintrat, wendete 
sich der Kurfürst an den Papst Pius VII und erhielt von diesem 1798 
den zehnten Teil des St ammve rmögens aller Klöster und Stifter, 
ungefähr 15 Millionen, zugesprochen.
	        

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Citation recommendation

Keck, Karl Heinrich Christian et al. [Teil 1 = Unterstufe, [Schülerband]]. Halle a.S.: Buchh. des Waisenhauses, 1905. Print.
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