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Hilfsbuch für den Unterricht in der alten Geschichte

Bibliographic data

Monograph

Persistent identifier:
PPN623441845
URN:
urn:nbn:de:0220-gd-6483490
Title:
Hilfsbuch für den Unterricht in der alten Geschichte
Shelfmark:
HDG-II 38(13,10)
Author:
Mertens, Martin
Place of publication:
Freiburg im Breisgau [u.a.]
Publisher:
Herder
Document type:
Monograph
Collection:
History textbooks, imperial Germany
Publication year:
1910
Edition title:
13. u. 14., verb. Aufl. [Electronic ed.]
Copyright:
Georg-Eckert-Institut - Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung

Chapter

Title:
I. Die Geschichte der Griechen
Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter

Chapter

Title:
Dritter Zeitraum. Vom Ausbruch des peloponnesischen Krieges bis zur Schlacht bei Chäronea. Die Zeit der staatlichen Zersplitterung
Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter

Contents

Table of contents

  • Hilfsbuch für den Unterricht in der alten Geschichte
  • Binder
  • Title page
  • Vorwort
  • Einleitung der Weltgeschichte
  • I. Die Geschichte der Griechen
  • Erster Zeitraum. Von der dorischen Wanderung bis zum Beginn der Perserkriege. Die Zeit der Wanderungen und Staatengründungen.
  • Zweiter Zeitraum. Vom Beginn der Perserkriege bis zum Ausbruch des peloponnesischen Krieges. Die Blütezeit Griechenlands.
  • Dritter Zeitraum. Vom Ausbruch des peloponnesischen Krieges bis zur Schlacht bei Chäronea. Die Zeit der staatlichen Zersplitterung
  • Vierter Zeitraum. Von der Schlacht bei Chäronea bis zur Unterwerfung Griechenlands durch die Römer. Die Zeit der mazedonischen Fremdherrschaft
  • II. Die Geschichte der Römer
  • Erster Zeitraum. Rom unter Königen
  • Zweiter Zeitraum. Rom als Republik
  • Dritter Zeitraum. Rom unter Kaisern
  • Zeittafel
  • Advertising
  • Binder

Full text

62 I. Geschichte d. Griechen. Vom peloponnes. Krieg bis zur Schlacht bei Chäronea. 
3. Z>es Epaminondas Siege Lei Lenktra und Mantinea 
und fein Aod. 
Nunmehr galt es. sich für den sicher bevorstehenden Krieg mit Sparta 
in Bereitschaft zu setzen. Das Heerwesen wurde verbessert — 
u. a. die heilige Schar gebildet, welche aus 300 auf Tod und Leben 
verbundenen Kriegern bestand — und Thebens Vorherrschaft über 
den böotischen Bund wiederhergestellt. 
In dieser Zeit tritt neben Pelopidas dessen Freund Epaminondas 
hervor, einer der größten Staatsmänner und Feldherren, welche Griechen- 
land aufzuweisen hat. Seine Familie gehörte zu den vornehmsten Thebens, 
war aber verarmt. Er erwarb sich eine umfassende Bildung, die seiner 
angeborenen Redefertigkeit zu gute kam. Aber noch mehr als sein Wissen 
zierten ihn die schönsten Tugenden: Mäßigkeit, strenge Wahrhaftigkeit, 
selbstlose Vaterlandsliebe. Er war entschlossen, seiner Vaterstadt die erste 
Stelle in Griechenland zu verschaffen. Deshalb wies er mit patrio- 
tischem Stolze das Ansinnen des Agesilaus zurück, Theben solle den 
böotischen Bund auflösen. Sofort erhielt jetzt der andere spartanische 
371 König den Auftrag, in Böotien einzurücken. Bei dem Dorfe Leuktra trat 
ihm Epaminondas entgegen. Er hatte seinem linken Flügel eine außer- 
gewöhnliche Tiefe gegeben, während er den rechten Flügel, dem sonst der 
Hauptangriff zufiel, zurückhielt. So entstand eine „schiefe Schlachtordnung", 
wodurch er das viel stärkere Heer der Gegner überraschte und vollständig 
in die Flucht schlug. 
Epaminondas ließ seinen Sieg nicht unbenutzt; er war entschlossen, Sparta 
für immer lahmzulegen und die neu errungene Stellung seiner Vaterstadt zu be- 
festigen. Vier Züge unternahm er in den Peloponnes, von denen 
der erste und der letzte die bemerkenswertesten sind. 
Auf dem ersten Zuge drang er bis nach Sparta vor, das seit der 
Zeit des Aristomenes (S. 23) keinen Feind gesehen hatte. In Scharen 
liefen die Periöken und Heloten über. Aber Agesilaus verlor seine 
Geistesgegenwart nicht. Trotz seines hohen Alters — er zählte 72 Jahre — 
leitete er die Verteidigung mit solchem Geschick, daß Epaminondas abziehen 
mußte. Dieser versetzte nun der spartanischen Macht einen schweren Streich, 
indem er Messenien als selbständigen Staat wiederherstellte, 
nachdem bereits die bisher getrennten Gemeinden Arkadiens zu 
einem Staate mit der Hauptstadt Megalopölis (—Großstadt) 
vereinigt worden waren. Auf seine Einladung kamen die Messenier 
aus den fernsten Gegenden (Italien, Sizilien, Afrika) herbei und nahmen 
wieder Besitz von dem Boden ihrer Väter.
	        

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Mertens, Martin. Hilfsbuch Für Den Unterricht in Der Alten Geschichte. Freiburg im Breisgau [u.a.]: Herder, 1910. Print.
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