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Hilfsbuch für den Unterricht in der alten Geschichte

Bibliografische Daten

Monografie

Persistenter Identifier:
PPN623441845
URN:
urn:nbn:de:0220-gd-6483490
Titel:
Hilfsbuch für den Unterricht in der alten Geschichte
Signatur:
HDG-II 38(13,10)
Autor*in:
Mertens, Martin
Erscheinungsort:
Freiburg im Breisgau [u.a.]
Verlag:
Herder
Dokumenttyp:
Monografie
Sammlung:
Geschichtsschulbücher Kaiserreich
Erscheinungsjahr:
1910
Ausgabenbezeichnung:
13. u. 14., verb. Aufl. [Electronic ed.]
Copyright:
Georg-Eckert-Institut - Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung

Kapitel

Titel:
I. Die Geschichte der Griechen
Dokumenttyp:
Monografie
Strukturtyp:
Kapitel

Kapitel

Titel:
Vierter Zeitraum. Von der Schlacht bei Chäronea bis zur Unterwerfung Griechenlands durch die Römer. Die Zeit der mazedonischen Fremdherrschaft
Dokumenttyp:
Monografie
Strukturtyp:
Kapitel

Inhaltsverzeichnis

Inhalt

  • Hilfsbuch für den Unterricht in der alten Geschichte
  • Einband
  • Titelseite
  • Vorwort
  • Einleitung der Weltgeschichte
  • I. Die Geschichte der Griechen
  • Erster Zeitraum. Von der dorischen Wanderung bis zum Beginn der Perserkriege. Die Zeit der Wanderungen und Staatengründungen.
  • Zweiter Zeitraum. Vom Beginn der Perserkriege bis zum Ausbruch des peloponnesischen Krieges. Die Blütezeit Griechenlands.
  • Dritter Zeitraum. Vom Ausbruch des peloponnesischen Krieges bis zur Schlacht bei Chäronea. Die Zeit der staatlichen Zersplitterung
  • Vierter Zeitraum. Von der Schlacht bei Chäronea bis zur Unterwerfung Griechenlands durch die Römer. Die Zeit der mazedonischen Fremdherrschaft
  • II. Die Geschichte der Römer
  • Erster Zeitraum. Rom unter Königen
  • Zweiter Zeitraum. Rom als Republik
  • Dritter Zeitraum. Rom unter Kaisern
  • Zeittafel
  • Werbung
  • Einband

Volltext

Alexander der Große. 
69 
Theben mit Sturm und zerstörte die Stadt bis auf die Tempel und 
das Haus des Dichters Pindar (S. 60). Demosthenes sollte ausgeliefert 
werden, aber Alexander ließ sich noch einmal begütigen. 
b) Tie Eroberung des persischen Reiches. Jetzt konnte er zur Aus- 
führung des gewaltigen Unternehmens schreiten, das ihm sein Vater hinter- 
lassen hatte. Auf einer Versammlung zu Korinth ließ er sich den 
unumschränkten Oberbefehl gegen die Perser übertragen (335). 
Im folgenden Frühjahr trat das griechisch-mazedonische Heer in der Stärke 
von 35 000 Mann den Marsch nach dem Hellespont an. Bei den 
verrotteten Zuständen des Perserreiches, welche bereits der Zug des jüngeren 
Cyrus aufgedeckt hatte, schienen diese aufs beste geschulten Streitkräfte zu 
genügen; denn der tüchtigste Teil des persischen Heeres bestand aus griechischen 
Söldnern, die übrigen Truppen waren, wie das ganze Volk, entnervt, die 
Satrapen in beständiger Auflehnung gegen den König, die Thronfolge 
schwankend. Der damalige Herrscher, Darins Kodomannus, war 
ein gerechter und milder Mann, aber ein schwacher König. Von seiner 
überlegenen Flotte wußte er gar keinen Gebrauch zu machen. 
Ohne von persischen Schiffen gehindert zu werden, setzte Alexander 
über den Hellespont und betrat den Boden Asiens. Auf der Stätte des 
alten Troja schmückte er den Grabhügel des Achilles mit einem Kranze, 
indem er die Worte sprach: „O du glücklicher Jüngling, der du in Homer 
einen Herold deiner Taten gefunden hast!" Die persischen Satrapen 
Kleinasiens beschlossen, den Mazedoniern in offener Feldschla'cht ent- 
gegenzutreten, während der kluge Rhodier Memnon statt dessen die Ver- 
Wüstung Kleinasiens und den Seekrieg empfahl. Sie nahmen am rechten 
Ufer des Gramkus Stellung. Gegen den Rat seines tüchtigsten Feldherrn 334 
Parmenio schritt Alexander zum Angriff. Allen seinen Soldaten voraus 
stürmte er in den Fluß, um das jenseitige Ufer zu gewinnen. Es entspann 
sich ein hitziges Reitergefecht, in welchem noch einmal der alte Rittersinn 
des Persertums zu erwachen schien. Alexander geriet selbst in Lebensgefahr. 
Ein Perser holte mit dem Säbel zum tödlichen Schlage aus; da trennte 
der Mazedonier Klitus mit einem Schwerthiebe den erhobenen Arm vom 
Rumpfe. Vor dem Ungestüm der Gegner wichen endlich die persischen 
Reiter zurück. Auch das hinter ihnen stehende griechische Söldnerheer, das 
bisher untätig zugeschaut hatte, wurde nach tapferer Gegenwehr überwältigt. 
So war der erste glänzende Sieg erfochten. 
Es folgte die Unterwerfung der Westküste Kleinasiens. Dann 
ging der Zug in nordöstlicher Richtung nach Gordium (in Phrygien). 
Hier stand der Wagen des sagenberühmten Königs Midas, dessen Deichsel 
mit dem Joch durch einen vielverschlungenen Knoten verbunden war. Es
	        

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Mertens, Martin. Hilfsbuch Für Den Unterricht in Der Alten Geschichte. Freiburg im Breisgau [u.a.]: Herder, 1910. Print.
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