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Hilfsbuch für den Unterricht in der alten Geschichte

Bibliografische Daten

Monografie

Persistenter Identifier:
PPN623441845
URN:
urn:nbn:de:0220-gd-6483490
Titel:
Hilfsbuch für den Unterricht in der alten Geschichte
Signatur:
HDG-II 38(13,10)
Autor*in:
Mertens, Martin
Erscheinungsort:
Freiburg im Breisgau [u.a.]
Verlag:
Herder
Dokumenttyp:
Monografie
Sammlung:
Geschichtsschulbücher Kaiserreich
Erscheinungsjahr:
1910
Ausgabenbezeichnung:
13. u. 14., verb. Aufl. [Electronic ed.]
Copyright:
Georg-Eckert-Institut - Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung

Kapitel

Titel:
II. Die Geschichte der Römer
Dokumenttyp:
Monografie
Strukturtyp:
Kapitel

Kapitel

Titel:
Erster Zeitraum. Rom unter Königen
Dokumenttyp:
Monografie
Strukturtyp:
Kapitel

Inhaltsverzeichnis

Inhalt

  • Hilfsbuch für den Unterricht in der alten Geschichte
  • Einband
  • Titelseite
  • Vorwort
  • Einleitung der Weltgeschichte
  • I. Die Geschichte der Griechen
  • Erster Zeitraum. Von der dorischen Wanderung bis zum Beginn der Perserkriege. Die Zeit der Wanderungen und Staatengründungen.
  • Zweiter Zeitraum. Vom Beginn der Perserkriege bis zum Ausbruch des peloponnesischen Krieges. Die Blütezeit Griechenlands.
  • Dritter Zeitraum. Vom Ausbruch des peloponnesischen Krieges bis zur Schlacht bei Chäronea. Die Zeit der staatlichen Zersplitterung
  • Vierter Zeitraum. Von der Schlacht bei Chäronea bis zur Unterwerfung Griechenlands durch die Römer. Die Zeit der mazedonischen Fremdherrschaft
  • II. Die Geschichte der Römer
  • Erster Zeitraum. Rom unter Königen
  • Zweiter Zeitraum. Rom als Republik
  • Dritter Zeitraum. Rom unter Kaisern
  • Zeittafel
  • Werbung
  • Einband

Volltext

Die Einrichtung der Republik. 
83 
g) Tarquinius Superbus und seine Gewaltherrschaft. Durch ein 
Verbrechen auf den Thron gekommen, regierte der neue König nach Art 
eines Tyrannen, ohne sich um Senat und Volksversammlung zu kümmern. 
Wegen seines hochfahrenden Wesens erhielt er den Beinamen Superbus, 
d. h. der Übermütige. Am meisten hatten die Patrizier zu leiden; viele 
wurden hingerichtet, andere verbannt und ihrer Güter beraubt. Die Plebs 
mußte Bei dem Baue des großen Jupitertempels1 harte Fron¬ 
dienste leisten. In diesem Heiligtum wurden die sibyllinischen Bücher 
aufbewahrt, eine Sammlung von Weissagungen der Sibylle (Prophetin) 
von Cumä, welche Tarquinius einer rätselhaften Alten abgekauft hatte. 
Ebenso gewalttätig wie im Innern verfuhr Tarquinius nach außen. 
Diejenigen latinischen Städte, die seine Oberhoheit nicht anerkennen wollten, 
wurden bekriegt. Als der König die Stadt Ardea belagerte, beleidigte 
sein ebenso übermütiger Sohn Sextus die Gemahlin eines Verwandten, 
Lucretia, welche, um die Schande nicht zu überleben, sich selbst den Tod 
gab. Dieser Vorfall war der Anstoß zum Ausbruche einer allgemeinen 
Empörung. Mit dem blutigen Dolche der Lucretia in der Hand for¬ 
derte L. Junius Brutus das Volk zur Befreiung auf. Tarquinius 
wurde abgefetzt und mit den Seinigen aus Rom verbannt510 
(vgl. S. 29). 
Zweiter Zeitraum. 
Rom als Republik. 5W 
bis 
Erster Abschnitt: Die Zeit des Ständekampfes zwischen 31 
den Patriziern und den Plebejern (510—366). 6,65 
Die ersten 150 Jahre der Republik werden hauptsächlich durch innere Kämpfe 
zwischen den Patriziern und den Plebejern gekennzeichnet, welche 
mit der völligen Gleichstellung der beiden Stände endigen. 
1. Z>ie Hinrichtung der Wepublik. 
Mit der Vertreibung des Tarquinius hatte die Königszeit ein Ende; 
denn das Königtum wurde vom römischen Volke für abgeschafft 
erklärt. König bedeutete den Römern seitdem soviel wie Tyrann. 
Die Regierung des Staates fiel an die Patrizier, aus denen von den 
Genturiatkomitien jährlich zwei Konfuln (= Kollegen, Amtsgenossen) 
1 An seiner Stelle stehen jetzt der Palast der deutschen Botschaft und das deutsche 
archäologische Institut. 
6*
	        

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Zitierempfehlung

Mertens, Martin. Hilfsbuch Für Den Unterricht in Der Alten Geschichte. Freiburg im Breisgau [u.a.]: Herder, 1910. Print.
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