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Leitfaden der Alten Geschichte für Quarta (Teil 1)

Bibliographic data

Multivolume work

Persistent identifier:
PPN623442183
URN:
urn:nbn:de:0220-gd-6489930
Title:
Leitfaden der Geschichte für höhere Lehranstalten
Author:
Meiners, Wilhelm
Place of publication:
Leipzig [u.a.]
Publisher:
Teubner
Document type:
Multivolume work
Collection:
History textbooks, imperial Germany
Copyright:
Georg-Eckert-Institut - Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung
Language:
German

Volume

Persistent identifier:
PPN623442345
URN:
urn:nbn:de:0220-gd-6492868
Title:
Leitfaden der Alten Geschichte für Quarta
Shelfmark:
HDG-II 4(1,01)-1
Author:
Meiners, Wilhelm
Volume count:
Teil 1
Place of publication:
Leipzig [u.a.]
Publisher:
Teubner
Document type:
Volume
Collection:
History textbooks, imperial Germany
Publication year:
1901
Edition title:
[Electronic ed.]
Copyright:
Georg-Eckert-Institut - Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung
Language:
German

Appendix

Title:
Sagen-Anhang
Document type:
Multivolume work
Structure type:
Appendix

Contents

Table of contents

  • Leitfaden der Geschichte für höhere Lehranstalten
  • Leitfaden der Alten Geschichte für Quarta (Teil 1)
  • Binder
  • Advertising
  • Title page
  • Vorwort
  • Inhalt
  • Die Griechen
  • Die Römer
  • Sagen-Anhang
  • Zeittafeln
  • Binder

Full text

Sagen-Anhang. 
105 
Sagen-Anhang. 
(Zu den Quellen vgl. die Einleitung.) 
1. (S. 2.) König Pelops zog aus feiner Heimat Phrygien nach 
Elis, von dem Rufe der schönen Hippodamia, der Tochter des mörderischen 
Königs Önömcws, gelockt. Gefährlich war es, um die Königstochter zu 
werben; denn die Freier mußten mit dem Vater eine Wettfahrt auf Streit¬ 
wagen bestehen, bei der er mit seinen windschnellen Rossen alle überholte 
und im Vorbeisausen sie mit dem Speere durchstach. Pelops aber bestach 
des Königs Wagenlenker, daß er in die Zapfen von Önomaus' Wagen 
statt der hölzernen Pflöcke wächserne steckte. Der Laus begann: windschnell 
schoß der grimme König dahin, aber nicht lange, so erhitzte sich die Achse, 
das Wachs troff aus, die Räder wurden weggeschleudert, und im jähen 
Sturze fand Önomaus den Tod. Pelops nahm Hippodamia zur Gemahlin, 
erhielt das Reich und gründete zum Andenken an die Wettfahrt zu Olympia 
in Elis die Olympischen Spiele. 
Von Elis aus erweiterte Pelops sein Gebiet über die benachbarten 
Landschaften, und die ganze Halbinsel erhielt von ihm ihren Namen. 
2. (S. 8.) Adler und Fuchs hatte Aristomenes einst seine Rettung 
zu verdanken. Er war bei Gelegenheit eines Raubzuges, den er von Eira 
aus bis in die Gegend von Sparta unternahm, mit 50 seiner Gefährten 
gefangen genommen worden. Um sie zu beseitigen, stürzte man sie in einen 
Abgrund des Taygetos: eine Strafe, die für gewöhnlich nur die ärgsten 
Verbrecher traf. Während nun die übrigen unten zerschmettert ankamen, 
wurde Aristomenes von einem herzufliegenden Adler auf die Schwingen 
genommen und unverletzt hinabgetragen. Unten angelangt, sah er nunmehr 
den Hungertod vor Augen, da er nirgends einen Ausweg aus seinem 
Gefängnis wahrnahm. Zwei Tage und zwei Nächte befand er sich in der 
entsetzlichsten Lage. Endlich am dritten Tage hörte er ganz in der Nähe 
ein Geräusch. Er erblickte einen Fuchs, der an den Leichnamen fraß. 
Schnell brach er sich von den umherliegenden Gerippen einen Knochen ab und 
wartete, bis der Fuchs in seine Nähe kam. Dann ergriff er das Tier 
rasch und fest bei dem Schwänze. Der Fuchs, dem das nicht gefiel, wandte 
sich um und lief auf dem Wege fort, auf dem er gekommen war. Aristo¬ 
menes aber gab ihn nicht los, sondern ließ sich von ihm mit fortziehen. 
So gelangte er endlich nach vieler Mühe an ein Loch, durch das er von 
fern das ersehnte Tageslicht schimmern sah. Nun ließ er das Tier laufen 
und machte sich daran, die Öffnung mit Hilfe des mitgenommenen Knochens 
zu erweitern. Endlich gelang es ihm, einen Gang zu graben, der so groß 
war, daß er bequem hindurchkriechen konnte.
	        

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Meiners, Wilhelm. Leitfaden Der Alten Geschichte Für Quarta. Leipzig [u.a.]: Teubner, 1901. Print.
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