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Hilfsbuch für die brandenburgisch-preußische Geschichte

Bibliografische Daten

Monografie

Persistenter Identifier:
PPN623444232
URN:
urn:nbn:de:0220-gd-6514222
Titel:
Hilfsbuch für die brandenburgisch-preußische Geschichte
Signatur:
HDG-II 41(5,1894)-3
Autor*in:
Eckertz, Gottfried
Erscheinungsort:
Wiesbaden
Verlag:
Kunze
Dokumenttyp:
Monografie
Sammlung:
Geschichtsschulbücher Kaiserreich
Erscheinungsjahr:
1894
Ausgabenbezeichnung:
5., verb. Aufl. [Electronic ed.]
Copyright:
Georg-Eckert-Institut - Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung
Untertitel:
mit einer Karte

Kapitel

Titel:
Neuere Zeit. Brandenburgisch- preußische Geschichte vom Ausgang des Mittelalters bis zum Regierungsantritt Friedrichs II.
Dokumenttyp:
Monografie
Strukturtyp:
Kapitel

Kapitel

Titel:
Zweiter Zeitraum. Die Marken von der Einführung der Reformation bis zum Regierungsantritt Friedrichs des Großen (1539-1740)
Dokumenttyp:
Monografie
Strukturtyp:
Kapitel

Kapitel

Titel:
Dritte Abteilung. Von der Entstehung des Königreichs Preußen bis zum Regierungsantritt Friedrichs des Großen (1701-1740)
Dokumenttyp:
Monografie
Strukturtyp:
Kapitel

Inhaltsverzeichnis

Inhalt

  • Hilfsbuch für die brandenburgisch-preußische Geschichte
  • Einband
  • Titelseite
  • Aus dem Vorwort
  • Mittelalter
  • Vorgeschichte
  • Erster Zeitraum. Die Mark Brandenburg bis zum Ausgang des Mittelalters oder bis zur Einführung der Reformation 928-1517 oder 1539. Erste Abteilung. Von der Entstehung der nordsächsischen Mark bis zur Regierung der Astanier (928-1134)
  • Neuere Zeit. Brandenburgisch- preußische Geschichte vom Ausgang des Mittelalters bis zum Regierungsantritt Friedrichs II.
  • Zweiter Zeitraum. Die Marken von der Einführung der Reformation bis zum Regierungsantritt Friedrichs des Großen (1539-1740)
  • Erste Abteilung. Von der Einführung der Reformation bis zur Erwerbung des Herzogtums Preußen (1539-1618)
  • Zweite Abteilung. Von der Erwerbung des Herzogtums Preußen bis zur Entstehung des Königreichs Preußen (1618-1701)
  • Dritte Abteilung. Von der Entstehung des Königreichs Preußen bis zum Regierungsantritt Friedrichs des Großen (1701-1740)
  • Neuere Zeit. Vom Regierungsantritt Friedrichs des Großen bis zur Gegenwart (1740- 1894)
  • Dritter Zeitraum. Vom Regierungsantritt Friedrichs des Großen bis zur Gegenwart (1740-1894)
  • Anhang
  • Stammtafel
  • Allmähliche Entwicklung des brandenburgisch-preussischen Staates. Das neue Deutsche Reich
  • Einband

Volltext

— 65 — 
Christ werden; zu dem Ende wurde er eifrig in der Bibel unter- 
richtet und mußte häufig zur Strafe Psalmen und den Katechismus 
auswendig lernen. Um ihn drittens zum guten Hauswirt zu 
machen, wurde er fehr knapp gehalten, jede Bequemlichkeit und 
aller Schmuck des Lebens wurden ihm entzogen, über jeden Pfennig, 
den er auslegte, mußte er Rechenschaft ablegen. Die Beschäftigung 
des Prinzen war mit großer Genauigkeit vorgeschrieben und 
wurde mit kleinlicher Ängstlichkeit überwacht. 
Für die Dauer konnte es nicht so fortgehen. Eins war bei 
feiner Erziehung verfehlt. Der Sohn hatte nämlich eine andere 
Natur als der Vater, und dies mußte sich mit der Zeit geltend 
machen. Der Sohn war geistreich, liebte Künste und Wissenschaften. 
Er las Bücher, namentlich französische, beschäftigte sich mit Musik 
und gab deutlich zu erkennen, daß er einer freieren Bewegung bedürfe 
und in der geistlosen Abrichtung nicht seine Befriedigung finde. Der 
Vater begünstigte eine österreichische Partei am Hose, deren Ver- 
treter der österreichische Gesandte von Seckendorf und der 
General von Grumbkow waren; der Sohn hielt es mit der 
Mutter, die dieser Partei entgegenarbeitete; sie wollte das eng- 
tische Königshaus, das Haus ihres Vaters, mit dem branden- 
burgischen Hause auss neue durch eine Doppelheirat verbinden; 
ihre älteste Tochter Wilhelmine sollte mit dem Sohne ihres 
Bruders, des damaligen Kronprinzen von England, der Krön- 
prinz Friedrich mit einer englischen Prinzessin vermählt werden. 
Der Vater verbot die Beschäftigung mit den Wissenschaften, der 
Sohn setzte sie fort; leidenschaftlich spielte er die Flöte, auf der 
er Meister war (Quanz). Es entstand ein tiefes Zerwürfnis, 
der jähzornige Vater ließ sich zu argen körperlichen Mißhandlungen 
des Sohnes hinreißen, wobei er selbst die Öffentlichkeit nicht 
scheute. Der Prinz hielt dies auf die Dauer nicht aus, er suchte 
sich durch die Flucht zu entziehen. Auf einer Reise, die er mit 
dem Vater machte, versuchte er sie auszuführen; im August des 
Jahres 1730 wollte er heimlich im Dorfe Steinfurt, auf dem 
Wege von Heilbronn nach Heidelberg, ein Pferd besteigen; er 
wurde aber ergriffen und verhaftet. Der Vater geriet in den 
äußersten Zorn, wollte bald darauf den Sohn mit dem Degen 
Eckertz, br.-preuß, Geschichte. 5. Aufl. 5
	        

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Eckertz, Gottfried. Hilfsbuch Für Die Brandenburgisch-Preußische Geschichte. Wiesbaden: Kunze, 1894. Print.
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