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Hilfsbuch für die brandenburgisch-preußische Geschichte

Bibliographic data

Monograph

Persistent identifier:
PPN623444232
URN:
urn:nbn:de:0220-gd-6514222
Title:
Hilfsbuch für die brandenburgisch-preußische Geschichte
Shelfmark:
HDG-II 41(5,1894)-3
Author:
Eckertz, Gottfried
Place of publication:
Wiesbaden
Publisher:
Kunze
Document type:
Monograph
Collection:
History textbooks, imperial Germany
Publication year:
1894
Edition title:
5., verb. Aufl. [Electronic ed.]
Copyright:
Georg-Eckert-Institut - Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung
Subtitle:
mit einer Karte

Chapter

Title:
Neuere Zeit. Vom Regierungsantritt Friedrichs des Großen bis zur Gegenwart (1740- 1894)
Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter

Chapter

Title:
Dritter Zeitraum. Vom Regierungsantritt Friedrichs des Großen bis zur Gegenwart (1740-1894)
Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter

Chapter

Title:
Erste Abteilung. Friedrich der Große (1740-1786)
Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter

Contents

Table of contents

  • Hilfsbuch für die brandenburgisch-preußische Geschichte
  • Binder
  • Title page
  • Aus dem Vorwort
  • Mittelalter
  • Vorgeschichte
  • Erster Zeitraum. Die Mark Brandenburg bis zum Ausgang des Mittelalters oder bis zur Einführung der Reformation 928-1517 oder 1539. Erste Abteilung. Von der Entstehung der nordsächsischen Mark bis zur Regierung der Astanier (928-1134)
  • Neuere Zeit. Brandenburgisch- preußische Geschichte vom Ausgang des Mittelalters bis zum Regierungsantritt Friedrichs II.
  • Zweiter Zeitraum. Die Marken von der Einführung der Reformation bis zum Regierungsantritt Friedrichs des Großen (1539-1740)
  • Neuere Zeit. Vom Regierungsantritt Friedrichs des Großen bis zur Gegenwart (1740- 1894)
  • Dritter Zeitraum. Vom Regierungsantritt Friedrichs des Großen bis zur Gegenwart (1740-1894)
  • Erste Abteilung. Friedrich der Große (1740-1786)
  • Zweite Abteilung. Vom Tode Friedrichs II. bis zum Tilsiter Frieden (1786-1807)
  • Dritte Abteilung. Vom Tilsiter Frieden bis zum Wiener Kongresse (1807-1815)
  • Vierte Abteilung. Preußen vom Wiener Frieden bis zur Einigung Deutschlands (1815-1871)
  • Fünfte Abteilung. Von der Einigung Deutschlands bis zur Gegenwart (1871-1894)
  • Anhang
  • Genealogy chart
  • Allmähliche Entwicklung des brandenburgisch-preussischen Staates. Das neue Deutsche Reich
  • Binder

Full text

— 70 — 
Kronprinzen Friedrich immer sehr willkommen gewesen war, 
eilte von Landsberg, wo sein Regiment stand, nach Berlin, um 
dem nunmehr königlichen Freunde seine Huldigung darzubringen; 
aber Friedrich wies ihn mit der strengen Frage heim, ob er 
auch Urlaub habe. Seine Freunde glaubten ferner, daß nun- 
mehr ihr Glück gegeben sei, daß es Gold und Ehrenstellen für 
sie regnen werde*). Aber sie irrten sich; Friedrich ging mit 
dem Gelbe lfehr sparsam um und Ämter gab er nur denen, 
welche die Fähigkeiten dazu besaßen, indem er alle persönlichen 
Rücksichten dem Staatswohle unterordnete. 
Er trat im übrigen wider Erwarten in die Fußstapfen seines 
Vaters, dieselbe strenge Zucht im Heere, dieselbe Rührigkeit 
im Dienste wurde befohlen; in der Verwaltung und in Geld- 
angelegenheiten wurden die strengen Grundsätze des Vaters bei- 
behalten. 
Nur auf einem Felde war? der Sohn ein ganz anderer als 
fein Vater, in der äußern Politik. Der Vater hatte sich trotz 
seines großen Heeres und seiner reichen Mittel sehr vieles, nament- 
lich von Österreich, gefallen lassen, man glaubte, wie Friedrich 
sagt, ihn ungestraft „insultieren" zu können; das Heer schien eine 
praktische Bedeutung nicht zu haben; im Volke hieß es: die 
*) Die Nachricht von dem Tode Friedrich Wilhelms I. kam 
auf dem Schlosse Rheinsberg mitten in der Nacht an, als alles in 
tiefem Schlafe lag. Ein Herr von Knobelsdorf, der spätere Ober- 
auffeher der königlichen Gebäude und Erbauer des Schlosses Sans¬ 
souci in Potsdam und des Opernhauses in Berlin, trat, die Thüre 
mit Geräusch öffnend, in das Schlafzimmer des Herrn von Biel- 
feld (beide gehörten zu den Rheinsberger Freunden Friedrichs II.) 
und teilte ihm das Ereignis mit. Indem er das Licht suchte, stieß 
er den Tisch um, so daß die darauf liegende kleine Münze Biel- 
felds klirrend im Zimmer herumrollte. Als Bielfeld aufgestanden 
war und mit dem inzwischen angezündeten Lichte sein im Zimmer 
zerstreutes Silber aufzulesen Anstalt machte, suchte Knobelsdorf ihn 
daran zu hindern und bemerkte unwillig: Ist es wohl in einem 
Augenblicke, wie der jetzige, erlaubt, an dergleichen unnütze Kleinig- 
leiten zu denken. Dreier aufzulesen, da es bald Dukaten auf 
uns regnen wird?
	        

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Eckertz, Gottfried. Hilfsbuch Für Die Brandenburgisch-Preußische Geschichte. Wiesbaden: Kunze, 1894. Print.
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