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Examinatorium der Geschichte (Bd. 6)

Bibliografische Daten

Mehrbändiges Werk

Persistenter Identifier:
PPN624819450
URN:
urn:nbn:de:0220-gd-6606003
Titel:
Lebegott's Hilfsbücher für die Einjährig-Freiw[illigen]-Prüfung
Autor*in:
Lebegott, Eduard
Erscheinungsort:
Magdeburg
Verlag:
Selbstverl. E. Lebegott
Dokumenttyp:
Mehrbändiges Werk
Sammlung:
Geschichtsschulbücher Kaiserreich
Copyright:
Georg-Eckert-Institut - Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung

Band

Persistenter Identifier:
PPN624819965
URN:
urn:nbn:de:0220-gd-6606011
Titel:
Examinatorium der Geschichte
Signatur:
HDG-II 58(2,10)
Autor*in:
Lebegott, Eduard
Bandzählung:
Bd. 6
Erscheinungsort:
Magdeburg
Verlag:
Selbstverl. E. Lebegott
Dokumenttyp:
Band
Sammlung:
Geschichtsschulbücher Kaiserreich
Erscheinungsjahr:
1910
Ausgabenbezeichnung:
2. Aufl. [Electronic ed.]
Copyright:
Georg-Eckert-Institut - Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung
Untertitel:
das gesamte Pensum in Frage und Antwort enthaltend

Appendix

Titel:
Anhang II. Geschichtstabellen
Dokumenttyp:
Mehrbändiges Werk
Strukturtyp:
Appendix

Inhaltsverzeichnis

Inhalt

  • Neues deutsches Lesebuch
  • Für die letzten drei Schuljahre (Teil 4)
  • Einband
  • Titelseite
  • Erste Abtheilung
  • Zweite Abtheilung
  • I. Aus der vaterländischen Geschichte
  • II. Aus der allgemeinen Geschichte
  • Dritte Abtheilung
  • Vierte Abtheilung
  • Nachwort
  • Inhalts-Verzeichnis
  • Lieder-Anhang
    Lieder-Anhang
  • Einband

Volltext

109 
ist. Die Nachkommen dieser Flüchtlinge sind die Székler, die m 
den Magyaren eines Stammes und einer Sprache sind. 
So hatten die Magyaren ihre Heimstätte zum drittenma— 
an die Petschenegen verloren, und war daher die Furcht vor diesen 
wilden Kriegsvolke bei den Magharen so groß daß sie noch 
späterer Zeit erklärten, sie wollten mit den Petschenegen nicht krit 
gen; „denn wir vermögen nicht mit ihnen zu kämpfen, weil fie eil 
großes Land und viel Mannschaft haben und tapfer sind.“ 
Wohin sollten nun die neuerdings heimatlos gewordenen Un 
garn ziehen? Im Osten und Norden ihres früheren Landes herrschter 
die gefürchteten Petschenegen, im Süden die mit diesen verbündeter 
Bulgaren. So blieb ihnen also wieder nur der Westen, wohin si 
den Weg ohnehin schon kannten; auch Land und Leute waren ihnen 
daselbst nicht fremd. Es ist somit das wahrscheinlichste, daß di 
Ungarn durch die Walachei und Serbien über die Sabe nach 
Pannonien einwanderten, wie uns das auch von Schriften au 
jener Zeit berichtet wird. Es geschah das wohl im das Jahr 895. 
Die erste Niederlassung der Ungarn in ihrem neuen Vater 
lande erfolgte ohne Zweifel in den weiten Ebenen an der Donan 
und Theiß; denn diese boten nicht nur dem kriegerischen Nomaden⸗ 
volke Viehweiden, sondern waren auch nur dünn bevölkert, konnten 
also den neuen Ankömmlingen wenig Widerstand leisten. Daraus 
erklärt sich, daß die Ungarn bis heutigen Tages am dichtesten in 
der großen ungarischen Ebene wohnen, während nach den Gebirgen 
im Westen, Norden und Osten nur einzelne, später erfolgte — * 
Ansiedlungen vorfindlich sind. Nach Schwicker. 
113. Die Ansiedlung der Sachsen in Siebenbürgen. 
Wer von euch nachfragt, wird erfahren, daß Vater und Groß— 
bater in unserem Dorfe gewohnt haben, soweit die Erinnerung der 
ãältesten Familienmitglieder zurückgehen. Wenn diefe Erinnerung sich 
weit genug zurückerstrecken wuͤrde, müßte sie uns berichten, daß unsere 
ältesten Vorfahren nicht in Siebenbürgen gewohnt haben, sondern in 
Deutschland. Wann und wie sie hieher gekommen find, darüber will 
ich euch einiges mittheilen. 
Als es in unserem Vaterlande Ungarn noch kein Gesetz gab, 
wodurch, wie dies jetzt der Fall ist, die Thronfolge geordnet wurde, 
als man die Könige noch wähste, entstanden oft Streitigkeiten. Denn 
nach dem Tode eines Königs begehrte gewöhnlich mehr als einer 
König zu werden. Um Anhäͤnger zu gewinnen, bewarben sich die 
Streitenden um die Gunst der Grafen und Barone, der Bischöfe 
und Erzbischöfe. Dadurch wurden der Adel und die Geistlichkeit 
immer mächtiger, die Könige immer schwächer.
	        

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Obert, Franz. Für Die Letzten Drei Schuljahre. Hermannstadt: Spreer, 1879. Print.
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