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Ein Lese- und Lehrbuch für obere Klassen der Volksschulen (Theil 4)

Bibliographic data

Multivolume work

Persistent identifier:
PPN627233244
URN:
urn:nbn:de:0220-gd-6671016
Title:
Grundriß der Geschichte
Author:
Christensen, Heinrich
Place of publication:
Leipzig
Publisher:
Hirt
Document type:
Multivolume work
Collection:
History textbooks, imperial Germany
Copyright:
Georg-Eckert-Institut - Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung
Language:
German
Subtitle:
in drei Teilen

Volume

Persistent identifier:
PPN627239838
URN:
urn:nbn:de:0220-gd-6672636
Title:
Das Mittelalter
Shelfmark:
HDG-II 70(3,1896)-2B
Author:
Christensen, Heinrich
Volume count:
Teil 2
Place of publication:
Leipzig
Publisher:
Hirt
Document type:
Volume
Collection:
History textbooks, imperial Germany
Publication year:
1896
Edition title:
Ausg. B: für konfessionell gemischte Schulen, 3. Aufl. [Electronic ed.]
Copyright:
Georg-Eckert-Institut - Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung
Language:
German
Subtitle:
mit 47 Abbildungen, 2 Schrifttafeln und 3 Karten in Farbendruck

Map

Title:
Deutschland unter den sächsischen u. fränkischen Kaisern
Document type:
Multivolume work
Structure type:
Map

Contents

Table of contents

  • Der Leseschüler
  • Ein Lese- und Lehrbuch für obere Klassen der Volksschulen (Theil 4)
  • Binder
  • Title page
  • Approbation
  • Vorwort zur fünften Auflage
  • Erste Abtheilung. Lesestücke vermischten Inhalts
  • 1. Weise Benutzung der Zeit
  • 2. Gebrauch der Glieder
  • 3. Die eitle Biene
  • 4. Morgenlied
  • 5. Der Specht und die Taube
  • 6. Der Geizige
  • 7. Die Bedachtsamkeit
  • 8. Die beiden Krähen
  • 9. Die drei Blicke
  • 10. Die bestrafte Schadenfreude
  • 11. Der Kuhhirt
  • 12. Die beiden Sperlinge
  • 13. Wahre Freundschaft
  • 14. Die jungen Freunde
  • 15. Christenthum
  • 16. Die Treue
  • 17. Lied der Treue
  • 18. Die beiden Bettler
  • 19. Kosciusko's Pferd
  • 20. Der Hund und die Kuh
  • 21. Das Pferd und der Esel
  • 22. Der treue Hund
  • 23. Mitleid gegen die Thiere
  • 24. Die Unschuld
  • 25. Der schönste Garten
  • 26. Ein Bild des Lebens
  • 27. Der Vöglein Beispiel
  • 28. Trost im Leiden
  • 29. Die zwei Wanderer
  • 30. Preis des Schöpfers
  • 31. Die Tollkirsche
  • 32. Die drei Fische
  • 33. Die Reue
  • 34. Der Greis und der Tod
  • 35. Das Lied vom Tode
  • 36. Die Belohnung
  • 37. Die goldene Dose
  • 38. Der Knabe auf dem Eise
  • 39. Der dankbare Löwe
  • 40. Der Löwe und das Lamm
  • 41. Die Gewissensstimme
  • 42. Chryses und die arme Wittwe
  • 43. Das Gewissen
  • 44. Der fromme Graf von Habsburg
  • 45. Das Vögellein
  • 46. Kaiser Franz von Oestreich
  • 47. Der Retter in Gefahr
  • 48. Heldentod eines vortrefflichen Fürsten
  • 49. Prinz Heinrich
  • 50. König Friedrich und sein Nachbar
  • 51. Königslied
  • 52. Soldatenlied
  • 53. Gegenwärtige Hülfleistung
  • 54. Die Feierstunden
  • 55. Der Graf und der Nagelschmied
  • 56. Die überwundene Versuchung
  • 57. Die Theilung
  • 58. Das Vergnügen wohlzuthun
  • 59. Die freigelassene Schwalbe
  • 60. Braucht die Zeit
  • 61. Die Sorge der Eltern
  • 62. Das Gebet des Herrn
  • 63. Des Vaters Freude
  • 64. Das Lied vom Samenkorn
  • 65. Edle Vergeltung
  • 66. Die Rache des Redlichen
  • 67. Kindliche Liebe eines Negers
  • 68. Der persische Knabe und die Räuber
  • 69. Das hochzeitliche Kleid
  • 70. Die Goldforellen
  • 71. Der Zurechtgewiesene
  • 72. Der Blinde
  • 73. An einen Baum im Herbste
  • 74. Der kluge Richter
  • 75. Dreierlei Freunde
  • 76. Der Bauer, die Schlange und der Fuchs
  • 77. Untreue schlägt den eigenen Herrn
  • 78. Der habgierige Wirth
  • 79. Der Magnet
  • 80. Die Warnung
  • 81. Das Christgeschenk
  • 82. Die Probeschrift
  • 83. Der traurige Sohn
  • 84. Der gerettete Jüngling
  • 85. Die vier Jahreszeiten
  • 86. Der Frühling
  • 87. Der Sommermorgen auf dem Lande
  • 88. Der Spätherbst
  • 89. Der Winter
  • 90. Sonnenaufgang
  • 91. Das Gewitter
  • 92. Die Natur nach dem Gewitter
  • 93. Angst und Schrecken beim Gewitter
  • 94. Das Unglück der Stadt Leiden
  • 95. Sokrates
  • 96. Der Berg
  • 97. Die unvergänglichen Güter
  • 98. Die Entdeckung
  • 99. Die Waise
  • 100. Der kleine wohlthätige Myrtil
  • 101. Der Mann von Roß
  • 102. Der Tugend Ewigkeit
  • 103. Der schwerste Kampf
  • 104. Die h. Elisabeth, Landgräfin von Thüringen
  • 105. Des Vaters Abschied
  • 106. Werth der Religion
  • 107. Achtung gegen das Alter und die Vorfahren
  • 108. Die Neujahrsnacht eines Unglücklichen
  • 109. Des Vaters Vermächtniß
  • 110. Obrigkeit
  • 111. Sprich nicht zuviel
  • 112. Unwahrheit und Uebertreibung
  • 113. Verläumdung
  • 114. Wahl eines Standes
  • 115. Christliche Duldsamkeit (Toleranz)
  • 116. Gute Denksprüche sind weise Rathgeber
  • 117. Sprichwörter sind wahre Goldkörner
  • II. Abtheilung. Lesestücke aus der Kirchengeschichte
  • III. Abtheilung. Einiges aus der Erdbeschreibung und Geschichte, mit besonderer Rücksicht auf Westfalen
  • IV. Abtheilung. Einiges von den Himmelskörpern; aus der Naturlehre; vom Menschen; und aus der Naturbeschreibung
  • V. Abtheilung. Sprach- und Stilübungen
  • Inhalts-Verzeichniß
  • Binder

Full text

98 
102. Der Tugend Ewigkeit. 
Fest ist der Fels im Boden eingewurzelt, 
das Eisen stürzt ihn. 
Stark ist das Eisen, trotzend seine Dauer, 
das Feuer schmelzt es. 
Verheerend ist die freie Macht des Feuers, 
das Wasser löscht es. 
Gewaltig ist das Wasser, erdumgürtcnd, 
die Wolke trägt es. 
Mit Blitz und Donner ist gefüllt die Wolke, 
der Wind verscheucht sie. 
Mit Sturm und Brausen ist der Wind bewaffnet, 
der Mensch bekämpft ihn. 
Viel tilgt der Schlaf, und Alles tilgt und endet 
der Todesschlummer. 
Doch ihn und Alles überlebt die Tugend, 
und schwingt zum Himmel sich in ew'ger Jugend. 
Alles vergeht, nur Tugend bestellt. 
103. Der schwerste Kampf. 
In einem Kloster lebte ein Mönch, der des Abends 
immer eine grosse Mattigkeit und Abspannung ver¬ 
rieth. Der Abt fragte ihn einst naeh der Ursache 
derselben „Ach!“ antwortete der Mönch, „ich habe 
jeden Tag so Vieles zu thun, dass meine Kräfte 
nicht hinreichen würden, wenn die Gnade Gottes mich 
nicht stärkte. Ich habe zwei Falken zu zähmen, zwei 
Hasen auszuhalten, zwei Sperber abzurichten, einen 
Lindwurm zu bezwingen, einen Löwen zu bändigen 
und einen Kranken zu pflegen.“ - „Ei!“ sagte der 
Abt, „das sind thörichte Klagen: solche Geschäfte 
werden keinem Menschen zugleich aufgegeben, und 
in meinem Kloster habe ich nie etwas von solchen 
Pflichten der ilrüder gehört!“ — „Und doch, ehrwür¬ 
diger Herr,“ versetzte der Mönch, „habe ich keine 
Unwahrheit geredet. Die zwei Falken sind meine 
Augen; die muss ich mit grosser Sorgfalt bewahren, 
damit ihnen nicht etwas gefalle, was meiner Seligkeit 
schaden könnte. Die zwei Hasen sind meine Füsse; 
die muss ich beständig zurückhalten, das» sie nicht
	        

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Ein Lese- Und Lehrbuch Für Obere Klassen Der Volksschulen. Werl: Stein, 1852. Print.
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