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Lehrbuch der bayerischen Geschichte

Bibliographic data

Monograph

Persistent identifier:
PPN631875565
URN:
urn:nbn:de:0220-gd-6920273
Title:
Lehrbuch der bayerischen Geschichte
Shelfmark:
HCG-II 43(1,1889)
Author:
Sattler, Maximilian Vincenz
Place of publication:
München
Publisher:
Lindauer
Document type:
Monograph
Collection:
History textbooks, imperial Germany
Publication year:
1889
Edition title:
[Electronic ed.]
Copyright:
Georg-Eckert-Institut - Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung
Language:
German
Subtitle:
zum Selbstunterrichte und für Humanistische und Real-Gymnasien ; mit 20 Stamm-, 3 Herrscher- und 16 Zeittafeln, einer Karte Bayerns samt 2 Auflegblättern und einer großen genealogischen Tafel des Hauses Scheyern-Wittelsbach

Appendix

Title:
Anhang
Document type:
Monograph
Structure type:
Appendix

Table

Title:
B. Kurze Geschichte Frankens
Document type:
Monograph
Structure type:
Table

Contents

Table of contents

  • Lehrbuch der bayerischen Geschichte
  • Binder
  • Prepage
  • Title page
  • Vorrede
  • Inhalts - Verzeichnis
  • Literatur
  • Dritter Zeitraum. Bojoarien unter den Karolingern, 788 - 911
  • Achter Zeitraum. Bayern unter dem Hause Wittelsbach von der Thronbesteigung Otto's I. bis zur ersten Landesteilung, 1180 - 1255
  • Zehnter Zeitraum. Bayern unter dem Hause Wittelsbach vom Tode Ludwigs des Bayern bis zum Tode Albrechts IV, des Weisen, 1347 - 1508
  • Dreizehnter Zeitraum. Bayern unter dem Hause Wittelsbach vom Tode des Kurfürsten Maximilian III bis auf die Gegenwart, 1777 - 1889
  • Geschichte der Rheinpfalz
  • Anhang
  • A. Kurze Geschichte Schwabens
  • B. Kurze Geschichte Frankens
  • C. Kurze Geschichte des Burggrafentums Nürnberg und der Markgrafschaften Ansbach und Bayreuth
  • D. Die einstmaligen Hochstifter und Reichsstädte
  • Genealogy chart
  • Die deutschen Könige und Kaiser von 752 bis auf die Gegenwart
  • Die Herrscher Bayerns von 554 bis auf die Gegenwart
  • Die Kurfürsten der Pfalz aus dem Hause Wittelsbach
  • Zeittafeln
  • Druckfehler
  • Advertising
  • Bayern nach der Teilung von 1353 nebst der Rheinpfalz und Oberpfalz
  • Bayern mit dem Nordgau, Schwaben, die beiden Franken, die Ostmark, Steiermark, Kärnten, Friaul, Krain und Istrien um das Jahr 1000
  • Karte des Königreichs Bayern nach seinem heutigen Bestande
  • Genealogy chart
  • Binder

Full text

155 
und Wilhelm, der 1028 Bischof von Straßburg wurde. Der 
älteste von den vier Brüdern, der Graf Heinrich in Franken, hinter- 
ließ nur einen Sohn, Konrad den Älteren, der Herzog Konrad von 
Kärnten dagegen hinterließ zwei Söhne, Konrad den Jüngern und 
Bruno. Sowohl Konrad der Ältere als auch Konrad der Jüngere 
trat nach dem Aussterben des sächsischen Königshauses mit Heinrich II 
(1024) als Bewerber um die deutsche Krone auf. Die Mehrzahl der 
Wahlstimmen fiel Konrad dem Älteren zu, der sogleich in Mainz ge- 
krönt wurde. Er war als deutscher Kaiser der zweite dieses Namens. Wie 
die vier letzten Kaiser aus dem sächsischen Hause für Franken keine eigenen 
Herzöge mehr aufgestellt hatten, so that auch König Konrad II (1024 
bis 1039) und seine zwei nächsten Nachfolger in der deutschen Königswürde, 
Heinrich III (1039—1056) und Heinrich IV (1056 — 1106); mit ihrer 
Zustimmung führte der jeweilige Bischof von Würzburg den Titel 
„Herzog in Ostfranken." 
Durch Heinrich V (1106—1125), den Sohn und Nachfolger des 
Königs Heinrich IV, erfuhr Franken eine namhafte Erweiterung. Es faßte 
fortan in sich die Lehengüter der 1057 ausgestorbenen G rasen von 
Schweinfurt im Nordgau mit der Burggrafschaft Nürnberg, alle 
Grafschaften und unmittelbaren Herrschaften des vormaligen 
fränkischen Kreises (Frankoniens) und den Bistumssprengel von Bam- 
6 erg. Das so ansehnlich vermehrte Franken gab der wider den Bischof 
Erlnng von Würzburg aufgebrachte Kaiser Heinrich V im Jahre 1116 
dem Staufen Konrad, der aus der Ehe des Herzogs Friedrich I von 
Schwaben mit Agnes, des Kaisers Heinrich V Schwester, entsprungen 
war, und verlieh ihm ein Jahr später auch den Bist ums spreng el 
Würzburg. Da Kaiser Heinrich V durch eine Urkunde vom 1. Mai 1120 
den Bistumssprengel Würzburg der Landes-und Herzogshoheit des 
Würzburger Bischofs Erlun g (f 1122) wiederzurückstellte und der folgende 
Kaiser, Lothar II (1125—1137), die Herzogshoheit der Würzburger 
Bischöfe anerkannte, so vererbte sich von Konrad, der von 1138—1152 
unter dem Namen Konrad HI den deutschen Thron inne hatte, auf seinen 
Sohn Friedrich IV (f 1167) nur der Titel; „Herzog von Rothen- 
bürg." Den Bischöfen von Würzburg blieb der Titel: „Herzog von 
Ostfranken" bis zum Jahre 1803, wo Georg Karl Freiherr von 
Fechenbach (f 8. April 1809 zu Bamberg) den fürstbischöflichen Stuhl 
inne hatte. Mit Ausnahme einiger an den Fürstprimas Karl Theodor 
von Dalberg, an Löwenstein-Wertheim und Andere gekommenen 
Ämter wurde das von mehr als 300,000 Menschen bewohnte Hochstift 
durch den Reichsdeputationshauptschluß vom 25. Februar 1803 
an Bayern überlassen, dann 1806 durch den Preßburger Frieden 
dem Kurfürsten Ferdinand von Salzburg (vorher Großherzog von 
Toskana) als neuem Großherzog von Würzburg gegeben, und 1814 
wieder mit Bayern vereinigt. 
C. Kurze Geschichte des NurggrafentuulS Nürnberg und 
der Warkgrafschaften Ansbach und Maireuty. 
In Frankonien (Franken) gelangten neben dem Herzogtum 
Würzburg das Burggr afentum Nürnberg und die Markgraf- 
fchaften Ansbach und Baireuth zu einer hervorragenden Stellung. 
In Nürnberg treten im zwölften Jahrhunderte
	        

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Sattler, Maximilian Vincenz. Lehrbuch Der Bayerischen Geschichte. München: Lindauer, 1889. Print.
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