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Altdeutsches Lesebuch

Bibliografische Daten

Monografie

Persistenter Identifier:
PPN631875565
URN:
urn:nbn:de:0220-gd-6920273
Titel:
Lehrbuch der bayerischen Geschichte
Signatur:
HCG-II 43(1,1889)
Autor*in:
Sattler, Maximilian Vincenz
Erscheinungsort:
München
Verlag:
Lindauer
Dokumenttyp:
Monografie
Sammlung:
Geschichtsschulbücher Kaiserreich
Erscheinungsjahr:
1889
Ausgabenbezeichnung:
[Electronic ed.]
Copyright:
Georg-Eckert-Institut - Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung
Sprache:
Deutsch
Untertitel:
zum Selbstunterrichte und für Humanistische und Real-Gymnasien ; mit 20 Stamm-, 3 Herrscher- und 16 Zeittafeln, einer Karte Bayerns samt 2 Auflegblättern und einer großen genealogischen Tafel des Hauses Scheyern-Wittelsbach

Deckblatt

Dokumenttyp:
Monografie
Strukturtyp:
Deckblatt

Inhaltsverzeichnis

Inhalt

  • Altdeutsches Lesebuch
  • Einband
  • Titelseite
  • Vorwort
  • Vorwort zur fünften Auflage
  • Inhaltsverzeichnis
  • I. Aus der Urzeit
  • II. Aus der Klosterarbeit
  • III. Aus der Heldendichtung
  • IV. Aus der Ritterzeit
  • Anhang
  • Werbung
  • Einband

Volltext

Das Nibelungenlied. 
115 
6. Das Ende. 
902 Do nam der herre Dietrich selbe sin gewant: 2261 
im half, daz er sich wäfent, der alte Hildebrant. 
d6 klagt alsö sere der kreftige man, 
daz daz hüs erdiezen von siner stimme began. 
903 Do gewan er aber widere rehten beides muot; 2262 
in grimme wart gewäfent dö der degen guot, 
einen schilt vil vesten, den nam er an die hant. 
si giengen balde danne, er unde meister Hildebrant. 
904 Do sprach von Tronje Hagene: ‘ich sihe dort her gän 2263 
den herren Dietriche: der wil uns bestän 
nach sinem starken leide, daz im hie ist geschehen. 
man sol daz hinte kiesen, wem man des besten müge jehen. 
905 Jane dünket sich von Berne der herre Dietrich 2264 
nie so stark des libes und so gremlich; 
und wil erz an uns rechen, daz im ist getan’, 
also redete Hagene, ‘ich getar in harte wol bestän.’ 
906 Dise rede horte Dietrich und Hildebrant. 2265 
er kom, da er die recken beide stende vant 
uzen an dem huse geleinet an den sal. 
sinen schilt den guoten satzt her Dietrich zetal. 
907 In leitlichen sorgen sprach her Dietrich; 2266 
‘wie habt ir so geworben, Günther, künic rieh, 
wider mich eilenden? waz het ich iu getan? 
alles mines trostes des bin ich eine bestän. 
908 Inch endühte niht der volle an der grozen not, 2267 
do ir uns Rüedegere den heit ersluoget tot; 
nu habt ir mir erbunnen aller miner man. 
jäne het ich iu beiden selber leide niht getän. 
909 Gedenket an iueh selben und an iwer leit; 2268 
tot der iwer Munde und ouch diu arbeit, 
ob ez iu zieren recken beswärt iht den muot. 
owe wie reht unsanfte, mir tot der Rüedegeres tuot! 
910 Ez geschach ze dirre werlde nie manne leider mer. 2269 
ir gedähtet übele an min und iwer ser, 
swaz ich freuden bete, diu liget von iu erslagen. 
jä enkan ich nimmer mere die mine mäge verklagen.’ 
911 ‘Jäne si wir niht so schuldic’, sprach do Hagene. 2270 
‘ez giengen zuo dem hüse di iwer degene, 
gewäfent wol ze flize, mit einer schar so breit, 
mich dünket, daz diu mtere iu niht rehte sint geseit.’ 
912 ‘Waz sol ich mer gelouben? mir sagt Hildebrant, 2271 
do mine recken gerten von Amelunge laut, 
902, 1 gewant, Streitgewand. — 904, 4 wem man des besten etc., wem 
man den Siegespreis zugestehen soll. — 905 nie ist Dietrich in solchem Zorn und 
Kraftbewußtsein aufgetreten, wie er jetzt daher kommt. — 907, 4 alles meines Trostes 
beraubt (eine) stehe ich da. - 908, 1 der volle s. W. Euch deuchte die Not nicht 
vollständig. - 3 erbunnen s. Wörterb. — 909, 3 beswärt, prt. von beswseren. — 
4 tot der = der t. — 910, 4 verklagen f. Wörterb. — 911, 3 ze flize, sorgfältig. 
8*
	        

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Zitierempfehlung

Bötticher, Gotthold, and Karl Kinzel. Altdeutsches Lesebuch. Halle a.d.S.: Buchh. des Waisenhauses, 1917. Print.
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