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Kleineres Lesebuch für Fortbildungsschulen in Stadt und Land

Bibliografische Daten

Mehrbändiges Werk

Persistenter Identifier:
PPN631876383
URN:
urn:nbn:de:0220-gd-6922843
Titel:
Hilfsbuch für die Vorstufe des Geschichtsunterrichts an sächsischen Human- und Realgymnasien
Autor*in:
Vogel, Theodor
Richter, Fritz
Erscheinungsort:
Berlin [u.a.]
Verlag:
Ehlermann
Dokumenttyp:
Mehrbändiges Werk
Sammlung:
Geschichtsschulbücher Kaiserreich
Copyright:
Georg-Eckert-Institut - Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung
Sprache:
Deutsch

Band

Persistenter Identifier:
PPN631876804
URN:
urn:nbn:de:0220-gd-6922851
Titel:
Bilder aus der Götter- und Heldensage der Griechen, Römer und Deutschen
Signatur:
HCG-II 44(4,17)-1
Autor*in:
Vogel, Theodor
Richter, Fritz
Bandzählung:
Teil 1 = Sexta
Erscheinungsort:
Berlin [u.a.]
Verlag:
Ehlermann
Dokumenttyp:
Band
Sammlung:
Geschichtsschulbücher Kaiserreich
Erscheinungsjahr:
1917
Ausgabenbezeichnung:
4. Aufl. [Electronic ed.]
Copyright:
Georg-Eckert-Institut - Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung
Sprache:
Deutsch

Einband

Dokumenttyp:
Mehrbändiges Werk
Strukturtyp:
Einband

Inhaltsverzeichnis

Inhalt

  • Kleineres Lesebuch für Fortbildungsschulen in Stadt und Land
  • Einband
  • Titelseite
  • Vorwort
  • Vorwort zur vierten Auflage
  • Vorwort zur siebenten Auflage
  • Inhaltsverzeichnis
  • i. Erzählungen
  • II. Schilderungen und Betrachtungen
  • III. Geschichtsbilder und Lebensbeschreibungen
  • IV. Bilder aus der Länder- und Völkerkunde
  • V. Bilder aus der Naturkunde
  • VI. Aus der Wirtschaftslehre
  • VII. Gedichte
  • VIII. Sprüche und Sprichwörter
  • Anhang
  • Einband

Volltext

67 
7 
verlor jede Tugend, und dem zerbrochenen Mut hängen die Schanden 
sich an.“ Jedem deutschen Manne aber sang er: 
Der Gott, der Eisen wachsen ließ, 
der wollte keine Knechte; 
drum er Säbel, Schwert und Spieß 
dem Mann in seine Rechte; 
drum gab er ihm den kühnen Mut, 
den Zorn der freien Rede, 
daß er bestände bis aufs Blut, 
bis in den Tod die Fehde. 
Dann Friedrich Rückert, der, noch ein Juüngling, dem heiligen 
Schwure, der in aller Kaͤmpfer Hetzen lebte, Worte lieh: 
Wir schlingen uns're Händ' in einen Knoten; 
zum Pimmel heben wir den Blick und schwören, 
ihr alle, die ihr lebet, sollt es hören, 
und wenn ihr wollt, so hört auch ihr's, ihr Toten: 
Wir schwören, stehn zu wollen den Geboten 
des Lands, des Mark wir tragen in den Röhren. 
Und diese Schwerter, die wir hier empören, 
nicht eh'r zu senken, als vom Feind zerschroten; 
wir schwören, daß kein Vater nach dem Sohne 
soll fragen, und nach seinem Weib kein Gatte, 
kein Krieger fragen soll nach seinem Lohne, 
noch heimgehn, eh' der Krieg, der nimmersatte, 
ihn selbst entläßt mit einer blut'gen Krone, 
daß man ihn heile, oder ihn bestatte. 
ndlich der weiche, melodische Schenkendorf, der, obwohl mit ge— 
lähmtem Arm, doch wie Körnen mit in den heiligen Kampf gezogen: 
Vaterland, in tausend Jahren 
kam dir solch ein Frühling kaum! 
Was die hohen Väter waren, 
heißet ninimermehr ein Traum! 
Diese Lieder, Vollslieder im besten Sinne, gingen neben andern 
Volksliedern, gleich den kampffreudigen Gesängen der Reformationszeit, 
Zündend durch das ganze deutsche Land. Man besann sich, was man seit 
00 schien vergessen zu haben, daß es noch ein deutsches Reich, 
in deutsches Volt gebe, und bald erklärten selbst aus den Rheinbunds— 
staaten viele Männer, daß sie Deutsche sein und die gemeinsame Sache 
des Vaterlandes gegen die Bedrücker ergreifen wollten. 
Dann ging es von Schlacht zu Schlacht, endlich von Sieg zu Sieg 
und als von Leipzigs Ebenen die große Siegeskunde durch die deutschen 
Gaue drang, da jubelte Arndt: 
Das war ein Klang, der das Herz erfreut, 
das klang wie himmlische Cymbeln hell: 
Habt Dank der Müh' von dem rin Streit! 
Laßt Witwen und Bräute die Toten klagen, 
Wir singen noch fröhlich in spätesten Tägen 
die Leipziger Schlacht! 
Nach David Müller. 
5*
	        

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Richter, Hermann. Kleineres Lesebuch Für Fortbildungsschulen in Stadt Und Land. Döbeln: Schmidt, 1888. Print.
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