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Das deutsche Vaterland (Teil 2)

Bibliographic data

Monograph

Persistent identifier:
PPN631908447
URN:
urn:nbn:de:0220-gd-6957801
Title:
Lehrbuch der Alten Geschichte
Shelfmark:
HCG-II 8(1,1897)-1
Author:
Winter, Hans
Place of publication:
München
Publisher:
Oldenbourg
Document type:
Monograph
Collection:
History textbooks, imperial Germany
Publication year:
1897
Edition title:
[Electronic ed.]
Copyright:
Georg-Eckert-Institut - Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung
Language:
German
Subtitle:
mit Einschluß der Sagen- und Kulturgeschichte für höhere Lehranstalten

Chapter

Title:
Dritter Hauptteil. Geschichte der Römer
Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter

Chapter

Title:
Zweiter Abschnitt. Die Anbahnung der Weltherrschaft 366 - 133
Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter

Contents

Table of contents

  • Präparationen für den geographischen Unterricht an Volksschulen
  • Das deutsche Vaterland (Teil 2)
  • Binder
  • Title page
  • Vorwort zur 22. Auflage
  • Inhaltsverzeichnis
  • Verzeichnis der Abbildungen
  • I. Theoretischer Teil
  • II. Praktischer Teil
  • Beigaben
  • Übersicht über das Gesamtwerk
  • Advertising
  • Binder

Full text

— 50 — 
hört, wie das zuletzt genannte wollige Alpenkraut auf den Höhen der 
Kalkalpen wächst und oft mit Lebensgefahr gepflückt wird, um als 
Schmuck am Hute des Tirolers zu prangen oder als Erinnerungszeichen 
an eine Fahrt ins schöne Schweizerland mit dem Reisenden in die Heimat 
zu wandern. 
4. Geographie und Sprachunterricht. Mit dem Sprach- 
Unterricht wird der Geographieunterricht dadurch Fühlung nehmen, daß 
er nicht allein lautreiues und richtiges Sprechen mit erzeugen hilft, fon- 
dern auch Material für schriftliche Arbeiten, Ausgangspunkte für gramma- 
tische oder orthographische Besprechungen und Winke für die Auswahl 
des Lesestoffs gibt. Durch die Lektüre einschlägiger Lesebuchaufsätze 
und Gedichte sollen einzelne Partien des geographischen Unterrichts vor- 
bereitet, ergänzt, beleuchtet, abgeschlossen oder wiederholt werden. 
5. Geographie und Rechnen. Auch zwischen diesen beiden 
Unterrichtszweigen kann eine glückliche Verbindung hergestellt werden und 
zwar dadurch, daß der Rechenunterricht diejenigen Sachgebiete, welche 
im Geographieunterricht hervorgetreten sind und vielfach zum Messen, 
Zählen oder Wägen Veranlassung geben, bei der Formulierung ange- 
wandter Aufgaben (Ausgangspunkt!) gebührend berücksichtigt. So können 
z. B. die mannigfachen Verhältnisse in Handel und Verkehr reichlich 
Stoff bieten. Dabei sind die Kinder anzuregen, selbst Aufgaben zu bilden. 
(Hausaufgaben!) 
6. Geographie und Gesang. Wenn wir fordern, daß auch 
Gesang und Erdkunde in Verbindung stehen sollen, so denken wir in 
erster Linie an das Singen im Geographieunterricht selbst. Soll doch, 
wie auch Kehr (Praxis der Volksschule, 9. Auflage S. 343) ausführt, 
überall dort, „wo im Unterrichte Gedanken anklingen, welche in einem 
den Kindern bekannten Liede sich ausgesprochen finden, der Gesang 
dieses Liedes dem Unterrichte erfrischend an die Seite treten und seine 
wunderbar belebende Wirkung auf Anschauung und Gesinnung ausüben". 
Wir verlangen also, um ein Beispiel zu gebrauchen, nicht, daß die 
Lorelei nur im Anschluß an den Geographieunterricht gelernt werden 
soll, aber wir glauben mit Recht fordern zu können, daß der Lehrer 
dann, wenn er Deutschlands schönsten Strom unterrichtlich behandelt, die 
Kinder an geeigneter Stelle auch in die Stimmung und Situation des 
herrlichen Volksliedes hineinversetzt und sodann einmal singen läßt: 
„Die Nacht ist kühl, und es dunkelt, 
und ruhig fließt der Rhein. 
Die Spitze des Berges funkelt 
im Abendsonnenschein." 
Dadurch wird der Lehrer sicher zweierlei erreichen. Einmal wird 
er bewirken, daß der erdkundliche Stoff eine eigenartige, erwärmende Be- 
leuchtung und Weihe erhält^, uud zum anderen dazu beitragen, daß das
	        

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Tischendorf, Julius. Das Deutsche Vaterland. Leipzig: Wunderlich, 1912. Print.
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