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Das Mittelalter und die neue Zeit bis 1648 (Teil 2)

Bibliographic data

Multivolume work

Persistent identifier:
PPN635299186
URN:
urn:nbn:de:0220-gd-7069227
Title:
Die Geschichte für Lehrerseminare
Author:
Heinze, Wilhelm
Place of publication:
Hannover [u.a.]
Publisher:
Carl Meyer (Gustav Prior)
Document type:
Multivolume work
Collection:
History textbooks, imperial Germany
Copyright:
Georg-Eckert-Institut - Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung
Language:
German
Subtitle:
ein Hülfs- und Lesebuch ; drei Teile

Volume

Persistent identifier:
PPN63529981X
URN:
urn:nbn:de:0220-gd-7069233
Title:
Das Mittelalter und die neue Zeit bis 1648
Shelfmark:
HEL-II 18(1,1898)-2
Author:
Heinze, Wilhelm
Volume count:
Teil 2
Place of publication:
Hannover [u.a.]
Publisher:
Carl Meyer (Gustav Prior)
Document type:
Volume
Collection:
History textbooks, imperial Germany
Publication year:
1898
Edition title:
[Electronic ed.]
Copyright:
Georg-Eckert-Institut - Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung
Language:
German

Chapter

Title:
I. Vom Untergange der germanischen Mittelmeerstaaten bis zum Verfall der karolingischen Reiche
Document type:
Multivolume work
Structure type:
Chapter

Chapter

Title:
D. Das karolinigische Weltreich
Document type:
Multivolume work
Structure type:
Chapter

Contents

Table of contents

  • Die Geschichte für Lehrerseminare
  • Das Mittelalter und die neue Zeit bis 1648 (Teil 2)
  • Binder
  • Frontispiece
  • Title page
  • Vorwort
  • Inhaltsverzeichnis
  • I. Vom Untergange der germanischen Mittelmeerstaaten bis zum Verfall der karolingischen Reiche
  • A. Germanisches Heidentum und die Ausbreitung des Christentums bei den Germanen
  • B. Der Islam
  • C. Das fränkische Reich
  • D. Das karolinigische Weltreich
  • II. Von den sächsischen Kaisern bis zum Interregnum
  • III. Von Rudolf von Habsburg bis zum Beginn der Reformation
  • IV. Vom Beginn der Reformation bis zum westfälischen Frieden 1517-1648
  • Anhang. Einiges aus der Volkswirtschaftslehre
  • Advertising
  • Das Innere von St. Paul. (Rom.) Innere Ansicht vom Dom zu Speier
  • Binder

Full text

— 42 — 
b) Der Bruderkrieg und der Teilungsvertrag zu Berduu. 
Lothar nahm nun die volle kaiserliche Gewalt in Anspruch. Da der- 
banden sich Ludwig und Karl, um ihre Selbständigkeit gegen den Bruder 
zu verteidigen und schlugen ihn im Jahre 841 bei Fontenoy (südwestlich 
von Auxerre in der Champagne). Im folgenden Jahre verpflichteten Ludwig 
und Karl sich und ihre Heere durch feierliche Eidschwüre zu Straßburg,^ 
einander im Kampf gegen den älteren Bruder nicht im Stiche zu lassen. 
Da Lothar beiden Brüdern zusammen sich nicht gewachsen fühlte 
und ihren Bund nicht zu sprengen vermochte, gab er endlich nach und 
führte nach längeren Verhandlungen eine Einigung über die Teilung des 
Reiches herbei. Dieser Friede und Teilungsvertrag wurde im Jahre 
843 843 von den drei Brüdern zu Verdun abgeschlossen und durch ihn das 
große Frankenreich in drei Gebiete geschieden: 
Ludwig, zubenannt der Deutsche, da mit ihm die EntWickelung eines 
gesonderten Reiches der Deutschen seinen Anfang genommen hat, erhielt 
Ostfranken, das Land rechts vom Rhein außer Friesland und die Sprengel 
von Mainz, Worms und Speier mit deutscher Bevölkerung; 
Karl der Kahle erhielt Westfranken, das Land westlich von der 
Rhone, Saone, Maas und Schelde mit romanischer Bevölkerung; 
Lothar erhielt Mittelsranken, das Gebiet zwischen Ost- und West- 
franken, mit gemischter Bevölkerung, und Italien nebst der Kaiserkrone. 
Durch den Teilungsvertrag von Verdun war der Grund zu einer 
bleibenden politischen und nationalen Scheidung der Hauptvölker 
im mittleren Europa gelegt. Von nun an gingen die germanischen Stämme 
in den westlichen Gebieten in dem überwiegend römisch-katholischen Bestand- 
teil der Bevölkerung auf. Diese nahm naturgemäß ihre eigentümliche 
EntWickelung und unterschied sich bald durch Sprache und Sitten von den 
in Deutschland sich rein erhaltenden Germanen. Dadurch konnte die Ent- 
Wickelung des Ganzen nur gewinnen, indem die Bildung vielseitiger wurde 
und zwischen Deutschen und Romanen (Franzosen) ein wohlthätiger 
Wetteifer entstand. 
c) Die letzten Karolinger und Konrad I. 
Vertrag zu Meersen. Die Zeit nach dem Vertrage von Verdun bis 
zum Ausgange der Karolinger ist eine Zeit des ärgsten Zerfalls, der 
nicht zum wenigsten auch durch äußere Feinde, die Normannen, Slaven 
und Magyaren, herbeigeführt wurde. Die Normannen von den dänischen 
Inseln und der skandinavischen Halbinsel plünderten auf ihren Wikinger- 
zügen alle Küsten und drangen bis tief in das Innere der Länder ein,
	        

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Heinze, Wilhelm. Das Mittelalter Und Die Neue Zeit Bis 1648. Hannover [u.a.]: Carl Meyer (Gustav Prior), 1898. Print.
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