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Mittelalter und erste Periode der Neuzeit (Teil 2)

Bibliographic data

Multivolume work

Persistent identifier:
PPN63565962X
URN:
urn:nbn:de:0220-gd-7171610
Title:
Lehrbuch für den Geschichtsunterricht in Lehrerbildungsanstalten
Author:
Hoffmeyer, Ludwig
Hering, Wilhelm
Place of publication:
Breslau
Publisher:
Hirt
Document type:
Multivolume work
Collection:
History textbooks, imperial Germany
Copyright:
Georg-Eckert-Institut - Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung
Language:
German

Volume

Persistent identifier:
PPN635665735
URN:
urn:nbn:de:0220-gd-7176990
Title:
Hilfsbuch für den Geschichtsunterricht in Seminaren
Shelfmark:
HEL-II 4(3,05)-2
Author:
Hoffmeyer, Ludwig
Hering, Wilhelm
Volume count:
Teil 2
Place of publication:
Breslau
Publisher:
Hirt
Document type:
Volume
Collection:
History textbooks, imperial Germany
Publication year:
1905
Edition title:
3., durchges. u. erw. Aufl. [Electronic ed.]
Copyright:
Georg-Eckert-Institut - Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung
Language:
German

Preface

Title:
Vorrede zur zweiten Auflage
Document type:
Multivolume work
Structure type:
Preface

Contents

Table of contents

  • Grundriß der Weltgeschichte für die oberen Klassen preußischer höherer Lehranstalten
  • Mittelalter und erste Periode der Neuzeit (Teil 2)
  • Binder
  • Advertising
  • Title page
  • Inhalts-Übersicht
  • A. Mittelalter
  • Erste Periode. Vom Untergange des weströmischen Reichs bis zur Erneuerung des römischen Kaisertums durch Karl den Großen. 476 - 800. Die Zeit der Franken und Araber
  • Zweite Periode. Von der Erneuerung des römischen Kaisertums durch Karl dem Großen bis zum Übergang des christlichen Imperatorenamts auf den Papst. 800 bis 1096. Zeitalter der Deutschen und Normannen
  • Dritte Periode. Vom Übergang des Imperatorentums der Christenheit auf den Papst bis zum Untergang des römisch-deutschen Weltkaisertums. 1096 - 1273. Zeitalter der Kreuzzüge
  • Vierte Periode. Vom Zusammenbruch des Weltkaisertums bis zur Entstehung der modernen Monarchien. 1273 - 1492. Zeitalter des Kirchenverfalls und des Bürgertums
  • B. Neuzeit
  • Zeittafel
  • Binder

Full text

48 Kirche und Ketzertum im Zeitalter der Kreuzzugsbegeisterung. 
nicht nur zur Verteidigung der Christenheit, sondern auch zur Auf- 
rechterhaltuug des Friedens in Italien und zum Schutze des eigenen 
Thrones unfähig erwiesen.] 
Kirche und Ketzertum, Dichtung und Wissenschaft im Zeit- 
alter der Kreuzzugsbegeisterung. (Mönchs- und geistliche 
Ritterorden.) Die Aufrichtung der Hierarchie brachte aufs neue 
einen Aufschwung des Mönchstums hervor; 1098 entstand in Frank¬ 
reich auf grund der verschärften Benedictinerregel der Cistercienser- 
orden, der sich die Cultivieruug von Wildnissen zur Aufgabe machte 
und dadurch für Colouifatiou sehr wichtig wurde, 1119 auf grund 
der Augustinerregel der Prämonstrateuferorden, der sich der Predigt 
und Seelsorge widmete. Der asketische Geist teilte sich auch dem 
Rittertum mit, ans dessen Schöße die geistlichen Ritterorden hervor- 
gingen, von denen die drei wichtigsten zur Verteidigung des h. Landes 
gestiftet wurden, und deren Mitglieder sowohl die Mönchs- als auch 
die Rittergelübde und das der Krankenpflege ablegten; der erste der- 
selben war der Johanniter- oder Hospitaliterorden, so genannt nach 
seinem ersten Kloster, dem Hospital zu St. Johannes dem Täufer 
in Jerusalem, der später nach Rhodns und, als dies 1522 von den 
Türken erobert wurde, nach Malta übersiedelte und bis 1800 als 
souveräne Körperschaft bestanden hat, der zweite der Templerorden, 
der so genannt wurde, weil sein Kloster auf dem Platze des Tempels 
in Jerusalem stand, und, auf Betreiben Philippus IV. oder Schönen 
von Frankreich 1307—12 aufgehoben und der Ketzerei und des Islams 
beschuldigt, viele seiner Mitglieder zum Feuertode verurteilt sehen 
mußte, und der 1198 gestiftete deutsche Orden, der seine Wirksamkeit 
hauptsächlich in Preußen entfaltet hat. Die geistlichen Ritterorden 
standen nur unter dem Papste; ihre Besitzungen waren von der 
landesherrlichen Hoheit befreit; deshalb wurden ihre Mitglieder, als 
international, sehr oft als diplomatische Unterhändler benutzt. 
(Gegensätze zur hierarchischen Kirchenlehre.) Aberwäh- 
rend die äußere Macht der Kirche zunahm, erhob sich in ihrem 
Schöße der Zweifel an ihren Glaubenssätzen. Peter Abälard in 
Paris suchte den Streit des Realismus und Nominalismus dadurch 
zu schlichten, daß er sagte, die Begriffe seien wirklich, aber in den 
Dingen in einer individuell verschiedenen Erscheinungsform vor- 
Händen. Da hiermit die Gegenwart des Leibes Christi im Abend- 
mahl nicht vereinbar war, wurde seine Lehre verurteilt, und er
	        

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Fechner, Hermann. Mittelalter Und Erste Periode Der Neuzeit. Berlin: Hertz, 1898. Print.
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