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Die Neuzeit (Teil 3)

Bibliographic data

Multivolume work

Persistent identifier:
PPN636328147
URN:
urn:nbn:de:0220-gd-7244493
Title:
Lehrbuch der Geschichte in Umrissen und Ausführungen
Author:
Schurig, Gottlob
Place of publication:
Leipzig
Publisher:
Hirt
Document type:
Multivolume work
Collection:
History textbooks, imperial Germany
Copyright:
Georg-Eckert-Institut - Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung
Language:
German
Subtitle:
für Lehrer und Lehrerbildungsanstalten wie auch für das allgemeinere Bildungsbedürfniß

Volume

Persistent identifier:
PPN636333086
URN:
urn:nbn:de:0220-gd-7253874
Title:
Die Neuzeit
Shelfmark:
HEL-II 6(1,1882)-3
Editor:
Schurig, Gottlob
Volume count:
Teil 3
Place of publication:
Leipzig
Publisher:
Hirt
Document type:
Volume
Collection:
History textbooks, imperial Germany
Publication year:
1882
Edition title:
[Electronic ed.]
Copyright:
Georg-Eckert-Institut - Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung
Language:
German

Introduction

Title:
Einleitung
Document type:
Multivolume work
Structure type:
Introduction

Contents

Table of contents

  • Lehrbuch der Geschichte in Umrissen und Ausführungen
  • Die Neuzeit (Teil 3)
  • Binder
  • Title page
  • Vorwort
  • Inhalt
  • Einleitung
  • I. Zeitalter der Reformation
  • II. Zeitalter der absoluten Monarchie
  • III. Zeitalter der Revolution
  • Advertising
  • Binder

Full text

Einleitung 
Charakter und Gang der Weltgeschichte der Neuzeit. 
§ 1. Die Geschichte des Altertums geht von Osten nach 
Westen und findet ihren Hauptschauplatz in den das Mittelmeer 
umschließenden Ländern. In der Geschichte des Mittelalters schrei- 
tet derselbe nach Norden und Westen vor und verbreitet sich über den 
ganzen alten Kontinent; es wird der Vorrang Europas vor 
den beiden andern Teilen der alten Welt begründet. Die Geschichte 
der Neuzeit macht diesen Vorrang zu einem unbestrittenen, führt 
aber auch, dem Zuge der Weltgeschichte nach Westen folgend, durch die 
großen Entdeckungen die neue Welt in die Weltgeschichte ein, er- 
schließt überhaupt die ganze Erde, und erst jetzt wird die Geschichte 
in Wahrheit eine Weltgeschichte. Der Welthandel umschlingt und 
verbindet die Völker der Erde; er verpflanzt europäische Kultur nach 
der neuen Welt und begründet das großartige Schauspiel der viel- 
seitigen Wechselwirkung des über alle 'Erdteile verbreiteten Menschen- 
geschlechts, welches Altertum und Mittelalter nicht kannten. 
Dem Welthandel tritt in der Neuzeit als Gegenbild die Welt- 
Mission des Christentums zur Seite. Das Mittelalter dagegen ist 
die Zeit der auf Europa beschränkten Völkererziehung durch das Christen- 
tum, die wesentlich geleitet ist von der Hauptstadt der alten Welt, von 
Rom aus, wo das Papsttum den Mittelpunkt der Einheit des christ- 
liehen Abendlandes bildet, dem das dem Islam dienende Morgenland 
gegenüber steht. Durch sein Verhältnis zu Rom, durch den Zauber 
der alten römischen Kaiserkrone war Deutschland im Mittelalter das 
„Reich der Mitte." Anders in der Neuzeit: Mit der Kirchentrennung 
in der Reformation wird die hierarchische Einheit der 
abendländischen Kirche gelöst und büßt Rom sein Übergewicht 
als Hauptstadt der christlichen Welt ein; die Bevormundung in Glau- 
benssachen von Rom aus hört in einem Teile der christlichen Welt 
auf. Mit dem Verlöschen mittelalterlicher Kaiserherrlichkeit verliert 
auch Deutschland seine centrale Stellung; ein politischer 
Schurig, Lehrbuch der Geschichte. III. 1
	        

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Schurig, Gottlob. Die Neuzeit. Leipzig: Hirt, 1882. Print.
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