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Geschichte der Neuzeit (H. 3)

Bibliografische Daten

Mehrbändiges Werk

Persistenter Identifier:
PPN636415619
URN:
urn:nbn:de:0220-gd-7323958
Titel:
Geschichte für Mittelschulen und verwandte Anstalten
Autor*in:
Dahmen, Joseph
Lindner, Jakob
Hüsch, Toni
Erscheinungsort:
Leipzig
Verlag:
Hirt
Dokumenttyp:
Mehrbändiges Werk
Sammlung:
Geschichtsschulbücher Kaiserreich
Copyright:
Georg-Eckert-Institut - Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung
Sprache:
Deutsch
Untertitel:
in drei Heften, einer Vorstufe und einem Ergänzungsheft

Band

Persistenter Identifier:
PPN636415651
URN:
urn:nbn:de:0220-gd-7325075
Titel:
Geschichte der Neuzeit
Signatur:
HDR-II 16(1,11)-3
Autor*in:
Dahmen, Joseph
Lindner, Jakob
Hüsch, Toni
Bandzählung:
H. 3
Erscheinungsort:
Leipzig
Verlag:
Hirt
Dokumenttyp:
Band
Sammlung:
Geschichtsschulbücher Kaiserreich
Erscheinungsjahr:
1911
Ausgabenbezeichnung:
[Electronic ed.]
Copyright:
Georg-Eckert-Institut - Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung
Sprache:
Deutsch

Kapitel

Titel:
B. Das Zeitalter Friedrichs des Großen
Dokumenttyp:
Mehrbändiges Werk
Strukturtyp:
Kapitel

Inhaltsverzeichnis

Inhalt

  • Geschichte für Mittelschulen und verwandte Anstalten
  • Geschichte der Neuzeit (H. 3)
  • Einband
  • Titelseite
  • Vorwort
  • Inhaltsübersicht
  • A. Die Entwicklung des Brandenburgisch-Preußischen Staates bis zum Zeitalter Friedrichs des Großen
  • B. Das Zeitalter Friedrichs des Großen
  • C. Das Zeitalter der Französischen Revolution und Napoleons I.
  • D. Die Zeit der nationalen Staatenbildung
  • E. Das neue Deutsche Reich
  • Zeittafel
  • Bilderanhang
  • Deutschland vor der Französischen Revolution
  • Mitteleuropa 1803
  • Mitteleuropa zur Zeit der höchsten Machtentfaltung Frankreichs 1812
  • Mitteleuropa 1815-1866
  • Deutschland 1866-1871 mit Angabe der Gebietsentwicklung Preuszens
  • Einband

Volltext

B. Das Zeitalter Friedrichs des Großen. 
König Friedrich II., der Große, 1740—1786. 
1. Friedrichs des Großen Jugendzeit. 
Erziehung. Auf eine bewegte Jugend blickte der neue König Friedrich II., als 
er im Alter von 28 Jahren den preußischen Thron bestieg. Der Krön- 
Prinz sollte nach dem Willen des Vaters ein frommer Christ, ein 
tüchtiger Soldat und ein sparsamer Wirt werden. In früher 
Jugend wurde er von der Frau von Rocculles erzogen. Sein erster 
Lehrer war Duhau de Jandun. Beide waren von der französischen 
Kolonie in Berlin, den aus Frankreich nach Preußen ausgewanderten 
Hugenotten. Sie brachten dem Prinzen Geschmack an der französischen 
Literatur bei. Eigene Anlage und Neigung führten ihn früh zur Musik. 
Später trieb er philosophische Studien und schloß sich mit wahrer Be¬ 
geisterung an den Franzosen Voltaire an. Die freiere Geistesrichtung 
des jungen Prinzen, seine eifrige Beschäftigung mit Kunst und Wissen- 
schaft brachten ihn in einen schroffen Gegensatz zu seinem Vater. In 
seiner Familie duldete dieser ebensowenig Widerstand wie in seiner Regie- 
rnng. So kam es bald zn heftigen Auftritten zwischen Vater und Sohn. 
Dieser Gegensatz wurde noch verschärft durch den vergeblichen Versuch der 
Königin, den Kronprinzen mit der Tochter ihres Bruders, Georg II. 
von England, zu vermählen. Der König war dagegen. 
Der Zwang am väterlichen Hofe wurde dem Prinzen allmählich 
versuch unerträglich. — Auf einer Rheinreise, die er mit seinem Vater unter- 
nahm, machte er den Versuch, mit zwei Freunden ins Ausland zu ent- 
kommen. Aber der Plan wurde entdeckt. In Wesel fand das erste 
Verhör des Kronprinzen statt. Der Prinz bekannte die Gründe seiner 
Flucht, worauf ihn ein General als Gefangenen nach der Festung 
Küstrin brachte. Das Kriegsgericht weigerte sich, über ihn das Urteil 
zn sprechen. Der König ließ sich endlich zur Milde bewegen. Aber 
der Freund und Mithelfer Friedrichs, der Leutnant Katte, mußte 
sterben. Der Prinz wurde erst nach mehreren Wochen aus der Haft 
entlassen und als jüngster Referendar aus der Königlichen Kriegs- und 
^ Domänenkammer zu Küstrin beschäftigt. Friedrich widmete sich hier mit 
^deamter^ allem Eifer den ernsten Verwaltungsarbeiten, so daß er seine Umgebung 
m Mi,Mn. in Erstaunen setzte. Nach einem Jahre der Buße und Arbeit besuchte 
ihn der König und söhnte sich mit dem reumütigen Sohne aus. Völlige 
Aussöhnung trat nach der Vermählung Friedrichs mit der Prinzessin 
Christine von Brannschweig-Bevern ein. Als Oberst eines Regi- 
Ruppw" ments in Rupptn verlebte der Kronprinz auf Schloß RHeinsberg die 
glücklichsten Jahre seines Lebens. Er teilte seine Zeit zwischen militärischer
	        

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Zitierempfehlung

Dahmen, Joseph, Jakob Lindner, and Toni Hüsch. Geschichte Der Neuzeit. Leipzig: Hirt, 1911. Print.
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