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Gedichtsammlung aus den letzten 150 Jahren deutscher Dichtung (Teil 3, [Schülerband])

Bibliografische Daten

Mehrbändiges Werk

Persistenter Identifier:
PPN636415619
URN:
urn:nbn:de:0220-gd-7323958
Titel:
Geschichte für Mittelschulen und verwandte Anstalten
Autor*in:
Dahmen, Joseph
Lindner, Jakob
Hüsch, Toni
Erscheinungsort:
Leipzig
Verlag:
Hirt
Dokumenttyp:
Mehrbändiges Werk
Sammlung:
Geschichtsschulbücher Kaiserreich
Copyright:
Georg-Eckert-Institut - Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung
Sprache:
Deutsch
Untertitel:
in drei Heften, einer Vorstufe und einem Ergänzungsheft

Band

Persistenter Identifier:
PPN636415651
URN:
urn:nbn:de:0220-gd-7325075
Titel:
Geschichte der Neuzeit
Signatur:
HDR-II 16(1,11)-3
Autor*in:
Dahmen, Joseph
Lindner, Jakob
Hüsch, Toni
Bandzählung:
H. 3
Erscheinungsort:
Leipzig
Verlag:
Hirt
Dokumenttyp:
Band
Sammlung:
Geschichtsschulbücher Kaiserreich
Erscheinungsjahr:
1911
Ausgabenbezeichnung:
[Electronic ed.]
Copyright:
Georg-Eckert-Institut - Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung
Sprache:
Deutsch

Kapitel

Titel:
A. Die Entwicklung des Brandenburgisch-Preußischen Staates bis zum Zeitalter Friedrichs des Großen
Dokumenttyp:
Mehrbändiges Werk
Strukturtyp:
Kapitel

Kapitel

Titel:
I. Die Zeit der Hohenzollern
Dokumenttyp:
Mehrbändiges Werk
Strukturtyp:
Kapitel

Inhaltsverzeichnis

Inhalt

  • Lesebuch für die höheren Schulen Deutschlands
  • Gedichtsammlung aus den letzten 150 Jahren deutscher Dichtung (Teil 3, [Schülerband])
  • Einband
  • Titelseite
  • Titelseite
  • Vorwort
  • Inhaltsverzeichnis
  • Autorenverzeichnis
  • Quellenverzeichnis
  • 4. Anfänge der Gedichte
  • [Lesestücke 1- 50]
  • [Lesestücke 51 -100 ]
  • [Lesestücke 101 - 150]
  • [Lesestücke 151 - 200]
  • [Lesestücke 201 - 250]
  • [Lesestücke 251 - 300]
  • [Lesestücke 301 - 350]
  • [Lesestücke 351 - 400]
  • [Lesestücke 401 - 450]
  • [Lesestücke 451 - 479]
  • Anhang
  • Inhaltsverzeichnis des Anhangs
  • Einband

Volltext

Meyer. 
232 
5. Ellid heißt der wackre Jager, 
Stark von Wuchs und fest im Bug, 
Welcher mich ins Nömerlager 
Mit gewalt'gen Sprüngen trug . . . 
Der zum Opfer ich gegeben 
Mich für meines Volkes Leben! 
6. Dreimal flog ich um im Kreise, 
In der Faust des Schwertes Blitz, 
Noch im Lauf, nach Gallier Weise, 
Sprang ich ab vor Cäsars Sitz . . . 
Schwarzer Ellid, zu den Toten 
Send' ich dich als meinen Boten! 
7. Wie er mir ins Antlitz schnaubte, 
Stieß ich, Blick versenkt in Blick, 
Hinter seinem mächt'gen Haupte 
Stracks das Schwert ihm durchs Genick. . . 
Daß mir eines Rosses Ehre 
Mangle nicht im Geisterheere. 
8. Ellid sprengt seit langen Jahren 
Mitten in der bleichen Jagd, 
Wann daheim die Toten fahren 
Durch die Wälder, bis es tagt . . . 
Sehn sie meinen led'gen Renner, 
Wundern sich die stillen Männer . . . 
9. Lange Jahre lag gebunden 
Ich in feuchter Kerkergruft — 
Kettenschwere, dumpfe Stunden — 
Endlich wieder Tag und Luft — 
Ellid, schwarzer Ellid, spute 
Dich! Du witterst, wo ich blute. 
10. Heute endlich! Endlich heute! 
Wenn der Kahle schwelgt am Mahl, 
Würgt er seine Siegesbeute. 
Mit dem letzten müden Strahl, 
Wenn die Sonne niedergleitet, 
Wird mir Block und Beil bereitet. 
11. Henker, nimm das Beil zu Händen! 
Nicht das Beil? ... So nimm den Strang! 
Droßle mich! Nur enden, enden! 
Letzte Schmach! Sie währt nicht lang. . 
Ellids kurzes Hufgestampfe 
Dröhnt in meinem Todeskampfe! 
12. Sterbend pack' ich Ellids Haare, 
Ein Befreiter, spring' ich auf, 
Fahre, schwarzer Ellid, fahre! 
Nach der Heimat nimm den Lauf! 
Wogen tosen! Rhodans Stimme! 
In den Strom, mein Tier, und schwimme!" 
13. Cäsars Schimmel blähn die Nüstern. 
„Ave Triumphator!" schallt. 
Des Gebnndnen Lippen flüstern: 
„In der Heimat bin ich bald! 
Ellid mit gestrecktem Jagen 
Wird mich nach der Heimat tragen!" 
Gedichte. S. 240 ff. 
291. Der Gesang der Parze. 
1. In der Wiege schlummert ein schönes Römerkind, 
Die graue Parze sitzt daneben und spinnt. 
Sie schweigt und spinnt. Doch ist die Mutter fort, 
So singt die Parze murmelnd ein dunkles Wort: 
2. „Jetzt liegst du, Kiudlein, noch in der Traumesruh'; 
Bald, kleine Claudia, spinnest am Rocken du — 
Du wachsest rasch und entwächst den Kleidlein bald! 
Du wachsest schlank! Du wirst eine Wohlgestalt! 
3. Die Fackel lodert und wirft einen grellen Schein, 
Sie kleiden dich mit dem Hochzeitsschleier ein! 
Die Knaben hüpfen empor am Festgelag 
Und scherzen ausgelassen zum ernsten Tag. 
4. Eine Herrin wandelt in ihrem eignen Raum, 
Und ihre Mägd' und die Sklaven atmen kaum.
	        

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Zitierempfehlung

Puls, Alfred. Gedichtsammlung Aus Den Letzten 150 Jahren Deutscher Dichtung. Gotha: Thienemann, 1897. Print.
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