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Lehrbuch der deutschen Geschichte

Bibliografische Daten

Monografie

Persistenter Identifier:
PPN637356926
URN:
urn:nbn:de:0220-gd-7348415
Titel:
Lehrbuch der deutschen Geschichte
Signatur:
HDR-II 7(1,1874)
Autor*in:
Gutmann, Karl Andreas
Erscheinungsort:
Erlangen [u.a.]
Verlag:
Deichert
Dokumenttyp:
Monografie
Sammlung:
Geschichtsschulbücher Kaiserreich
Erscheinungsjahr:
1874
Ausgabenbezeichnung:
[Electronic ed.]
Copyright:
Georg-Eckert-Institut - Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung
Sprache:
Deutsch
Untertitel:
in Verbindung mit der Geschichte Bayerns ; nebst einer kurzen Übersicht der Geschichte der Alten Welt

Kapitel

Titel:
II. Deutsche und bayrische Geschichte
Dokumenttyp:
Monografie
Strukturtyp:
Kapitel

Kapitel

Titel:
C. Die neuere deutsche und bayerische Geschichte von der Reformation bis auf die Gegenwart, 1517-1873
Dokumenttyp:
Monografie
Strukturtyp:
Kapitel

Kapitel

Titel:
a. Deutsche Geschichte
Dokumenttyp:
Monografie
Strukturtyp:
Kapitel

Inhaltsverzeichnis

Inhalt

  • Lehrbuch der deutschen Geschichte
  • Einband
  • Titelseite
  • Vorwort
  • Inhaltsverzeichnis
  • I. Übersicht der Geschichte der alten Welt
  • A. Die Völker des Morgenlandes
  • B. Griechische Geschichte
  • II. Deutsche und bayrische Geschichte
  • A. Die älteste deutsche und bayrische Geschichte bis zur Gründung des deutschen Reiches im Vertrage zu Verdun, 843 n. Chr.
  • B. Die mittlere deutsche und bayerische Geschichte vom Vertrage zu Verdun bis zur Reformation, 843-1517
  • C. Die neuere deutsche und bayerische Geschichte von der Reformation bis auf die Gegenwart, 1517-1873
  • a. Deutsche Geschichte
  • b. Bayerische Geschichte
  • Anhang. Ueberblick der Geschichte der wichtigsten, im 19. Jahrhundert zu Pfalz-Bayern gekommenen Gebiete
  • Synchronistische Uebersicht der wichtigsten Ereignisse aus der deutschen und der bayerischen Geschichte
  • Die deutschen Kaiser, nach der Regierungszeit und den Regentenhäusern geordnet
  • Stammtafel
  • Aussprache fremder Namen
  • Sinnstörende Druckfehler
  • Einband

Volltext

218 §■ 92—93. Die neuere deutsche Geschichte. VII. Periode, 1806—1871. 
bcn Sieg bes Engländers Wellington (in der Schlacht bei Vitto¬ 
ri a bcn 21. Juni 1813) ans Spanien vertrieben wurden. Der Rhein- 
bnnb löste sich auf, besgleicheu bas Königreich Westfalen, sowie die 
Großherzogthümer Frankfurt und Berg. Die verbannten deutschen 
Fürsten kehrten wieder in ihre Länder zurück und die Franzosen räum- 
teu die deutschen Festungen; doch blieb die Stadt Hamburg noch bis 
zum Mai 1814 in Davonst's Händen. 
1814 ß. Im Anfange bes Jahres 1814 rückten bic Heere der Verbün- 
Rhewübcr- deten in Frankreich ein: bie sog. große oder böhmische Armee unter 
gang Blüchers. Schwarzenberg gieng bei Basel, das schlesische Heer unter Blü- 
cher, den sein König zum Fürsten von Wahlstatt erhoben hatte, bei 
Mannheim, An6 und Coblenz (1. Jan. 1814) über den Rhein, 
während die Nordarmee unter Bülow durch Belgien vordrang. 
Blücher wurde zwar von Napoleon bei Brienue sur Aub e (29. Jan. 
1814) zurückgedrängt, vereinigte sich aber mit Schwarzenberg und siegte 
über Napoleon bei la Rothiere (1. Febr.) 
Nach einigen siegreichen Gesechten Napoleons gegen Blücher boten 
ihm die Verbündeten noch einmal den Frieden an (zu Chatillou den 
14. Febr.), den er aber verwarf. Jetzt vereinigte sich Blücher auch 
mit Bülow, siegte bei Laou (9. März) über Napoleon und Mar- 
mout, und nun rückten die Verbündeten weiter gegen Paris vor, wäh- 
rend Napoleon in ihrem Rücken den Krieg nach dem Rhein zu ver- 
setzen gedachte. Er wandte sich gegen das Hauptheer unter Schwar- 
zenberg, der schon am 27. Febr. den Marschall Ondinot bei Bar- 
sur Aittie mit Verlust zurückgedrängt hatte, und verlor gegen Schwar- 
zenberg die Schlacht bei Ar eis sur A ub e (den 20. u. 21. März), 
vier Tage vorder Schlacht bei la Fere-Ehampcnoise (25. März), 
in welcher die Marschälle Marmont und Mortier noch einmal, 
aber vergeblich, versuchten, den Verbündeten Widerstand zu leisten. 
7. Nach Erstürmung der Höhen des Montmartre (30. März) 
1814 erfolgte die (Kapitulation der Hauptstadt, und am 31. März 1814 hiel- 
Einzug Är ten Kaiser Alexander, König Friedrich Wilhelm III. und Fürst Schwar- 
Sn^aris'" zenberg ihren Einzug in Paris. Unter dem Vorsitze Talleyrand s, 
des früheren Ministers Napoleons, erklärte der Senat Napoleon und 
seine Familie des Thrones für verlustig (1. April), und dieser entsagte 
zu Fontaineblean (11. April) anfangs zu Gunsten seines Sohnes, 
dann unbedingt der Krone von Frankreich und Italien, worauf ihm 
die Verbündeten die Insel Elba als souveränes Fürstenthum nebst 
2 Millionen jährlicher Rente auf Frankreich, seiner Gemahlin Louise 
aber die Herzogtümer Parma und Piacenza anwiesen. Am 20. April 
gieng Napoleon nach Elba ab. Den französischen Thron nahmen die 
Bourbonen mit Ludwig XYIII., dem Bruder des Hingerichteten Lud- 
1814 wig XVI., wieder ein, und am 30. Mai 1814 schlössen die alliirten 
i.^Pariser Mächte den ersten Pariser Frieden, wornach Frankreich die Grenzen 
5Ticbc- vom 1. Jan. 1792 nebst einigen Gebieten Savoyens und Belgiens er-
	        

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