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Geschichte des Mittelalters (Bd. 2)

Bibliografische Daten

Mehrbändiges Werk

Persistenter Identifier:
PPN637367022
URN:
urn:nbn:de:0220-gd-7363715
Titel:
Lehrbuch der Geschichte für Mittelschulen
Erscheinungsort:
München [u.a.]
Verlag:
Franz
Dokumenttyp:
Mehrbändiges Werk
Sammlung:
Geschichtsschulbücher Kaiserreich
Ausgabenbezeichnung:
Ausg. B: für neunkl. Anst.
Copyright:
Georg-Eckert-Institut - Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung

Band

Persistenter Identifier:
PPN637375823
URN:
urn:nbn:de:0220-gd-7365637
Titel:
Geschichte des Mittelalters
Signatur:
HDR-II 8(7,04)-2
Autor*in:
Stöckel, Hermann
Bandzählung:
Bd. 2
Erscheinungsort:
München [u.a.]
Verlag:
Franz
Dokumenttyp:
Band
Sammlung:
Geschichtsschulbücher Kaiserreich
Erscheinungsjahr:
1904
Ausgabenbezeichnung:
Ausg. B: für neunkl. Anst., 7., neu durchges. Aufl. [Electronic ed.]
Copyright:
Georg-Eckert-Institut - Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung
Sprache:
Deutsch

Kapitel

Titel:
B. Das Mittelalter 375-1492
Dokumenttyp:
Mehrbändiges Werk
Strukturtyp:
Kapitel

Kapitel

Titel:
3. Deutsche Fürsten- und Ländergeschichte 1250-1517
Dokumenttyp:
Mehrbändiges Werk
Strukturtyp:
Kapitel

Inhaltsverzeichnis

Inhalt

  • Lehrbuch der Geschichte für Mittelschulen
  • Geschichte des Mittelalters (Bd. 2)
  • Einband
  • Titelseite
  • Vorwort
  • Inhaltsverzeichnis
  • A. Das germanische Altertum 113 v.- 375 n. Chr.
  • B. Das Mittelalter 375-1492
  • I. Germanische Völker- und deutsche Stammesgeschichte 375-800
  • II. Reichsgeschichte 800-1250
  • 3. Deutsche Fürsten- und Ländergeschichte 1250-1517
  • Abriß der bayerischen Geschichte bis zum Ausgange des Mittelalters
  • Die Herzoge Bayerns bis 1180
  • Stammtafel
  • Zeittafel zur bayerischen Geschichte
  • Zeittafel zur Geschichte des Mittelalters
  • Werbung
  • Einband

Volltext

Adolf von Nassau. — Albrecht I. 105 
das Königtum zunächst zur Vermehrung der eigenen Haus- 
macht benützte. Dazu bot sich ihm in Mitteldeutschland eine Ge- 
legenheit. Dort war nämlich der verschwenderische Landgraf Albrecht 
der Entartete von Thüringen mit seinen Söhnen Friedrich und 
Diezmann zerfallen und verkaufte nun die eben seinem Hanse Adolfs 
durch Erbschaft zugefallene Mark Meißen au den König Adolf, der AAs" °n 
sie jedoch erst durch zwei Feldzüge gegen Friedrich und Diezmann Meißen, 
erobern mußte. Jetzt veräußerte deren verschwenderischer Vater auch 
die Nachfolge in Thüringen an den König und eröffnete so diesem die 
Aussicht auf Gründung einer starken Hausmacht im Herzen 
Deutschlands. Da Adolf aber zögerte die seinen Wählern ge- 
machten Versprechungen zu erfüllen, fetzten sich diese heimlich mit 
Rudolfs I. Sohne Albrecht von Österreich in Verbindung. Dieser 
hatte schon 1292 die Krone beansprucht und war nur widerwillig vor 
Adolf gewichen. Jetzt zog er mit einem Heere gegen den Rhein. 
Nachdem die Kurfürsten auf einer Versammlung zu Mainz dem 
Könige Vernachlässigung der Rechtspflege, Störung des Landfriedens 
und Kriegsgreuel zur Last gelegt und den König dreimal vor- 
gerufen hatten, erklärten sie den abwesenden Adolf für ab- Adolfs 
gesetzt und riefen den Herzog Albrecht von Österreich zum Absetzung. 
König aus. Adolf rückte gegen diesen heran uud traf das über- 
legene Heer Albrechts bei Göllheim am Donnersberg. In einem Göllheim 1298. 
Reitertreffen wurde Adolf von Nassau besiegt und fiel tapfer 
kämpfend in der Nähe seines Gegners 1298. 
Albrecht I. 1298-1308. 
Albrecht fühlte, daß die Art, wie er König geworden, nicht recht- 
mäßig genannt werden konnte, und ließ sich deshalb nach dem Falle 
seines Gegners nochmals in aller Form des Rechtes wählen. 
Auch er hatte seinen Wählern für die Zuwendung ihrer Stimmen Demütigung 
mit Übertragungen von Ämtern und Rechten zu danken. Bald jedoch der rheinischen 
verriet er, daß es ihm ernstlich um die Hebung des gesunkenen ursuyten. 
Königtums wie um die Verstärkung seiner Hausmacht 
zu tun war. Dem gegenüber schlössen sich die rheinischen Kur-^"^. 
fürsteu zusammen und machten Miene ihn abzusetzen. 
Aber Alb recht rief die Bürger der rheinischen Städte auf 
und erklärte in einem Manifest aus Speier 1301, daß etliche 
Fürsten die alten Zölle über Gebühr erhöht und überdies 
noch neue von den Bürgern und Angehörigen des Reiches zu erpressen 
gewagt hätten, weshalb alle Zölle mit Ausnahme der von 
Kaiser Friedrich II. bestätigten aufgehoben und ver- 
boten sein sollten. Für diese Förderung des freien Handels auf 
dem Rhein strömten so große Kriegsscharen aus den dortigen Städten 
dem Könige zu, daß er die widerspenstigen Kurfürsten einen
	        

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Stöckel, Hermann. Geschichte Des Mittelalters. München [u.a.]: Franz, 1904. Print.
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