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Siebentes und achtes Schuljahr (A)

Bibliographic data

Monograph

Persistent identifier:
PPN640029906
URN:
urn:nbn:de:0220-gd-7530181
Title:
Handbuch für den Unterricht in der brandenburgisch-preußischen Geschichte
Shelfmark:
HDH-II 11(2,1895)L
Author:
Schiffels, Josef
Place of publication:
Paderborn
Publisher:
Schöningh
Document type:
Monograph
Collection:
History textbooks, imperial Germany
Publication year:
1895
Edition title:
2. Aufl. [Electronic ed.]
Copyright:
Georg-Eckert-Institut - Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung
Language:
German
Subtitle:
nach Maßgabe der neuesten Bestimmungen zunächst zum Gebrauch für Lehrer an Volksschulen ; mit ausgiebiger Berücksichtigung des Lesebuches, der "Ergänzungen I", der vaterländischen Poesie und der Quellenstoffe

Chapter

Title:
Friedrich II., der Große
Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter

Contents

Table of contents

  • Weltkunde
  • Binder
  • Title page
  • Advertising
  • Vorwort
  • Vorwort zur sechsten Auflage
  • Inhalts-Verzeichnis
  • Erste Abtheilung. Geographie
  • I. Die Heimat
  • II. Die Erde im allgemeinen
  • III. Europa
  • IV. Asien
  • V. Afrika
  • VI. Amerika
  • VII. Australien
  • VIII. Die Erde als Weltkörper. (Astronomische oder mathematische Geographie.)
  • Zweite Abtheilung. Geschichte
  • Dritte Abtheilung. Naturgeschichte
  • I. Der Mensch
  • II. Zoologie
  • III. Botanik
  • IV. Mineralogie
  • Vierte Abtheilung. Physik und Chemie
  • A. Physik
  • B. Chemie
  • Binder

Full text

Das Obere Mgebirge. 
47 
in ihrem Vorhandensein bis Zschopau urkundlich festgestellt, wie sie weiter verlief, 
ist nicht genau bekannt. Andere Straßen führten von Zöblitz über Rübenau nach 
Görkan, von Marienberg über Reitzenhain, Bastelberg (Sebastiansberg) nach 
Komotau, von Zschopau über Mildenau, Jöhstadt nach Preßnitz. Auch Küh- 
berg war schon frühzeitig ein wichtiger Lckraßenpunkt. Alle diese Straßen 
dienten nicht nur friedlichen Zwecken, oft sind Kriegsheere auf ihnen hin gezogen 
und haben sich plündernd in die nächsten Marken ergossen. Ferner wird 
Wolkensteiu als an einer Straße nach Preßnitz liegend erwähnt, welche vielleicht 
von Wolkenstein nach Chemnitz über Erfenschlag ging. Christian Lehmann 
gedenkt auch eines Weges nach Satzung. Von der Frankenstraße zweigte in 
Oederan die sogenannte alte Salzstraße nach Süden ab, welche Freiberg und 
Sayda berührte und in Brüx Anschluß an die nordböhmische Handelsstraße 
fand. Sayda war schon 1210 eine Zoll- und Gerichtsstätte und das nahe 
gelegene Schloß Purschenstein findet schon 1213 Erwähnung. Eine andere 
Straße ging schon in alter Zeit von Freiberg über Frauenstein nach Teplitz. 
Freilich waren dies alles nicht Straßen im heutigen Sinne, sie folgten meist 
weder den Höhenzügen, noch den Thälern, sondern gingen bergauf, bergab, wie 
gerade das Gebiet es ergab. Infolgedessen waren die Wege sehr beschwerlich, 
und die Gefahren, die sie an sich boten, wurden noch durch die Unsicherheit 
vermehrt, die durch allerlei Räuber und Buschklepper entstand. So blieb es 
bis in das 15. Jahrhundert. Allmählich wurden die Straßen besser, sie wurden 
vermessen und ordentlich in Stand gehalten, bis aus ihnen die prächtigen 
Kunststraßen wurden, deren wir uns heute erfreuen. Nach Dr. Simon. 
34. Die Fasse -es Erzgebirges. 
Die größeren Städte und Verkehrsmittelpunkte am Fuße des höheren 
Erzgebirges verdanken ihre Entstehung nicht den Verkehrsstraßen. Es haben 
vielmehr die Städte, die ursprünglich Mittelpunkte der Kultur fruchtbarer Land¬ 
striche oder ergiebiger Bergbaugebiete waren, mit der Zeit bewirkt, daß sich aus 
der Fülle möglicher Straßen bestimmte Gruppen ausschieden. 
Über den Kamm des Erzgebirges bestanden schon sehr früh verschiedene 
Übergangspunkte. So bestand ein wichtiger Gebirgsübergang des Passes von 
Dohna am Mückenberge. Der Name des „Langenbrückeberges" bei Häselich 
scheint darauf hinzuweisen, daß sumpfige Strecken durch Knüppeldämme wegsam 
gemacht waren. Die Pirnaer Straße kreuzte das Gottleubathal und erreichte 
Nollendorf. Die Straßen bestanden, bevor Dresden 1455 das Niederlagsrecht 
für die nach Böhmen gehenden Güter erhalten hatte. Freiberg ist ebenfalls 
jünger als die Gebirgsübergänge im Quellgebiete der östlichen Mulde und 
Flöha. Der Verkehr zog sich hier über den Paß von Sayda. Diese auf dem 
hohen Gebirge gelegene Stadt mußte als ein Rnhepunkt und wahrscheinlich auch 
als ehemalige Grenz- und Zollstätte einzig durch die Straße nach Böhmen an 
Bedeutung gewinnen. Übergangspunkte von Chemnitzer Straßen waren die 
Pässe von Reitzenhain und Preßnitz. Es gab noch eine Anzahl Straßen, in 
der sich die Chemnitzer Straße fächerartig spaltete. 
Während im östlichen Gebirge auf böhmischer Seite die Stadt Teplitz 
einen Teil der Straßen auf sich lenkte, fehlte nach Westen ein solcher Mittel¬ 
punkt. So überschritten die von Chemnitz kommenden und nach Prag Reisenden 
die Eger an einem andern Punkte als die, welche das westliche Böhmen be¬
	        

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Grohmann, Max. Das Obererzgebirge. Annaberg: Graser, 1900. Print.
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