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Handbuch für den Unterricht in der brandenburgisch-preußischen Geschichte

Bibliografische Daten

Monografie

Persistenter Identifier:
PPN640029906
URN:
urn:nbn:de:0220-gd-7530181
Titel:
Handbuch für den Unterricht in der brandenburgisch-preußischen Geschichte
Signatur:
HDH-II 11(2,1895)L
Autor*in:
Schiffels, Josef
Erscheinungsort:
Paderborn
Verlag:
Schöningh
Dokumenttyp:
Monografie
Sammlung:
Geschichtsschulbücher Kaiserreich
Erscheinungsjahr:
1895
Ausgabenbezeichnung:
2. Aufl. [Electronic ed.]
Copyright:
Georg-Eckert-Institut - Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung
Sprache:
Deutsch
Untertitel:
nach Maßgabe der neuesten Bestimmungen zunächst zum Gebrauch für Lehrer an Volksschulen ; mit ausgiebiger Berücksichtigung des Lesebuches, der "Ergänzungen I", der vaterländischen Poesie und der Quellenstoffe

Kapitel

Titel:
Friedrich Wilhelm III.
Dokumenttyp:
Monografie
Strukturtyp:
Kapitel

Kapitel

Titel:
F. Der erste Freiheitskrieg. 1813 und 1814
Dokumenttyp:
Monografie
Strukturtyp:
Kapitel

Inhaltsverzeichnis

Inhalt

  • Handbuch für den Unterricht in der brandenburgisch-preußischen Geschichte
  • Einband
  • Titelseite
  • Vorwort zur ersten Auflage
  • Benutzte Quellen
  • Inhaltsverzeichnis
  • Albrecht der Bär
  • Brandenburg wird ein Kurfürstentum und kommt an die Hohenzollern
  • Kurfürst Friedrich I.
  • Die übrigen Kurfürsten bis auf Friedrich Wilhelm
  • Friedrich Wilhelm, der große Kurfürst
  • Friedrich I.
  • Friedrich Wilhelm I.
  • Friedrich II., der Große
  • B. Der erste schlesische Krieg
  • D. Der siebenjährige Krieg
  • Friedrich Wilhelm II. und die französische Revolution
  • Friedrich Wilhelm III.
  • C. Preußens Wiedergeburt
  • F. Der erste Freiheitskrieg. 1813 und 1814
  • Friedrich Wilhelm IV.
  • Drei Erfindungen
  • Wilhelm I.
  • C. Der dänische Krieg. 1864
  • E. Der deutsch-französische Krieg. 1870/71
  • Friedrich III.
  • Wilhelm II.
  • Einband

Volltext

- 190 — 
fech. Ü. 1. Das Volk steht auf. 2. Wie brachten die nicht wehrfähigen 
Preußen Opfer für ihr Vaterland? 3. Der 16. und 17. Marz 1813. 4. Preußens 
Volk im Jahre 1807 und 1813, ein Vergleich. 
F. Z)er erste AreiheitsKrieg. 1813 und 1814.*) 
1 Der Beginn des Krieges. — Napoleon hatte schon gleich nach 
seinem unglücklichen Rückzüge aus Rußland sich in Frankreich ein großes 
Heer von 350 000 Mann gesammelt, zu dem nach der Kriegserklärung 
Preußens noch 180 000 Mann ausgehoben wurden; auch die Rheinbund- 
fürsten mußten von neuem ihre vertragsmäßigen Hilfstruppen zum Kampfe 
gegen die deutschen Brüder stellen. Mit einem großen Teile des neuen 
Heeres zog Napoleon nun über den Rhein gegen die verbündeten Preußen 
und Russen. In seinem Hochmut prahlte er: „Und wenn die Feinde vor 
Paris ständen, so will ich doch kein Dors von meinen Eroberungen her- 
ausgeben; der preußische Name soll ganz ausgelöscht werden aus der Reihe 
der Völker." So ließ er am 31. März verkünden. An demselben Tage 
des folgenden Jahres rückten die Preußen siegreich in Paris ein, und 
wenige Tage nachher wurde Napoleon des Thrones verlustig erklärt. So 
hat es der Herr gewollt! Der König von Sachsen hatte sich noch nicht 
entschieden, auf welche Seite er treten sollte. Um ihn zum Anschluß zu 
zwingen, zogen die Verbündeten nach Sachsen. Auch Napoleon war viel 
an diesem Lande gelegen, und er rückte daher ebenfalls dahin.^ Am 30. 
April überschritt sein Heer die Saale, um über Leipzig nach Dresden zu 
gelangen und hier die erste große Schlacht gegen die Preußen und Russen 
zu schlagen. Diese aber wollten ihn so weit nicht kommen lassen, sondern 
schon unterwegs angreifen. Am Abend des 1. Mai kam Napoleon in 
Lützen (südwestl. von Leipzig) an und bezog daselbst sein Hauptquartier. 
Am folgenden Tage marschierte sein Heer in der Richtung nach Leipzig. 
Den kleinern Teil desselben führte der Marschall Ney, während die Haupt- 
masse unter Napoleon stand. Bei Großgörschen (unweit Lützen) kam es 
an diesem Tage (2. Mai) zu einer mörderischen Schlacht, in welcher das 
junge Blut des deutschen Freiwilligen die Feuertaufe empfing. Die preußi- 
schen Krieger kämpften mit einer solchen Tapferkeit und Todesverachtung, 
daß Napoleon nur mit Mühe das Schlachtfeld behauptete.2 Scharnhorst 
erhielt hier seine Todeswunde. ^ Napoleon zwang den König von Sachsen, 
die Streitkräfte seines Landes ihm zu überliefern; er hatte aber auch 
erkannt, daß Preußens Truppen ein ganz anderer Geist beseelte als 1806. 
Die Verbündeten zogen sich in größter Ruhe und Ordnung über die Elbe 
zurück. Damit aber niemand dies als eine Flucht deuten sollte, redete 
*) Für zwei Stunden.
	        

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Schiffels, Josef. Handbuch Für Den Unterricht in Der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte. Paderborn: Schöningh, 1895. Print.
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