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Handbuch für den Unterricht in der brandenburgisch-preußischen Geschichte

Bibliografische Daten

Monografie

Persistenter Identifier:
PPN640029906
URN:
urn:nbn:de:0220-gd-7530181
Titel:
Handbuch für den Unterricht in der brandenburgisch-preußischen Geschichte
Signatur:
HDH-II 11(2,1895)L
Autor*in:
Schiffels, Josef
Erscheinungsort:
Paderborn
Verlag:
Schöningh
Dokumenttyp:
Monografie
Sammlung:
Geschichtsschulbücher Kaiserreich
Erscheinungsjahr:
1895
Ausgabenbezeichnung:
2. Aufl. [Electronic ed.]
Copyright:
Georg-Eckert-Institut - Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung
Sprache:
Deutsch
Untertitel:
nach Maßgabe der neuesten Bestimmungen zunächst zum Gebrauch für Lehrer an Volksschulen ; mit ausgiebiger Berücksichtigung des Lesebuches, der "Ergänzungen I", der vaterländischen Poesie und der Quellenstoffe

Kapitel

Titel:
Drei Erfindungen
Dokumenttyp:
Monografie
Strukturtyp:
Kapitel

Inhaltsverzeichnis

Inhalt

  • Handbuch für den Unterricht in der brandenburgisch-preußischen Geschichte
  • Einband
  • Titelseite
  • Vorwort zur ersten Auflage
  • Benutzte Quellen
  • Inhaltsverzeichnis
  • Albrecht der Bär
  • Brandenburg wird ein Kurfürstentum und kommt an die Hohenzollern
  • Kurfürst Friedrich I.
  • Die übrigen Kurfürsten bis auf Friedrich Wilhelm
  • Friedrich Wilhelm, der große Kurfürst
  • Friedrich I.
  • Friedrich Wilhelm I.
  • Friedrich II., der Große
  • B. Der erste schlesische Krieg
  • D. Der siebenjährige Krieg
  • Friedrich Wilhelm II. und die französische Revolution
  • Friedrich Wilhelm III.
  • C. Preußens Wiedergeburt
  • F. Der erste Freiheitskrieg. 1813 und 1814
  • Friedrich Wilhelm IV.
  • Drei Erfindungen
  • Wilhelm I.
  • C. Der dänische Krieg. 1864
  • E. Der deutsch-französische Krieg. 1870/71
  • Friedrich III.
  • Wilhelm II.
  • Einband

Volltext

— 261 — 
indem er dasselbe zum Gehilfen des Telegraphen gemacht hat. In Städten und 
größeren Dörfern, welche nicht an der Eisenbahn liegen, hat er Telephone aufstellen 
lassen, welche die gesprochenen Depeschen der nächsten Telegraphenstation übermitteln, 
damit sie von da weiter befördert werden. Auch stehen heute schon eine ganze Anzahl 
von deutschen Großstädten unter sich und mit Berlin in telephonischer Verbindung. 
In Verbindung mit dem Telephon ist das Mikrophon imstande, auch das leiseste 
Geräusch auf eine ziemliche Entfernung hin für das Ohr vernehmbar zu machen. Manche 
Mikrophone sind so empfindlich, daß selbst die Fußbewegungen einer Fliege, welche auf 
dein Instrumente ihren Spaziergang macht, deutlich zu hören sind. 
Der Erfinder des Telephons ist der deutsche Lehrer Philipp Reis (geb. 1834 in 
Gelnhausen), der seine ersten Versuche in Friedrichsdorf bei Homburg anstellte. Große 
Verdienste um die Verbesserung erwarben sich der Amerikaner Graham Bell und der 
Deutsche Siemens, dessen Fernsprecher in der deutschen Reichs - Telegraphenverwaltung 
allgemein zur Anwendung gelangt ist: doch bleibt weiteren Verbesserungen noch ein 
großes Feld. (Nach Runkwitz.) 
Wilhelm I. (1861—1888). 
A. Wis zu seiner Thronbesteigung.*) 
1. Seine Kindheit. — Kaiser Wilhelm I., der Großvater unseres 
Kaisers, wurde geboren am 22. März 1797 in dem kronprinzlichen Schlosse 
zu Berlind In der Taufe (am 3. April) erhielt er die Namen Friedrich 
Wilhelm Ludwig, wurde aber stets nur Prinz Wilhelm genannt. Sein 
Vater war der König Friedrich Wilhelm III. und seine Mutter die un- 
vergeßliche Königin Luise. Ihm war das große Glück beschieden, an einem 
einfachen, edlen, frommen und überaus glücklichen Familienleben teilzunehmen. 
Ein treues Mutterherz leitete seine erste Erziehung. Wie Luise ihre Auf- 
gäbe als Mutter auffaßte, erkennen wir aus den Worten, die sie an ihren 
Vater schrieb. Dieselben lauten: „Meine Sorgfalt ist meinen Kindern 
gewidmet für und für, und ich bitte Gott täglich, daß er sie segnen und 
seinen guten Geist nicht von ihnen nehmen möge." Wer das reich gesegnete 
Leben des großen Fürsten überblickt, wird überzeugt, daß Gott Luisens 
Gebet erhört hat. Die Königin pflanzte frühzeitig Mitleid und Erbarmen 
in das Herz ihrer Kinder. Sie sah es gerne, wenn diese wohlthätig gegen 
Arme und Notleidende waren. In seiner Jugend war Prinz Wilhelm 
schwächlich, was bei den Eltern mancherlei Besorgnis erregte. Er war oft 
krank und mußte mit besonderer Sorgfalt gehütet und gepflegt werden. 
Wer hätte glauben sollen, daß aus dem schwachen Knaben ein so kräftiger 
Mann werden würde, der noch in seinem Greisenalter mächtige Feinde 
niederwarf und Deutschlands Einheit und Macht begründete!2 Prinz 
*) Stoff für zwei Stunden.
	        

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Zitierempfehlung

Schiffels, Josef. Handbuch Für Den Unterricht in Der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte. Paderborn: Schöningh, 1895. Print.
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