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[Kursus 2] (Kursus 2 = (Oberstufe))

Bibliografische Daten

Mehrbändiges Werk

Persistenter Identifier:
PPN640053181
URN:
urn:nbn:de:0220-gd-7540930
Titel:
Bausteine für den Geschichtsunterricht in der evangelischen Landschule
Autor*in:
Fritzsche, Richard
Erscheinungsort:
Altenburg
Verlag:
Pierer
Dokumenttyp:
Mehrbändiges Werk
Sammlung:
Geschichtsschulbücher Kaiserreich
Copyright:
Georg-Eckert-Institut - Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung
Sprache:
Deutsch
Untertitel:
eine Handreichung für Lehrer und Seminaristen

Band

Persistenter Identifier:
PPN640053459
URN:
urn:nbn:de:0220-gd-7540942
Titel:
[Kursus 2]
Signatur:
HDH-II 10(1,1897)L
Autor*in:
Fritzsche, Richard
Bandzählung:
Kursus 2 = (Oberstufe)
Erscheinungsort:
Altenburg
Verlag:
Pierer
Dokumenttyp:
Band
Sammlung:
Geschichtsschulbücher Kaiserreich
Erscheinungsjahr:
1897
Ausgabenbezeichnung:
[Electronic ed.]
Copyright:
Georg-Eckert-Institut - Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung
Sprache:
Deutsch

Kapitel

Titel:
(Zweites Jahr)
Dokumenttyp:
Mehrbändiges Werk
Strukturtyp:
Kapitel

Kapitel

Titel:
III. Aus der Zeit des großen Königs
Dokumenttyp:
Mehrbändiges Werk
Strukturtyp:
Kapitel

Inhaltsverzeichnis

Inhalt

  • Bausteine für den Geschichtsunterricht in der evangelischen Landschule
  • [Kursus 2] (Kursus 2 = (Oberstufe))
  • Einband
  • Titelseite
  • Vorwort
  • Inhaltsverzeichnis
  • (Erstes Jahr)
  • (Zweites Jahr)
  • I. Aus der Zeit der Reformation
  • II. Aus der Zeit des großen Krieges
  • III. Aus der Zeit des großen Königs
  • IV. Aus der Franzosenzeit
  • V. Aus der Zeit der Einigung
  • Werbung
  • Einband

Volltext

— 166 — 
Marschen heran. Bei Zorndorf, in der Nähe von Küstrin, traf er mit 
den Feinden zusammen. Es war eine furchtbare Blutarbeit. Die zum 
Teil betrunkenen Russen kämpften mit außerordentlicher Zähigkeit, und 
so entstand ein wildes Gemetzel, das den ganzen Tag währte. Anfangs 
wurden die Preußen zurückgedrängt; aber Seydlitz war mit seiner Reiterei 
unermüdlich, das zurückgeworfene Fußvolk zu befreien und die Feinde zu 
verwirren. Ein neuer Ansturm vollendete den Sieg. — Welche Folgen 
hatte dieser neue Sieg? Jetzt waren auch die Russen besiegt; 
Brandenburg war von ihnen gesäubert und die Gefahr, in der Berlin 
geschwebt, war beseitigt. 
Ob durch diesen neuen Sieg die Österreicher entmutigt 
wurden? 
Wie hatten sie Friedrichs Abwesenheit ausgenutzt? Sie 
waren in Sachsen eingedrungen, zu dessen Schutze Prinz Heinrich zurück- 
geblieben war. Dieser mußte sich nach Dresden zurückziehen, das 
die Österreicher nun belagerten. — Warum konnten sie es nicht er- 
obern? Friedrich eilte, nachdem er die Russen besiegt, nach Sachsen. 
Die Nachricht von Friedrichs Ankunft vernichtete den Plan der Feinde. 
Sie zogen von Dresden ab und rückten nach der Lausitz. Daun vermied 
sorgfältig ein Treffen. — Inwiefern wurde dies Zögern für 
Friedrich gefahrvoll? Er wollte Daun zu einer Schlacht zwingen 
und bezog bei Hochkirch ein Lager. Obgleich dasselbe unhaltbar war, 
blieb der Könige hier; denn er glaubte nicht an einen Angriff von feiten 
Dauns, da die Österreicher ihn überhaupt noch nicht angegriffen hatten. 
(„Sie fürchten sich vor uns mehr als vor dem Galgen.") Diese Un- 
Vorsichtigkeit aber und diese Geringschätzung der Feinde gereichte ihm zum 
größten Nachteile. Er wurde überfallen und verlor fast ein Viertel 
seines Heeres, sowie das sämtliche Geschütz und den größten Teil des 
Gepäcks. — Wie kam es, daß diese Niederlage ohne weitere 
schlimme Folgen war? Friedrich verlor den Mut nicht; durch ge- 
schickte Märsche wußte er die Österreicher zu umgehen und nach Schlesien 
sich zurückzuziehen. Er zog neue Verstärkungen an sich heran, versorgte 
sein Heer mit den fehlenden Kriegsbedürfnissen und wandte sich gegen 
die Österreicher in Schlesien. Es gelang ihm Schlesien zu säubern; 
dann zog er nach Sachsen zurück und zwang Daun zum Rückzug nach 
Böhmen. — Zusammenfassung: Wie Friedrich den Krieg siegreich 
führte. (1756—58). 
Überblick: 1. Die Ereignisse. 
1756: Einfall; Lobositz, Gefangennahme der sächsischen Armee. 
1757: Prag, Kollin, Roßbach, Leuthen. 
1758: Zorndorf. Hochkirch. 
2. Friedrichs Lage am Ende des Jahres 1758: Friedrich war 
Meister von der Elbe und Oder; alle vom Feinde besetzten Festungen 
waren zurückerobert. Friedrich war trotz der Niederlage bei Hochkirch 
Sieger geblieben. 
3. Wie war dies möglich gewesen? 
1. Friedrich war ein großer Feldherr. Wodurch hat er dies be- 
wiesen? — Friedrichs Pflichtgefühl, Vaterlandsliebe. Gottvertrauen, Mut, 
Tapferkeit, Entschlossenheit, Unerschrockenbeit, Ausdauer. 
2. Er hatte tüchtige Feldherren, die ihn unterstützten: Seydlitz.
	        

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Fritzsche, Richard. [Kursus 2]. Altenburg: Pierer, 1897. Print.
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