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[Kursus 2] (Kursus 2 = (Oberstufe))

Bibliografische Daten

Mehrbändiges Werk

Persistenter Identifier:
PPN640053181
URN:
urn:nbn:de:0220-gd-7540930
Titel:
Bausteine für den Geschichtsunterricht in der evangelischen Landschule
Autor*in:
Fritzsche, Richard
Erscheinungsort:
Altenburg
Verlag:
Pierer
Dokumenttyp:
Mehrbändiges Werk
Sammlung:
Geschichtsschulbücher Kaiserreich
Copyright:
Georg-Eckert-Institut - Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung
Sprache:
Deutsch
Untertitel:
eine Handreichung für Lehrer und Seminaristen

Band

Persistenter Identifier:
PPN640053459
URN:
urn:nbn:de:0220-gd-7540942
Titel:
[Kursus 2]
Signatur:
HDH-II 10(1,1897)L
Autor*in:
Fritzsche, Richard
Bandzählung:
Kursus 2 = (Oberstufe)
Erscheinungsort:
Altenburg
Verlag:
Pierer
Dokumenttyp:
Band
Sammlung:
Geschichtsschulbücher Kaiserreich
Erscheinungsjahr:
1897
Ausgabenbezeichnung:
[Electronic ed.]
Copyright:
Georg-Eckert-Institut - Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung
Sprache:
Deutsch

Kapitel

Titel:
(Zweites Jahr)
Dokumenttyp:
Mehrbändiges Werk
Strukturtyp:
Kapitel

Kapitel

Titel:
III. Aus der Zeit des großen Königs
Dokumenttyp:
Mehrbändiges Werk
Strukturtyp:
Kapitel

Inhaltsverzeichnis

Inhalt

  • Bausteine für den Geschichtsunterricht in der evangelischen Landschule
  • [Kursus 2] (Kursus 2 = (Oberstufe))
  • Einband
  • Titelseite
  • Vorwort
  • Inhaltsverzeichnis
  • (Erstes Jahr)
  • (Zweites Jahr)
  • I. Aus der Zeit der Reformation
  • II. Aus der Zeit des großen Krieges
  • III. Aus der Zeit des großen Königs
  • IV. Aus der Franzosenzeit
  • V. Aus der Zeit der Einigung
  • Werbung
  • Einband

Volltext

— 178 — 
Wir untersuchen nunmehr: 
III. Was hat der preußische Staat dem großen König 
zu danken? 
1. Welche Aufgabe hatte der große König sich gestellt? 
Sein Lebenswerk war der Sorge für sein Land, dem Wohle seines Volkes 
gewidmet. „Seitdem ich zur Handhabung der öffentlichen Geschäfte ae- 
langt bin. habe ich mich mit allen Kräften, welche die Natur mir der- 
liehen hat, und nach Maßgabe meiner geringen Einsichten bestrebt, den 
Staat, welchen ich die Ehre gehabt habe zu regieren, glücklich und blühend 
Zu machen. Ich habe Gesetze und Gerechtigkeit herrschen lassen, ich habe 
Ordnung und Pünktlichkeit in die Finanzen gebracht, ich habe in die 
Armee jene Manneszucht eingeführt, wodurch sie vor allen übrigen Truppen 
den Vorrang erhalten hat." (Aus dem Testament Friedrichs d. Gr.) 
2. Wie suchte nun Friedrich d. Gr. seine Aufgabe zu lösen? 
a) Seine Sorge für den Landesschutz: Vervollkommnung des Heeres- 
Wesens. 
t>) Seine Sorge für die Wohlfahrtspflege: Er legt hohe 
Steuern auf die ausländischen Erzeugnisse?c. Warum? Er will bei seinen 
Unterthanen Gewerbsinn und Gewerbthätigkeit wecken und heben. Was 
ist darüber zu urteilen? Es war zweckmäßig und sehr weise gehandelt; 
denn er erreicht dadurch das Aufblühen der einheimischen Industrie! 
Ein- und Ausfuhrverbote, Eingangszölle und Luxussteuern 
dienen dem Schutze der Industrie und des Gewerbes. — Er 
läßt die großen Brüche urbar machen, führt neue Gewächse ein, sorgt 
für die Hebung der Viehzucht ;c., beschränkt die Lasten der unterthänigen 
Bauern, gründet die „schleiche Landschaft" und ruft landwirtschaftliche 
Vereine ins Leben. Hebung der Bodenkultur und der Viehzucht, 
Unterstützung des Bauernstandes und Beschränkung der bäuer- 
liehen Lasten haben eine Ausdehnung der Landwirtschaft zur 
Folge und erhöhen ihre Einträglichkeit. — Er sorgt für die 
Bildung des Volkes — (Generallandschulreglement), weil er erkannt hat. 
daß ein Aufschwung auf wirtschaftlichem Gebiete ohne geistige Bildung 
unmöglich ist. Die Selbsterhaltung des Staates fordert die 
Bildung des Volkes. 
c) Sorge für den Rechtsschutz. Er schafft die Folter ab; verbessert 
die Rechtspflege (Wie?); Schaffung des selbständigen Richterstandes. Damit 
war der Grund gelegt zu dem modernen Rechtsstaat, dessen Stützen 
die Gleichheit vor dem Gesetz und die bürgerliche Freiheit sind. 
3. Was hat dies zur Folge? 
a) Der große König bedarf zur Ausführung seiner Maßregeln zahl- 
reicher Personen. Jeder einzelnen Person wird ein Amt übertragen. 
Welchen Vorteil gewährt diese Arbeitsteilung? Notwendigkeit und Auf- 
gäbe der Beamten! Die Beamten sind Diener des Staates, die 
ihr Amt im Auftrage und zum Wohle desselben verwalten, 
b) Um seine guten Absichten zum Wohle seines Volkes durchführen zu 
können, bedarf er großer Geldmittel. Deshalb muß er darauf sinnen, 
die Staatseinkünfte zu vermehren, dem Staate neue Einnahmequellen zu 
erschließen. Durch Zölle, Luxussteuern und Monopole suchte er die Ein- 
nahmen zu vermehren, weil die direkten Steuern zur Befriedigung der öffent- 
lichen Bedürfnisse nicht ausreichten. Die indirekten Steuern bilden
	        

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Fritzsche, Richard. [Kursus 2]. Altenburg: Pierer, 1897. Print.
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