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Geschichte der Neuzeit (Teil 3)

Bibliografische Daten

Mehrbändiges Werk

Persistenter Identifier:
PPN622714066
URN:
urn:nbn:de:0220-gd-6286038
Titel:
Johannes Bumüllers Lehrbuch der Weltgeschichte
Autor*in:
Widmann, Simon Peter
Erscheinungsort:
Freiburg im Breisgau
Verlag:
Herder
Dokumenttyp:
Mehrbändiges Werk
Sammlung:
Geschichtsschulbücher Kaiserreich
Copyright:
Georg-Eckert-Institut - Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung

Band

Persistenter Identifier:
PPN640319505
URN:
urn:nbn:de:0220-gd-7560138
Titel:
Geschichte der Neuzeit
Signatur:
00/NK 1100 B941-3(7)
Autor*in:
Bumüller, Johannes
Widmann, Simon Peter
Bandzählung:
Teil 3
Erscheinungsort:
Freiburg im Breisgau [u.a.]
Verlag:
Herder
Dokumenttyp:
Band
Sammlung:
Geschichtsschulbücher Kaiserreich
Erscheinungsjahr:
1897
Ausgabenbezeichnung:
7. Aufl [Electronic ed.]
Copyright:
Georg-Eckert-Institut - Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung
Sprache:
Deutsch

Kapitel

Titel:
Dritte Periode. Zeitalter der Kämpfe um bürgerliche und nationale Freiheit sowie um die Gesellschaftsordnung (1789 bis jetzt)
Dokumenttyp:
Mehrbändiges Werk
Strukturtyp:
Kapitel

Kapitel

Titel:
Zweiter Abschnitt. Zeitalter des gewerblichen, nationalen und socialpolitischen Aufschwungs (1815 bis jetzt)
Dokumenttyp:
Mehrbändiges Werk
Strukturtyp:
Kapitel

Kapitel

Titel:
B. Die Zeit von 1830-1848
Dokumenttyp:
Mehrbändiges Werk
Strukturtyp:
Kapitel

Inhaltsverzeichnis

Inhalt

  • Johannes Bumüllers Lehrbuch der Weltgeschichte
  • Geschichte der Neuzeit (Teil 3)
  • Einband
  • Deckblatt
  • Titelseite
  • Inhaltsverzeichnis
  • Erste Periode. Zeitalter der Glaubensspaltung (Reformation, 1517-1648). Religionskriege. Verfall Deutschlands. Frankreich und England die ersten Mächte in Europa
  • Zweite Periode. Das Zeitalter der unumschränkten Fürstenmacht (1648-1789)
  • Dritte Periode. Zeitalter der Kämpfe um bürgerliche und nationale Freiheit sowie um die Gesellschaftsordnung (1789 bis jetzt)
  • Erster Abschnitt. Zeitalter der französischen Revolution (1789-1815)
  • Zweiter Abschnitt. Zeitalter des gewerblichen, nationalen und socialpolitischen Aufschwungs (1815 bis jetzt)
  • A. Die Zeit von 1815-1830
  • B. Die Zeit von 1830-1848
  • C. Die neue Revolutionsperiode (von 1848 an)
  • Zeittafel der wichtigsten Begebenheiten
  • Regententafeln
  • Stammtafel
  • Stammtafel
  • Stammtafel
  • Einband

Volltext

530 Zeitalter der Kämpfe um bürgerliche und nationale Freiheit. 
verließ er sein Land, um in Frankfurt ungestört zu leben, und übergab die 
Regierung seinem Sohne Friedrich Wilhelm (gest. 1875 als letzter 
Kurfürst) als Mitregenten (September 1831). — Die nur gegen that- 
sächliche Übelstände, nicht gegen den Herrscher gerichteten Bewegungen im 
Königreich Sachsen beschwichtigte der greise König Anton auf dieselbe 
Weise, indem er den Prinzen Friedrich August zum Mitregenten an- 
nahm, die Errichtung von Bürgergarden und die Änderung der Verfassung 
gestattete. 
In Braunschweig lag Herzog Karl, der ältere Sohn des bei 
Quatrebras gefallenen Herzogs Friedrich Wilhelm, mit der hannöverischen 
Regierung, die während seiner Minderjährigkeit (bis 1823) die Vormundschaft 
geführt hatte, in langjährigem bittern Streite. Durch seine despotischen 
Launen erbitterte er den Adel, dessen Mitglieder er verfolgte, soweit sie an 
der vormundschaftlichen Regierung beteiligt gewesen, und die Offiziere, ent- 
fremdete sich auch die höhern Bürgerklassen durch seine Willkür. Kürzlich 
war er von einer Reise nach Paris zurückgekehrt, durch die Julirevolution 
heimgetrieben. Als er am Abend des 6. September 1830 aus dem Theater 
nach Hause fuhr, ward er mit Geschrei und Steinwürfen begrüßt; größere 
Massen schlössen sich als Zuschauer dem johlenden Hausen an; das Militär 
blieb dem Strudel aus dem Wege. So drang ein Trupp in das Schloß 
und steckte dasselbe nach der Flucht des Herzogs in Brand. Umsonst schickte 
Karl von Frankfurt a. M. aus alle möglichen Verheißungen. Unter Zu- 
ftimmung der Agnaten, des Hauses Hannover, und mit Genehmigung des 
Bundestages übernahm sein jüngerer Bruder Wilhelm hie Regierung des 
Herzogtums, welches 1832 eine geänderte Verfassung erhielt und in den 
hannöverisch-oldenburgischen Handels-, Zoll- und Postverein trat. 
In Hannover veranlaßten Unruhen im Anfange des Jahres 1831 den 
Rücktritt des erften Ministers, des Grafen Münster. Der Generalgouverneur, 
der liberale Herzog von Cambridge, betoog den König Wilhelm IV. gleich- 
falls zu einer Verfassungsänderung, welche dem Bürger- und Bauernstand 
eine angemessene Vertretung auf dem Landtage verschaffte. 
Zu einzelnen Tumulten gab hie und da die Cholera Veranlassung, 
weil das gemeine Volk vielfach den Wahn hegte, die Krankheit werde ab- 
sichtlich verbreitet, um das Proletariat zu vermindern. Der Fall von Warschau 
wirkte bezüglich der Aufstandsgelüste auch in Deutschland merklich abkühlend. 
Auch in konstitutionellen Staaten zogen amtseifrige Diener der Staatsgewalt 
die Zügel wieder straffer an; der konstitutionelle Liberalismus geriet wie in 
Frankreich mehr und mehr in Verruf, die neuen geheimen Verbindungen 
hatten ein anderes Ziel als dieser. Eine revolutionäre Demonstration, die 
am 27. Mai 1832 bei der Schloßruine Hambach in der Rheinpfalz unter
	        

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Zitierempfehlung

Bumüller, Johannes, and Simon Peter Widmann. Geschichte Der Neuzeit. Freiburg im Breisgau [u.a.]: Herder, 1897. Print.
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