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[Nr. 16] (Nr. 16)

Bibliografische Daten

Monografie

Persistenter Identifier:
PPN640619266
URN:
urn:nbn:de:0220-gd-7620410
Titel:
Deutsche Geschichte für evangelische Volksschulen
Signatur:
HDH-II 8(1,01)L
Autor*in:
Tecklenburg, August
Erscheinungsort:
Hannover [u.a.]
Verlag:
Carl Meyer (Gustav Prior)
Dokumenttyp:
Monografie
Sammlung:
Geschichtsschulbücher Kaiserreich
Erscheinungsjahr:
1901
Ausgabenbezeichnung:
Ausg. für d. Lehrer [Electronic ed.]
Copyright:
Georg-Eckert-Institut - Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung
Sprache:
Deutsch

Inhaltsverzeichnis

Titel:
Inhaltsverzeichnis
Dokumenttyp:
Monografie
Strukturtyp:
Inhaltsverzeichnis

Inhaltsverzeichnis

Inhalt

  • F. Hirts Realienbuch
  • [Nr. 16] (Nr. 16)
  • Einband
  • Deckblatt
  • Vorwort
  • Inhaltsübersicht
  • Titelseite
  • Inhaltsverzeichnis
  • [I. Geographie]
  • I. Zur Heimatkunde
  • II. Die Erde im allgemeinen
  • III. Europa
  • IV. Die fremden Erdteile
  • V. Die Erde als Weltkörper
  • [II. Geschichte]
  • [III. Pflanzen- und Tierkunde]
  • [III. Physik, Chemie und Mineralogie]
  • Abriß der alten Geschichte
  • Einband

Volltext

Die Provinz Posen. 
19 
8 24. 
Lausitz hineinziehen; dort bedecken düstere Kiefernwaldungen den Boden. 
Auch die rechte Oderseite in Oberschlesien ist unfruchtbar. Magere Getreide¬ 
felder erblickt man zwischen den Kiefernwäldern, häufig werden nur Kartoffeln 
und Buchweizen gebaut. Aber in der Tiefe der Erde liegen hier reiche 
Schätze: Steinkohlen, Eisen-, Blei-, Zinkerze und Kalk. Daher ist hier Berg¬ 
bau und Hüttenwesen die Hauptbeschäftigung der Bewohner, besonders um 
die Städte Gleiwitz, Beuthen, Tarnowitz, Königshütte. Schlesien 
ist auch reich an Braunkohlen, Granit, Sandstein, Marmor. In den meisten 
Gebirgsdörfern wird Spinnerei und Weberei betrieben. Feine Tuche wer¬ 
den in den Städten Niederschlesiens hergestellt. Die nötige Wolle liefert 
das Land. Im Riesengebirge und im Glätzer Berglande sind viele Glas¬ 
hütten (Josephinenhütte); Porzellan liefert Waldenburg und Altwasser; Ton¬ 
waren: Bunzlau; Maschinen und Eisenwaren: Breslau und Oberschlesien. 
Reich ist Schlesien an Gesundbrunnen (Salzbrunn, Warmbrunn). — Die 
Bewohner sind meistens deutsch; auf der rechten Oderseite in Oberschlesien 
sind die Polen die Hauptbevölkerung. In der Oberlausitz wohuen auch 
Wenden. Die überwiegende Hälfte ist katholisch, besonders ist Oberschlesien 
katholisch; Niederschlesien ist vorwiegend evangelisch. Die Provinz zerfällt 
in 3 Regierungsbezirke: Breslau, Liegnitz, Oppeln. 
Breslau, Hptst., 480 000 E., ein Haupthandelsort, bedeutende Wollmärkte, Sitz eines 
Fürstbischofs, Universität. Nicht weit von Breslau der Schlachtplatz Leuthen (1757). 
Görlitz, an der Lausitzer Neiße, ein gewerbreicher Ort. Liegnitz, a. d. Katzbach. In 
der Nähe das Schlachtfeld bei Walstatt (1241 u. 1813). Schweidnitz. In der Nähe 
der Zobten. — Festung ist: Glogau; früher waren auch Schweidnitz, Silberberg, 
Glätz, Neiße und Kosel Festungen. Bei Brieg liegt der Schlachtplatz Moll¬ 
witz (1741). 
Aufgaben. Welche schlesischen Ltädte sind in den §§ 21 u. 22 bereits namhaft 
gemacht worden? 
§ 24. Me Provinz Uosen (29000 qkm, 2000000 E.), ein fast ganz 
ebenes Land zu beiden Seiten der Warthe, welche als schiffbarer Fluß 
die Provinz durchfließt. Die Warthe nimmt r. die Netze (Kanalverbiudung!), 
l. die Prosna (Grenze zwischen Posen und Polen) und Obra auf. Die 
Obra durchfließt das Obrabruch. Dasselbe bestand früher aus Morästen 
und sumpfigen Wiesen, ist aber durch Kanäle trocken gelegt und in Acker- 
uud Weideland verwandelt. — Bodougüre und Erzeugnisse. Der N.O. 
(Kujavien) ist fruchtbar, desgl. das Netze-, Warthe- und Obrabruch. Nach 
Westpreußen, Brandenburg und Schlesien zu ist Sandboden, das übrige ist 
Mittelboden. Getreide, Holz und Spiritus sind die Haupterzeuguisse. Viel 
Hopfen wird gebaut und ins Ausland verkauft. Bei Hohensalza (früher 
Jnowrazlaw) ist ein Steinsalzlager. Die Zahl der Branntweinbrennereien 
ist bedeutend. In Fraustadt, Lissa, Rawitsch, Ostrowo wohnen viele 
Buchmacher. — Die Bewohner sind etwa zur Hälfte Polen. Die Provinz 
war früher ein Teil vom Königreich Polen, kam 1772 u. 1793 au Preußen. 
Die Deutschen verwenden mehr Sorgfalt auf den Anbau des Feldes als 
die Pole::, auch halten sie ihre Gebäude besser im Stande. 2/s der Be¬ 
wohner sind katholisch, y3 ist evangelisch. Auffallend groß ist die Zahl
	        

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Zitierempfehlung

Schultz, Franz, and Robert Triebel. Die Gebräuchlichsten Lieder Der Evangelischen Kirche Als Grundlage Zur Veranschaulichung Der Geschichte Der Kirchlichen Dichtung Für Die Schule. Breslau: Verlag von Carl Dülfer, 1883. Print.
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