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Deutsche Geschichte für evangelische Volksschulen

Bibliografische Daten

Monografie

Persistenter Identifier:
PPN640619266
URN:
urn:nbn:de:0220-gd-7620410
Titel:
Deutsche Geschichte für evangelische Volksschulen
Signatur:
HDH-II 8(1,01)L
Autor*in:
Tecklenburg, August
Erscheinungsort:
Hannover [u.a.]
Verlag:
Carl Meyer (Gustav Prior)
Dokumenttyp:
Monografie
Sammlung:
Geschichtsschulbücher Kaiserreich
Erscheinungsjahr:
1901
Ausgabenbezeichnung:
Ausg. für d. Lehrer [Electronic ed.]
Copyright:
Georg-Eckert-Institut - Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung
Sprache:
Deutsch

Kapitel

Titel:
I. Die Zeit des Heidentums
Dokumenttyp:
Monografie
Strukturtyp:
Kapitel

Inhaltsverzeichnis

Inhalt

  • Deutsche Geschichte für evangelische Volksschulen
  • Einband
  • Werbung
  • Titelseite
  • Vorwort
  • Inhaltsverzeichnis
  • I. Die Zeit des Heidentums
  • II. Die Zeit des Kampfes zwischen Heidentum und Christentum
  • III. Die Zeit der Lehensherrschaft
  • IV. Die Zeit des Verfalls der Kaisermacht
  • V. Die Zeit der Reformen
  • VI. Die Zeit des dreißigjährigen Krieges
  • VII. Die Zeit der Fürstenmacht
  • VIII. Die Zeit der Fremdherrschaft
  • IX. Die Zeit des Ringens nach Freiheit und Einheit
  • X. Im neuen Deutschen Reich
  • Zeittafel
  • Werbung
  • Inhaltsübersicht nach Längs- und Querschnitten
  • Einband

Volltext

10 II. Die Zeit des Aainpse- »wischen Zieibentum und Lbristentunr. 
mehr seßhaft und gewannen durch An- und Ausbau im Innern ihres 
Landes den nötigen Grund und Boden für die wachsende Volkszahl. Auch 
das Bewußtsein der Zusammengehörigkeit aller deutschen Stämme erwachte 
zu immer größerer Stärke und befestigte die großen Völkerbündnisse. 
II. Die Zeit des Kampfes zwischen Heidentunr 
und übriftentuin* 
7. Der Frankenkönig Chlodwig. 
500. 
1. Die Gründung des Frankenreiches. Die Franken hatten 
während der Völkerwanderung ihre ursprünglichen Wohnsitze am Nieder¬ 
rheine nicht verlassen. Aber sie hatten sich von da aus gen Westen 
nach Gallien vorgeschoben und hatten den nördlichen Teil dieses Landes 
erobert. Sie bestanden aus mehreren Stämmen. Jeder Stamm erwählte 
den Kühnsten als seinen Heerführer und nannte ihn kuning oder König. 
Im Jahre 482 wurde Chlodwig König eines Frankenstammes. Zunächst 
schloß er mit den übrigen Frankenkönigen, die größtenteils seine Ver¬ 
wandten waren, Bündnisse, um die Gallier, Westgoten und Alemannen 
zu unterwerfen. Sobald diese Völker aber bezwungen waren, schaffte 
er auch die Freunde aus dem Wege. Gegen das Ende seiner Regierung 
war er König aller Franken, Beherrscher der meisten Bewohner des 
noch übrigen Galliens und Herr über die Alemannen geworden. So 
wurde Chlodwig der Gründer des großen Frankenreiches, das deutsche 
und welsche Länder umschloß. Er gebot von Paris aus. Seine Nach¬ 
kommen fügten zu dieser Herrschaft noch das Land der Thüringer und 
Burgunden, so daß auf deutschem Boden westlich der Elbe nur noch 
die Sachsen in ihrer alten Gemeindefreiheit hausten. 
2. Das Christentum bei den Franken. Chlodwig war mit 
Chlotilde, einer christlichen Königstochter aus dem Bnrgundenlande, ver¬ 
heiratet. Auf Chlotildes Bitte ließ Chlodwig sein erstgeborenes Kind 
taufen; es starb aber bald danach. Als auch das zweite Kind nach 
der Taufe schwer krank wurde, schob der König die Schuld auf die Taufe 
und den Chriftengott und machte feiner Gemahlin bittere Vorwürfe. 
Da wandte sich Chlotilde im Gebete an den Herrn. Das Kind wurde 
gesund. Dennoch wollte Chlodwig selbst kein Christ werden. Da ge¬ 
schah es, daß er in den Krieg gegen die Alemannen zog. In der 
Schlacht bei Zülpich kam er in hartes Gedränge; da hob er beide Arme 
empor und betete: „Gott der Christen, wirst du mir den Sieg in meine 
Hand geben, so will ich an dich glauben!" Chlodwig siegte; als der 
Krieg zu Ende war, ließ er sich mit 3000 edeln Franken taufen und 
bereitete dem Christentnme eine Stätte in feinem Lande. 
3. Der Anfang des Lehnwesens. Hatte Chlodwig ein Land 
erobert, so ließ er zwar den Bewohnern ihren erb- und eigentümlichen 
Grundbesitz, aber die Allmende, die Güter der Edelinge und der Ge-
	        

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Zitierempfehlung

Tecklenburg, August. Deutsche Geschichte Für Evangelische Volksschulen. Hannover [u.a.]: Carl Meyer (Gustav Prior), 1901. Print.
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