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Geschichtsbilder für evangelische Volksschulen

Bibliografische Daten

Monografie

Persistenter Identifier:
PPN640767664
URN:
urn:nbn:de:0220-gd-7676544
Titel:
Geschichtsbilder für evangelische Volksschulen
Signatur:
HCH-II 19(2,1892)
Autor*in:
Wischmeyer, P.
Stork, Fr.
Erscheinungsort:
Gütersloh
Verlag:
Bertelsmann
Dokumenttyp:
Monografie
Sammlung:
Geschichtsschulbücher Kaiserreich
Erscheinungsjahr:
1892
Ausgabenbezeichnung:
2., verb. Aufl., (3. - 4. Tsd.) [Electronic ed.]
Copyright:
Georg-Eckert-Institut - Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung
Sprache:
Deutsch
Untertitel:
mit besonderer Berücksichtigung der Kulturgeschichte und der kaiserl. und minister. Erlasse betreffend den Geschichtsunterricht

Kapitel

Titel:
5. Chlodwig und die Merowinger
Dokumenttyp:
Monografie
Strukturtyp:
Kapitel

Inhaltsverzeichnis

Inhalt

  • Geschichtsbilder für evangelische Volksschulen
  • Einband
  • Titelseite
  • Vorwort
  • Inhalt
  • 5. Chlodwig und die Merowinger
  • 11. Die Kreuzzüge
  • 20. Dr. Martin Luther
  • 39. Preußens Niederlage (1806-1807)
  • 49. Der französische Krieg (1870/71)
  • Zeittafel
  • Kulturgeschichtliches Sachregister
  • Historische Karte des Preussischen Staates
  • Einband

Volltext

11 
5. Chlodwig und die Merowinger. 
Taufe. Von den deutschen Stämmen, welche an der Völkerwan¬ 
derung teilnahmen, gelangten die Franken zur höchsten Macht und 
Blüte. (Wo wohnten sie?) Im fünften Jahrhundert vereinigte Chlod¬ 
wig die verschiedenen Stämme der Franken unter seiner Herrschaft und 
wurde so der Gründer des Frankenreiches. Während viele andere deutsche 
Stämme durch Berührung mit den Römern das Christentum bereits 
angenommen hatten, lebten die Franken und ihr König noch im finstern 
Heidentume. Vergebens suchte Chlodwigs Gemahlin, Chlotilde, eine 
burgundische Königstochter, den König zu überreden, das Christentum 
anzunehmen. Endlich sollte ihr Wunsch aber doch in Erfüllung gehen. 
Chlodwig kämpfte gegen die Alemannen (Wo wohnten sie?) und traf 
mit ihnen in der Schlacht bei Zülpich zusammen. Schon wankten die 
Franken, da richtete Chlodwig sein Gebet an Christus und gelobte, ein 
Christ zu werden, wenn er ihm den Sieg schenke. Wirklich wandte 
sich das Glück, und die Alemannen wurden von den Franken in die 
Flucht geschlagen. Chlodwig hielt sein Gelübde und ließ sich laufen. 
Mit ihm nahm das ganze Volk der Franken das Christentum an. 
(Simrock: Die Schlacht bei Zülpich.) Aber, obwohl ihn der Papst den 
allerchristlichsten König nannte, so änderte sich seine Gesinnung durch die 
Taufe nicht im geringsten. Nach wie vor blieb er ein grausamer 
Tyrann, dem es nur darauf ankam, seine Herrschaft zu vergrößern. 
Um sich zum alleinigen Beherrscher der Franken zu machen, schaffte er 
alle seine Verwandten, die ihm dabei im Wege standen, durch Mord 
aus dem Wege. Nachdem er das ganze Frankenreich unterjocht hatte, 
unterwarf er durch glückliche Eroberungskriege auch die benachbarten 
Reiche, so daß sein Reich bei seinem Tode den westlichen Teil Deut¬ 
schlands und den größten Teil Frankreichs umfaßte. 
Tas Lehnswesen. Nach deutschem Rechte galt der König als 
alleiniger Herr von Grund und Boden des eroberten Landes. Auch 
Chlodwig Betrachtete sich als Besitzer der von ihm eroberten Länder. 
Da er nun aber die weiten Acker und Felder nicht allein bebauen 
konnte, so verloste er einen Teil des Grund und Bodens an die Ge¬ 
treuen seines Gefolges, welche dadurch freie Eigentümer wurden. Den 
andern Teil des bebauten Landes behielt der König als fein Eigentum 
und überließ dasselbe zur Verwaltung und Nutznießung den Treuesten 
und Vornehmsten seines Heeres. Ein solches vom Könige verliehenes 
Gut nannte man Lehen und die Verleihung Belehnung. Der Belehnte 
hieß Lehnsmann oder Vasall, der König Lehnsherr.
	        

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Wischmeyer, P., and Fr. Stork. Geschichtsbilder Für Evangelische Volksschulen. Gütersloh: Bertelsmann, 1892. Print.
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