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Geschichtsbilder für evangelische Volksschulen

Bibliografische Daten

Monografie

Persistenter Identifier:
PPN640767664
URN:
urn:nbn:de:0220-gd-7676544
Titel:
Geschichtsbilder für evangelische Volksschulen
Signatur:
HCH-II 19(2,1892)
Autor*in:
Wischmeyer, P.
Stork, Fr.
Erscheinungsort:
Gütersloh
Verlag:
Bertelsmann
Dokumenttyp:
Monografie
Sammlung:
Geschichtsschulbücher Kaiserreich
Erscheinungsjahr:
1892
Ausgabenbezeichnung:
2., verb. Aufl., (3. - 4. Tsd.) [Electronic ed.]
Copyright:
Georg-Eckert-Institut - Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung
Sprache:
Deutsch
Untertitel:
mit besonderer Berücksichtigung der Kulturgeschichte und der kaiserl. und minister. Erlasse betreffend den Geschichtsunterricht

Kapitel

Titel:
11. Die Kreuzzüge
Dokumenttyp:
Monografie
Strukturtyp:
Kapitel

Inhaltsverzeichnis

Inhalt

  • Geschichtsbilder für evangelische Volksschulen
  • Einband
  • Titelseite
  • Vorwort
  • Inhalt
  • 5. Chlodwig und die Merowinger
  • 11. Die Kreuzzüge
  • 20. Dr. Martin Luther
  • 39. Preußens Niederlage (1806-1807)
  • 49. Der französische Krieg (1870/71)
  • Zeittafel
  • Kulturgeschichtliches Sachregister
  • Historische Karte des Preussischen Staates
  • Einband

Volltext

24 
Kaiser mit dem Bannfluch beladen sei, so gebühre die Krone dem Sohne, 
und Empörung gegen einen Verbannten sei keine Sünde. Der Sohn 
verlangte daher vom Vater, er solle die Krone niederlegen. In dem 
nun entstehenden Kampfe sah sich der alte Kaiser von allen verlassen 
und geriet in die Gefangenschaft seines Sohnes. Es gelang ihm jedoch 
zu entfliehen, aber gebrochen von all dem Unglück starb er zu Lüttich. 
Noch nach dem Tode lastete der Bann auf ihm, und unbeftattet blieb 
sein Sarg noch fünf Jahre an ungetoeihter Stätte, bis der Kaiser, vom 
Banne befreit, im Dom zu ©Peter beigesetzt wurde. 
Welche Fehler wurden bei Heinrichs Erziehung gemacht? 
Welche nachteiligen Folgen hatte die falsche Erziehung gleich in des Königs 
erstem Regierungsjahre? 
Was gab Veranlassung zum Kampfe zwischen Kaiser und Papst? 
Welchen traurigen Verlauf nahm dieser Streit für den Kaiser? 
Inwiefern schwächte der Streit auch die deutsche Einheit? 
Welche traurigen Erfahrungen mußte Heinrich später noch machen? 
11. Die Arruzzügr. 
Veranlassung zum ersten Kreuzzugc. Di- Grabstätte d-s 
Heilandes war schon in den ersten Zeiten des Christentums ein Gegen¬ 
stand der Verehrung der Gläubigen. Nachdem die Kaiserin Helena über 
der Gruft des heiligen Grabes eine Kapelle hatte erbauen lassen, wurde 
es Sitte, daß Christen aus allen Ländern nach Jerusalem wallfahrteten, 
um an dem heiligen Grabe zu beten. Im Jahre 1094 befand sich 
unter den Pilgern auch ein Mönch aus Frankreich, mit Namen Peter 
von Amiens. Mit Schrecken sah er, wie die Pilger von den Türken, 
den Herren des Landes, nicht nur in ihrer Andacht gestört, sondern 
sogar ihrer Habe beraubt und getötet wurden. Da beschloß er, für 
die Befreiung des heiligen Landes zu wirken, nachdem er zuvor die Ein¬ 
willigung des Papstes erhalten hatte. Bleich und abgemagert, bekleidet 
mit härenem Mönchsgewande und umgürtet mit einem Stricke, barfuß 
und barhäuptig, in der Hand ein Crucifix, so eilte er auf einem Esel 
reitend von Ort zu Ort. Überall schilderte er die Not der Christen 
im Morgenlande, und einem jeden machte er die Befreiung derselben 
zur Pflicht. Bald darauf berief der Papst eine Kirchenversammlung 
nach Clermont in Frankreich. Mit begeisterter Rede forderte auch er 
die versammelten Christen auf, sich dem Zuge ins heilige Land an¬ 
zuschließen, und verhieß denen, die mitzögen, Vergebung der Sünden.
	        

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Wischmeyer, P., and Fr. Stork. Geschichtsbilder Für Evangelische Volksschulen. Gütersloh: Bertelsmann, 1892. Print.
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