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Geschichtsbilder für evangelische Volksschulen

Bibliografische Daten

Monografie

Persistenter Identifier:
PPN640767664
URN:
urn:nbn:de:0220-gd-7676544
Titel:
Geschichtsbilder für evangelische Volksschulen
Signatur:
HCH-II 19(2,1892)
Autor*in:
Wischmeyer, P.
Stork, Fr.
Erscheinungsort:
Gütersloh
Verlag:
Bertelsmann
Dokumenttyp:
Monografie
Sammlung:
Geschichtsschulbücher Kaiserreich
Erscheinungsjahr:
1892
Ausgabenbezeichnung:
2., verb. Aufl., (3. - 4. Tsd.) [Electronic ed.]
Copyright:
Georg-Eckert-Institut - Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung
Sprache:
Deutsch
Untertitel:
mit besonderer Berücksichtigung der Kulturgeschichte und der kaiserl. und minister. Erlasse betreffend den Geschichtsunterricht

Kapitel

Titel:
20. Dr. Martin Luther
Dokumenttyp:
Monografie
Strukturtyp:
Kapitel

Inhaltsverzeichnis

Inhalt

  • Geschichtsbilder für evangelische Volksschulen
  • Einband
  • Titelseite
  • Vorwort
  • Inhalt
  • 5. Chlodwig und die Merowinger
  • 11. Die Kreuzzüge
  • 20. Dr. Martin Luther
  • 39. Preußens Niederlage (1806-1807)
  • 49. Der französische Krieg (1870/71)
  • Zeittafel
  • Kulturgeschichtliches Sachregister
  • Historische Karte des Preussischen Staates
  • Einband

Volltext

40 
stellte Huß einen Geleitsbrief aus, worin ihm auf seiner Reise nach 
Konstanz und zurück kaiserlicher Schutz zugesagt wurde, und im Ver¬ 
trauen auf diesen Brief trat Huß die Reise an. Kaum war er aber 
in Konstanz angelangt, so wurde er ohne Wissen des Kaisers in ein 
ekelhaftes Gefängnis geworfen. Als Sigismund, über diese Mißachtung 
seines Geleitsbriefes empört, die Freilassung Hussens verlangte, beruhigte 
man ihn mit der Ausrede, einem Ketzer brauche man das Geleit nicht 
zu halten. Huß wurde vor das Konzil geführt und aufgefordert, seine 
Irrtümer zu widerrufen. Er aber berief sich auf die heilige Schrift. 
Da verurteilte ihn das Konzil zum Feuertode. 
Tvd. Als er auf dem Scheiterhaufen stand und die Flammen 
an ihm emporschlugen, hörte man ihn beten: „Vater, in deine Hände 
befehle ich meinen Geist." Dann neigte er das Haupt und starb. 
Seine Asche wurde in den Rhein gestreut. 
Die Husstlen. Hussens Anhänger, welche sich nach ihm Huffiten 
nannten, waren über die Hinrichtung ihres Lehrers auss äußerste empört. 
Sie wollten den wortbrüchigen Sigismund nicht als ihren Kaiser an¬ 
erkennen, auch verlangten sie freie Ausübung ihrer Religion nach Hussens 
Lehre. Als man ihnen ihre Forderungen verweigerte, durchzogen sie 
bewaffnet die deutschen Lande und verwüsteten besonders Sachsen und 
Böhmen. Fünfzehn Jahre lang dauerte dieser verderbliche Religionskrieg, 
und vergeblich suchte Friedrich I., der Kurfürst von Brandenburg, die 
Huffiten zu besiegen und den Aufruhr zu dämpfen. Zuletzt kam es 
zum Frieden zwischen ihnen und dem Kaiser, wodurch den Hussiten der 
Genuß des Abendmahls unter beiderlei Gestalt bewilligt wurde. 
Welches war Hussens wichtigste Lehre? 
Auf welches ausdrückliche Wort Christi gründete sich dieselbe? 
Wie muß das Verhalten des Kaisers gegen Huß bezeichnet werden? 
Wie wurde der Kaiser dafür gestraft? 
*20. Dr. Marlin Luther. 
Jugend. Nicht weit von der Stadt Eisenach und der berühmten 
Wartburg liegt das Dorf Möhra, dessen Bewohner meist Bergleute 
waren. Einer derselben, Hans Luther, zog mit feiner Frau Margarete 
von Möhra nach Eisleben. Hier wurde ihnen am 10. November 1483 
ein Söhnlein geboren, welches in der Taufe den Namen Martin erhielt.
	        

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Wischmeyer, P., and Fr. Stork. Geschichtsbilder Für Evangelische Volksschulen. Gütersloh: Bertelsmann, 1892. Print.
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