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Geschichtsbilder zum Gebrauche der Volksschule

Bibliographic data

Monograph

Persistent identifier:
PPN640773346
URN:
urn:nbn:de:0220-gd-7681389
Title:
Geschichtsbilder zum Gebrauche der Volksschule
Shelfmark:
HCH-II 15(31,1892)
Author:
Müller, M.
Place of publication:
Stuttgart
Publisher:
Metzler
Document type:
Monograph
Collection:
History textbooks, imperial Germany
Publication year:
1892
Edition title:
Ausg. für Baden, 31. Aufl. [Electronic ed.]
Copyright:
Georg-Eckert-Institut - Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung
Language:
German

Chapter

Title:
98. Französisch-deutscher Krieg
Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter

Contents

Table of contents

  • Geschichtsbilder zum Gebrauche der Volksschule
  • Binder
  • Title page
  • Vorrede zur ersten Auflage
  • Vorrede zur achtzehnten und den folgenden Auflagen
  • Inhalt
  • 12. Lykurgus
  • 19. Romulus
  • 23. Cäsar
  • 31. Chlodwig
  • 42. Friedrich Barbarossa
  • 57. Entdeckung Amerikas
  • 65. Die Reformation
  • 71. Ludwig XIV.
  • 85. Die französische Staatsumwälzung
  • 98. Französisch-deutscher Krieg
  • Binder

Full text

— 97 — 
Kriegskosten an Preußen und schlossen mit dem Nordbunde Schutz- 
und Trutzbündnisse ab. Dadurch unterstellten sie für den Fall 
eines Krieges ihre Truppen dem Oberbefehle des Bundesfeld- 
herrn, des Königs von Preußen. Auf diese Weise wurde eine 
feste Einigung der deutschen Kriegsmacht hergestellt. 
1.1.1870. 98. Französisch-deutscher Krieg. 
Die Ereignisse d. I. 1866 erfüllten besonders Frankreich 
mit tiefem Mißmute. Das französische Volk nannte sich von 
jeher die erste, die große Nation. Deshalb mischte es sich 
auch allezeit in die Angelegenheiten anderer Völker ein und ver¬ 
schmähte selbst nicht, sich auf deren Kosten zu vergrößern. Durch 
die Siege Preußens glaubte dasselbe nun seinen Kriegsruhm 
verdunkelt. Die Macht des geeinigten Deutschlands erschwerte 
ihm andererseits die längst ersehnte Eroberung der Rheinprovinzen. 
Daher veranstaltete der Kaiser Napoleon III. in aller Stille 
umfangreiche Rüstungen. Als diese fertig schienen, erklärte er 
plötzlich unter einem nichtigen Vorwande den Krieg an Deutsch¬ 
land (i. Juli 1870). 
Der frevelhafte Friedensbruch erregte hier eine ungeheure 
Entrüstung. Aber eben so groß war die Begeisterung, alles ein¬ 
zusetzen für die Rettung des gemeinsamen Vaterlandes. Zum 
Glücke hatte der große Staatsmann Fürst Bismarck in Vor¬ 
aussicht der kommenden Dinge die militärische Einheit Deutsch¬ 
lands gegründet (t. I. 1866). Das gesamte Kriegswesen selbst 
wurde von einem eben so großen Feldherrn, dem Grafen Moltke, 
geleitet. Wiederum übernahm König Wilhelm I. den Ober¬ 
befehl, während der Kronprinz Friedrich Wilhelm und Prinz 
Friedrich Karl einzelne Armeen anführten. Schon nach vier¬ 
zehn Tagen stand gegen eine halbe Million Streiter zwischen 
Trier und Landau. Diese überschritten anfangs August unter 
siegreichen Kämpfen die französische Grenze. Von nun an ging 
es unaufhaltsam vorwärts. Schlacht folgte auf Schlacht. Und 
sichtbar waltete die Vorsehung Über der gerechten Sache! Der 
Sieg blieb überall den Deutschen, Napoleon selbst wurde kriegs¬ 
gefangen weggeführt. Da setzten ihn die Franzosen ab und er¬ 
klärten Frankreich zum Freistaate (Republik). 
Müller, Geschichtsbild«!. 7
	        

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Müller, M. Geschichtsbilder Zum Gebrauche Der Volksschule. Stuttgart: Metzler, 1892. Print.
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