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Geschichtsbilder zum Gebrauche der Volksschule

Bibliografische Daten

Monografie

Persistenter Identifier:
PPN640773346
URN:
urn:nbn:de:0220-gd-7681389
Titel:
Geschichtsbilder zum Gebrauche der Volksschule
Signatur:
HCH-II 15(31,1892)
Autor*in:
Müller, M.
Erscheinungsort:
Stuttgart
Verlag:
Metzler
Dokumenttyp:
Monografie
Sammlung:
Geschichtsschulbücher Kaiserreich
Erscheinungsjahr:
1892
Ausgabenbezeichnung:
Ausg. für Baden, 31. Aufl. [Electronic ed.]
Copyright:
Georg-Eckert-Institut - Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung
Sprache:
Deutsch

Kapitel

Titel:
12. Lykurgus
Dokumenttyp:
Monografie
Strukturtyp:
Kapitel

Inhaltsverzeichnis

Inhalt

  • Geschichtsbilder zum Gebrauche der Volksschule
  • Einband
  • Titelseite
  • Vorrede zur ersten Auflage
  • Vorrede zur achtzehnten und den folgenden Auflagen
  • Inhalt
  • 12. Lykurgus
  • 19. Romulus
  • 23. Cäsar
  • 31. Chlodwig
  • 42. Friedrich Barbarossa
  • 57. Entdeckung Amerikas
  • 65. Die Reformation
  • 71. Ludwig XIV.
  • 85. Die französische Staatsumwälzung
  • 98. Französisch-deutscher Krieg
  • Einband

Volltext

— 12 — 
Teilung des römischen Reiches in West- und Ostrom (um 
d. I. 400 n. Chr.) fiel Griechenland dem oströmischen Kaiser¬ 
reiche zu, mit welchem es im Mittelalter (i. I. 1453 n. Chr.) 
unter die Herrschaft der Türken geriet. Mittel- und Süd¬ 
griechenland bilden jetzt (seit um d. I. 1830) das König¬ 
reich Griechenland. 
Um 880 v. Chr. 12. Lykrirgus. 
Lykurgus[lüfttrgus] war der jüngere Bruder eines Königs 
von Sparta. Nach dessen Tode führte er anfangs die Regierung 
für seinen unmündigen Neffen. Später verließ derselbe jedoch 
die Vaterstadt und durchreiste viele Jahre Kleinasien und Aegypten. 
Hier lernte er die Sitten und Einrichtungen fremder Völker kennen 
und bereicherte dadurch feine Kenntnisse. Unterdessen entstand in 
Sparta zwischen den Reichen und Armen große Zwietracht. 
Seine Mitbürger riefen ihn daher zurück, damit er durch neue 
Gesetze den Frieden wieder herstellte. Lykurgus folgte dem 
ehrenden Rufe. Zuerst ordnete er das Staatswesen. Dann 
widmete er seine Sorgfalt besonders der Erziehung und Lebens¬ 
weise der Spartaner. 
Die Kinder wurden gleich nach der Geburt untersucht. Die 
schwächlichen wurden ausgesetzt, die kräftigen dagegen überließ man 
den Eltern. Im siebenten Lebensjahre kamen dann die Knaben 
in öffentliche Anstalten, um gemeinsam erzogen zu werden. 
Man unterrichtete sie aber meist nur in körperlichen Uebungen, 
wie im Laufen, Springen, Ringen und Speerwerfen. Auch 
Hunger und Durst, Hitze und Kälte mußten sie ertragen lernen. 
Das eigentliche Lernen hingegen war fast ganz vernachlässigt. 
Nur Ehrfurcht für das Alter und Gehorsam gegen die Gesetze 
wurden ihnen eingepflanzt. Eine ähnliche Erziehung erhielten 
auch die Mädchen in besonderen Anstalten. 
Vom zwanzigsten bis sechzigsten Lebensjahre war jeder Spar¬ 
taner Soldat. Jagd und Kriegsübungen waren nun seine Haupt¬ 
beschäftigung; denn es galt als schimpflich, ein Gewerbe oder 
Handel zu treiben. Auch jetzt noch war dessen Lebensweise durch 
Vorschriften des Staates bestimmt. Damit er zu Hause nicht 
schwelgen könnte, mußte er die Mahlzeiten in gemeinsamen Speise- 
anstalten einnehmen. Die Kost war äußerst einfach; eine schwarze
	        

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Müller, M. Geschichtsbilder Zum Gebrauche Der Volksschule. Stuttgart: Metzler, 1892. Print.
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