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Geschichtsbilder zum Gebrauche der Volksschule

Bibliografische Daten

Monografie

Persistenter Identifier:
PPN640773346
URN:
urn:nbn:de:0220-gd-7681389
Titel:
Geschichtsbilder zum Gebrauche der Volksschule
Signatur:
HCH-II 15(31,1892)
Autor*in:
Müller, M.
Erscheinungsort:
Stuttgart
Verlag:
Metzler
Dokumenttyp:
Monografie
Sammlung:
Geschichtsschulbücher Kaiserreich
Erscheinungsjahr:
1892
Ausgabenbezeichnung:
Ausg. für Baden, 31. Aufl. [Electronic ed.]
Copyright:
Georg-Eckert-Institut - Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung
Sprache:
Deutsch

Kapitel

Titel:
12. Lykurgus
Dokumenttyp:
Monografie
Strukturtyp:
Kapitel

Inhaltsverzeichnis

Inhalt

  • Geschichtsbilder zum Gebrauche der Volksschule
  • Einband
  • Titelseite
  • Vorrede zur ersten Auflage
  • Vorrede zur achtzehnten und den folgenden Auflagen
  • Inhalt
  • 12. Lykurgus
  • 19. Romulus
  • 23. Cäsar
  • 31. Chlodwig
  • 42. Friedrich Barbarossa
  • 57. Entdeckung Amerikas
  • 65. Die Reformation
  • 71. Ludwig XIV.
  • 85. Die französische Staatsumwälzung
  • 98. Französisch-deutscher Krieg
  • Einband

Volltext

— 13 — 
Suppe bildete das Hauptgericht. Auf diese Weise bildete Lykurgus 
sehr kräftige und einfache Menschen heran. Aber er vernachlässigte 
die gleichmäßige Ausbildung des Geistes. 
Um 600 v. Chr. 13. SoloN. 
Solon stammte aus einer hochadeligen Familie Athens. 
Seine Ahnen hatten sogar die Königswürde bekleidet. Da er 
aber ohne Vermögen war, widmete er sich dem Handelsstande. 
Als Kaufmann unternahm derselbe große Reisen in das Aus¬ 
land. Hier lernte er Land und Leute kennen und erwarb sich 
reiche Kenntnisse. Deshalb genoß er auch bei seinen Mitbürgern 
hohes Ansehen. Als zwischen den Reichen und Armen ein ge¬ 
fährlicher Streit ausbrach, ernannten sie ihn zum Vorsteher Athens 
und beauftragten ihn, neue Gesetze zu schaffen. Solon übernahm 
die schwierige Aufgabe. Er ordnete die Staatsverfassung und 
gab weise Vorschriften Über die Heranbildung und Lebensweise 
der Athener. 
Die Kinder wurden im elterlichen Hause erzogen. Vom sie¬ 
benten Jahre an besuchten die Knaben öffentliche Turnan- 
ftalten. Hier wurden sie in allen körperlichen Uebungen unter¬ 
wiesen; besonders lernten sie fechten, reiten und schwimmen. 
Gleichzeitig begann auch der wissenschaftliche Unterricht in Privat¬ 
schulen. In diesen lernten sie das Lesen, Schreiben, Rechnen 
und Musik. Dazu kam später die Einführung in das Verständnis 
der Schriftsteller. Wer eine höhere Bildung anstrebte, genoß auch 
Unterricht in der Beredsamkeit und Weltweisheit. Liebe zum 
Vaterlande und Ehrfurcht gegen die Eltern und die Gottheit 
ward ihnen vorzüglich eingeschärft. Wer seine Eltern übel be¬ 
handelte, galt sogar als ehrlos. Die Mädchen wurden aus¬ 
schließlich von den Müttern erzogen. Sitte und Zucht machte 
das Wesen ihrer Bildung aus. 
Wenn der Jüngling das sechzehnte Jahr erreicht hatte, mußte 
er sich einem Gewerbe oder einer Kunst widmen. Denn Müßig¬ 
gang war schimpflich. Vom achtzehnten Lebensjahre an leistete 
er Kriegsdienste. Feigheit gereichte ihm zur größten Schande, 
Tapferkeit zur höchsten Ehre. Die im Kriege Verstümmelten 
wurden nebst ihren Kindern auf Staatskosten gespeist. Durch 
solche und andere Anordnungen wollte Solon nicht nur die
	        

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Müller, M. Geschichtsbilder Zum Gebrauche Der Volksschule. Stuttgart: Metzler, 1892. Print.
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