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Geschichtsbilder zum Gebrauche der Volksschule

Bibliografische Daten

Monografie

Persistenter Identifier:
PPN640773346
URN:
urn:nbn:de:0220-gd-7681389
Titel:
Geschichtsbilder zum Gebrauche der Volksschule
Signatur:
HCH-II 15(31,1892)
Autor*in:
Müller, M.
Erscheinungsort:
Stuttgart
Verlag:
Metzler
Dokumenttyp:
Monografie
Sammlung:
Geschichtsschulbücher Kaiserreich
Erscheinungsjahr:
1892
Ausgabenbezeichnung:
Ausg. für Baden, 31. Aufl. [Electronic ed.]
Copyright:
Georg-Eckert-Institut - Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung
Sprache:
Deutsch

Kapitel

Titel:
23. Cäsar
Dokumenttyp:
Monografie
Strukturtyp:
Kapitel

Inhaltsverzeichnis

Inhalt

  • Geschichtsbilder zum Gebrauche der Volksschule
  • Einband
  • Titelseite
  • Vorrede zur ersten Auflage
  • Vorrede zur achtzehnten und den folgenden Auflagen
  • Inhalt
  • 12. Lykurgus
  • 19. Romulus
  • 23. Cäsar
  • 31. Chlodwig
  • 42. Friedrich Barbarossa
  • 57. Entdeckung Amerikas
  • 65. Die Reformation
  • 71. Ludwig XIV.
  • 85. Die französische Staatsumwälzung
  • 98. Französisch-deutscher Krieg
  • Einband

Volltext

— 22 — 
hervor. Hannibal war der Sohn des Feldherm Hamilkar. 
Als dieser zur Eroberung Spaniens auszog, führte er den neun¬ 
jährigen Knaben an einen Altar. Hier ließ er ihn ewigen Haß 
und ewigen Kampf gegen die Römer schwören. Hannibal wuchs 
im Kriegslager zum trefflichen Jünglinge heran. Sein Körper 
vermochte alle Entbehrungen zu ertragen, sein Geist hatte sich 
umfassende Kenntnisse angeeignet. Als daher dessen Vater ge¬ 
storben war, wählte ihn das Heer einstimmig zum Führer. 
Der jugendliche Feldherr faßte bald den kühnen Entschluß, 
die Römer in ihrem eigenen Lande anzugreifen. Mit einem 
Heere von 60,000 Mann und 40 Elefanten überschritt er die 
Pyrenäen und gelangte an den Fuß der Alpen. Entschlos¬ 
sen begannen die Soldaten diese zu erklettern. Wenn auch 
Tausende in Abgründe fielen, so ging es doch unaufhaltsam vor¬ 
wärts gegen die Spitze des Berges. Hier rief Hannibal freudig 
aus: „Seht dort das herrliche Italien! Das wird euer Sieges¬ 
lohn sein!" Mit noch größerer Mühe erfolgte hierauf das Hinab¬ 
steigen. Nach fünfzehn schrecklichen Tagen stand er in Ober¬ 
italien. Wer welche Verluste! Das Heer zählte nur noch die Hälfte 
der Soldaten und einen einzigen Elefanten! 
Dessenungeachtet ging Hannibal unverzagt auf die Römer 
los und schlug sie nach einander in vier großen Schlachten. 
Jetzt begann aber sein Glück sichtlich zu sinken, und die Römer 
errangen manche Vorteile. Endlich setzten sie sogar ein Heer 
nach Afrika hinüber. Hannibal wurde nun zurückgerufen 
und in einer Schlacht vollständig besiegt. Er floh vor den 
Römern nach Asien. Als derselbe jedoch auch hier ihren Nach¬ 
stellungen nicht mehr entgehen konnte, tötete er sich selbst 
durch Gift. 
Um 50 v. Chr. 23 Cäsar. 
Cäsar stammte aus einer adeligen römischen Familie. 
Schon als Jüngling verriet er nicht nur allseitige Kenntnisse, 
sondern auch mutige Entschlossenheit. Einst wurde derselbe von 
Seeräubern gefangen genommen und nur gegen ein hohes Löse¬ 
geld wieder freigegeben. Da bemannte er sogleich mehrere 
Schiffe, nahm die Frevler gefangen und ließ sie alle hinrichten.
	        

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Müller, M. Geschichtsbilder Zum Gebrauche Der Volksschule. Stuttgart: Metzler, 1892. Print.
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