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Geschichtsbilder zum Gebrauche der Volksschule

Bibliographic data

Monograph

Persistent identifier:
PPN640773346
URN:
urn:nbn:de:0220-gd-7681389
Title:
Geschichtsbilder zum Gebrauche der Volksschule
Shelfmark:
HCH-II 15(31,1892)
Author:
Müller, M.
Place of publication:
Stuttgart
Publisher:
Metzler
Document type:
Monograph
Collection:
History textbooks, imperial Germany
Publication year:
1892
Edition title:
Ausg. für Baden, 31. Aufl. [Electronic ed.]
Copyright:
Georg-Eckert-Institut - Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung
Language:
German

Chapter

Title:
42. Friedrich Barbarossa
Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter

Contents

Table of contents

  • Geschichtsbilder zum Gebrauche der Volksschule
  • Binder
  • Title page
  • Vorrede zur ersten Auflage
  • Vorrede zur achtzehnten und den folgenden Auflagen
  • Inhalt
  • 12. Lykurgus
  • 19. Romulus
  • 23. Cäsar
  • 31. Chlodwig
  • 42. Friedrich Barbarossa
  • 57. Entdeckung Amerikas
  • 65. Die Reformation
  • 71. Ludwig XIV.
  • 85. Die französische Staatsumwälzung
  • 98. Französisch-deutscher Krieg
  • Binder

Full text

— 41 — 
sichrer. Unter zahllosen Gefahren und Entbehrungen gelangte er 
endlich vor Jerusalem an. Allein sein Heer war aus 30,000 
Mann zusammengeschmolzen. Beim Anblicke der ersehnten Stadt 
erfaßte die Kreuzfahrer ein heiliger Schauer. Sie warfen sich 
weinend zur Erde und küßten unter dem Rufe „Jerusalem" den 
Boden. Mutig griffen dieselben hierauf die wohlbefestigte Stadt 
an und nahmen sie endlich im Sturme ein. Gottfried wurde 
nun einstimmig zum Könige ausgerufen. Aber er wollte sich 
keine Königskrone aufs Haupt setzen, wo Christus eine Domen¬ 
krone getragen, und nannte sich nur Beschützer des heiligen 
Grabes. Leider starb der fromme Ritter bald darauf. Zur Be¬ 
hauptung Palästinas wurden später noch sechs Kreuzzüge unter¬ 
nommen. Dessenungeachtet gingen nach und nach alle Besitzungen 
der Christen wieder an die Türken verloren. 
1.1.1190 N. Chr. 42. Friedrich Barbarossa. 
Kaiser Friedrich stammte aus einem schwäbischen 
Fürstenhause, das von einer Burg auf der rauhen Alp den 
Namen „der Hohenstaufen" führte. Wegen seines rötlichen 
Vollbartes wurde er von den Italienern auch Barbarossa, 
d. i. Rotbart, genannt. Friedrich war ein gar tüchtiger Fürst, 
einer der heldenmütigsten Kaiser Deutschlands. Schon seine hohe 
Gestalt und sein blitzendes Auge kündigten den gewaltigen Herr¬ 
scher an. Durch edle Freundlichkeit und feine Sitten gewann er 
sich die Herzen aller. Selbst die Feinde bewunderten dessen ritter¬ 
liche Tapferkeit und glänzende Kenntnisse. 
Friedrich hatte sich Karl den Großen zum leuchtenden Vor¬ 
bilde gewählt. Wie jener, wollte er ruhmvoll herrschen und 
ruhmvoll in der Geschichte fortleben. Dies erreichte er, indem er 
die Einheit Deutschlands thatkräftig herstellte und dm Gesetzen 
überall Gehorsam verschaffte. Langjährige Kämpfe hatte derselbe 
besonders in Italien zu führen. Dort wollten die lombardi¬ 
schen Städte, an deren Spitze Mailand und die Päpste 
standen, sich der deutschen Oberhoheit entziehen. Der Kaiser zog 
zu ihrer Unterwerfung fünfmal mit großer Heeresmacht über die
	        

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