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Geschichtsbilder zum Gebrauche der Volksschule

Bibliografische Daten

Monografie

Persistenter Identifier:
PPN640773346
URN:
urn:nbn:de:0220-gd-7681389
Titel:
Geschichtsbilder zum Gebrauche der Volksschule
Signatur:
HCH-II 15(31,1892)
Autor*in:
Müller, M.
Erscheinungsort:
Stuttgart
Verlag:
Metzler
Dokumenttyp:
Monografie
Sammlung:
Geschichtsschulbücher Kaiserreich
Erscheinungsjahr:
1892
Ausgabenbezeichnung:
Ausg. für Baden, 31. Aufl. [Electronic ed.]
Copyright:
Georg-Eckert-Institut - Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung
Sprache:
Deutsch

Inhaltsverzeichnis

Inhalt

  • Geschichtsbilder zum Gebrauche der Volksschule
  • Einband
  • Titelseite
  • Vorrede zur ersten Auflage
  • Vorrede zur achtzehnten und den folgenden Auflagen
  • Inhalt
  • 12. Lykurgus
  • 19. Romulus
  • 23. Cäsar
  • 31. Chlodwig
  • 42. Friedrich Barbarossa
  • 57. Entdeckung Amerikas
  • 65. Die Reformation
  • 71. Ludwig XIV.
  • 85. Die französische Staatsumwälzung
  • 98. Französisch-deutscher Krieg
  • Einband

Volltext

— 68 — 
dessen führte er eine neue Bewaffnung und Kampfesweise in seiner 
Armee ein. Jede Entbehrung und Beschwerde trug derselbe un¬ 
verdrossen, wie der geringste Soldat. An Mut und Tapferkeit 
aber übertraf er alle. Er bewahrte mitten im heißesten Schlacht- 
gewühle ruhigen Scharfblick und erschien stets da, wo am meisten 
Gefahr drohte. Bei diesen kriegerischen Tugenden war Gustav 
Adolf der protestantischen Sache mit ungeheuchelter Gottesfurcht 
ergeben. In feinern Lager herrschte strenge Mannszucht, und 
regelmäßig versammelten die Feldprediger morgens und abends 
die Krieger zur Andacht. 
Einem solchen Führer folgten die Soldaten mit Begeisterung 
überallhin. Schon hatte derselbe mehrere Kämpfe siegreich ausge- 
fochten. Da zog der deutsche Religionskrieg dessen ganze Auf¬ 
merksamkeit auf sich. Gustav Adolf fühlte mit seinen bedrängten 
Glaubensgenossen inniges Mitleid. Gegen den Kaiser aber, der 
ihn schwer gekränkt hatte, nährte er tiefen Groll. Auch schien 
dem sieggewohnten Könige die Gelegenheit günstig, im Süden 
der Ostsee Eroberungen zu machen, wozu das deutschfeindliche 
Frankreich ihn noch aufmunterte. So entschloß er sich, an dem 
großen Kampfe teilzunehmen. 
Mit einem schlagfertigen Heere von 15,000 Mann landete 
Gustav Adolf an der Küste Pommerns. Von hier zog er sieg¬ 
reich gegen Süden. Er schlug den kaiserlichen Feldherrn Tilly 
wiederholt bis zur Vernichtung und drang nach München vor. 
Jetzt erschien aber Wallenstein mit einer neuen Armee auf 
dem Kriegsschauplätze. Bei Lützen kam es zwischen den furcht¬ 
baren Gegnern zu einer mörderischen Schlacht. In dieser wurde 
der König von zwei Kugeln durchbohrt und sank mit den Worten: 
„Mein Gott! mein Gott!" vom Pferde. Die trostlose Königin 
bestattete seinen Leichnam zu Stockholm. 
1.1.1622 N. Chr. 70. Georg Friedrich von Baden. 
Ueber Baden-Durlach regierte um d. I. 1600 ein Enkel 
Ernsts, der Markgraf Georg Friedrich. Er war ein Mann 
von gründlichen Kenntnissen, unstreitig einer der tüchtigsten Fürsten 
Badens. Sein Leben fiel in die unglückliche Zeit des dreißig¬ 
jährigen Krieges. In diesem großen Kampfe stellte sich Georg
	        

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Müller, M. Geschichtsbilder Zum Gebrauche Der Volksschule. Stuttgart: Metzler, 1892. Print.
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