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Geschichtsbilder zum Gebrauche der Volksschule

Bibliographic data

Monograph

Persistent identifier:
PPN640773346
URN:
urn:nbn:de:0220-gd-7681389
Title:
Geschichtsbilder zum Gebrauche der Volksschule
Shelfmark:
HCH-II 15(31,1892)
Author:
Müller, M.
Place of publication:
Stuttgart
Publisher:
Metzler
Document type:
Monograph
Collection:
History textbooks, imperial Germany
Publication year:
1892
Edition title:
Ausg. für Baden, 31. Aufl. [Electronic ed.]
Copyright:
Georg-Eckert-Institut - Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung
Language:
German

Contents

Table of contents

  • Geschichtsbilder zum Gebrauche der Volksschule
  • Binder
  • Title page
  • Vorrede zur ersten Auflage
  • Vorrede zur achtzehnten und den folgenden Auflagen
  • Inhalt
  • 12. Lykurgus
  • 19. Romulus
  • 23. Cäsar
  • 31. Chlodwig
  • 42. Friedrich Barbarossa
  • 57. Entdeckung Amerikas
  • 65. Die Reformation
  • 71. Ludwig XIV.
  • 85. Die französische Staatsumwälzung
  • 98. Französisch-deutscher Krieg
  • Binder

Full text

— 71 — 
Die Hauptzierde der Stadt ist das Münster, welches Erwin 
von Steinbach (in Baden) größtenteils schuf. Das Herrüche 
Meisterwerk altdeutscher Baukunst ist ganz aus Quadern aufge¬ 
führt, und sein Turm erreicht eine Höhe von einhundert dreiundvierzig 
Meter. Straßburg war vom elften Jahrhundert an eine freie deutsche 
Reichsstadt. Nachdem aber Frankreich zur Zeit des dreißigjährigen 
Krieges einen großen Teil des Elsasses an sich gerissen, streckte es 
seine Hände auch nach dem wichtigen Straßburg aus. Wohl hatte 
es die Unabhängigkeit der freien Reichsstädte des Elsasses ausdrück¬ 
lich anerkannt. Aber was kümmerte sich der französische König 
Ludwig XIV. um Recht und Verträge! 
Durch Bestechung wußte derselbe einen Teil der Bürger 
für sich zu gewinnen. Hieraus schickte er im tiefsten Frieden ein 
Heer von 20,000 Mann in das Elsaß. Diese umstellten die 
Stadt während der Nacht mit zahlreichen Kanonen und forderten 
sie beim Grauen des Morgens zur Uebergabe auf. Eine Be¬ 
satzung lag nicht da, der Stadtrat selbst war teilweise bestochen. 
Daher öffnete man die Thore, und die erstaunten Bürger mußten 
Frankreich huldigen! Straßburg wurde sogleich zu einer Haupt¬ 
festung umgeschaffen, von der man das bloßgestellte Westdeutsch¬ 
land jeden Augenblick überfallen konnte. 
Um 168« n. Chr. 73. Ludwig Wilhelm von Baden. 
Unter den Nachfolgern Bernhards von Baden-Baden zeich¬ 
nete sich um d. I. 1680 der Markgraf Ludwig Wilhelm 
als ein großer Feldherr aus. Er erhielt eine wissenschaftliche, 
deutsch-vaterländische Erziehung und zeigte schon als Jüngling 
hohe militärische Kenntnisse. Das deutsche Reich war damals 
von großen Gefahren bedroht. Im Osten unternahmen die 
Türken, im Westen die Franzosen Raubzüge in dasselbe. 
Daher mußten zur Bekämpfung dieser Erbfeinde am Rheine und 
an der Donau langwierige Kriege geführt werden. Eine neue 
Türkengefahr rief auch unsern Markgrafen zur Fahne. 
Bald erhielt Ludwig den Oberbefehl über einen Truppenteil, 
wurde im einunddreißigsten Lebensjahre Feldmarschall und nicht lange 
nachher Anführer der ganzen kaiserlichen Armee. Das Glück war 
überall mit ihm; in drei Feldzügen schlug er die Türken bis ^urBer-
	        

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Weber, Georg. Lesebuch Zur Geschichte Der Deutschen Literatur Alter Und Neuer Zeit. Leipzig: Engelmann, 1878. Print.
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