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Geschichtsbilder zum Gebrauche der Volksschule

Bibliographic data

Monograph

Persistent identifier:
PPN640773346
URN:
urn:nbn:de:0220-gd-7681389
Title:
Geschichtsbilder zum Gebrauche der Volksschule
Shelfmark:
HCH-II 15(31,1892)
Author:
Müller, M.
Place of publication:
Stuttgart
Publisher:
Metzler
Document type:
Monograph
Collection:
History textbooks, imperial Germany
Publication year:
1892
Edition title:
Ausg. für Baden, 31. Aufl. [Electronic ed.]
Copyright:
Georg-Eckert-Institut - Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung
Language:
German

Contents

Table of contents

  • Geschichtsbilder zum Gebrauche der Volksschule
  • Binder
  • Title page
  • Vorrede zur ersten Auflage
  • Vorrede zur achtzehnten und den folgenden Auflagen
  • Inhalt
  • 12. Lykurgus
  • 19. Romulus
  • 23. Cäsar
  • 31. Chlodwig
  • 42. Friedrich Barbarossa
  • 57. Entdeckung Amerikas
  • 65. Die Reformation
  • 71. Ludwig XIV.
  • 85. Die französische Staatsumwälzung
  • 98. Französisch-deutscher Krieg
  • Binder

Full text

— 72 — 
nichtung. Daher pflegte das Volk ihn nur den Türkenludwig 
zu nennen. Während dieser Vorgänge bedrohten auch die Fran¬ 
zosen unser Vaterland. Nachdem Ludwig XIV. die Pfalz 
schrecklich verwüstet hatte, warf er die Brandfackel auch in die * 
badischen Lande. Durlach, Ettlingen, Pforzheim, 
Rastatt, Baden und andere Städte wurden den Flammen 
übergeben. Der Markgraf glühte vor Verlangen, den ruchlosen 
Frevel mit dem Degen in der Faust zu rächen. 
Sein Wunsch ward erfüllt. Der Kaiser sandte ihn als 
Retter in die Rheinlande, und Ludwig XIV. wurde wirklich zum 
Frieden genötigt. Auch in den nachfolgenden Kriegen war der 
Markgraf Ludwig der Schutzengel Badens. Seine letzte Zeit 
verlebte derselbe zu Rastatt, wo er das prächtige Schloß erbaute. 
Mit dessen Sohne Georg starb die baden-badische Linie aus, 
worauf das Land an Baden-Durlach fiel. Das Andenken an 
Georgs Gemahlin, Maria Viktoria, lebt noch heute in zahl¬ 
reichen Stiftungen fort, welche sie zu Gunsten ihrer baden-badischen 
Unterthanen gemacht hat. 
Um 1709 n. Ehr. 74. Peter der Große. 
Zu den denkwürdigsten Fürsten der neueren Zeit gehört 
Peter der Große, Kaiser von Rußland. Peter lernte als 
Jüngling einen Genfer mit Namen Lefort [löffohr] kennen. 
Dieser wurde bald sein Liebling und erzählte ihm gar mancherlei 
von der Bildung und Gesittung der europäischen Staaten. Da 
entstand in dem wißbegierigen Prinzen der Entschluß, die Russen 
auch zu einem gesitteten Volke umzugestalten. Der ebeln Aufgabe 
widmete er fortan sein ganzes Leben. Den Anfang machte ber 
Fürst mit dem Militär. Er errichtete eine kleine Kriegsschar von 
fünfzig Kameraden. Lefort war ihr Hauptmann, Peter selbst 
biente als gemeiner Soldat in derselben. Die kleine Truppe 
würbe ganz nach europäischer Weise abgerichtet unb bilbete bie 
Pflanzschule seiner nachherigen Leibwache. 
Hierauf unternahm Peter eine Reise burch mehrere Länder 
Europas, um sein Wissen zu bereichern. Ueberall suchte er bas 
Gute unb Nützliche kennen zu lernen. Dabei verschmähte er es
	        

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Müller, M. Geschichtsbilder Zum Gebrauche Der Volksschule. Stuttgart: Metzler, 1892. Print.
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