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Geschichtsbilder zum Gebrauche der Volksschule

Bibliografische Daten

Monografie

Persistenter Identifier:
PPN640773346
URN:
urn:nbn:de:0220-gd-7681389
Titel:
Geschichtsbilder zum Gebrauche der Volksschule
Signatur:
HCH-II 15(31,1892)
Autor*in:
Müller, M.
Erscheinungsort:
Stuttgart
Verlag:
Metzler
Dokumenttyp:
Monografie
Sammlung:
Geschichtsschulbücher Kaiserreich
Erscheinungsjahr:
1892
Ausgabenbezeichnung:
Ausg. für Baden, 31. Aufl. [Electronic ed.]
Copyright:
Georg-Eckert-Institut - Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung
Sprache:
Deutsch

Kapitel

Titel:
85. Die französische Staatsumwälzung
Dokumenttyp:
Monografie
Strukturtyp:
Kapitel

Inhaltsverzeichnis

Inhalt

  • Geschichtsbilder zum Gebrauche der Volksschule
  • Einband
  • Titelseite
  • Vorrede zur ersten Auflage
  • Vorrede zur achtzehnten und den folgenden Auflagen
  • Inhalt
  • 12. Lykurgus
  • 19. Romulus
  • 23. Cäsar
  • 31. Chlodwig
  • 42. Friedrich Barbarossa
  • 57. Entdeckung Amerikas
  • 65. Die Reformation
  • 71. Ludwig XIV.
  • 85. Die französische Staatsumwälzung
  • 98. Französisch-deutscher Krieg
  • Einband

Volltext

— 83 — 
erwarb er sich mühsam viele Kenntnisse. Nach mancherlei ärm¬ 
lichen Schicksalen gelang es ihm endlich, zu Philadelphia [fiflä= 
bclfjci] eine eigene Buchdruckerei zu gründen. Seine Thätigkeit 
und Redlichkeit verschafften ihm bald allgemeines Zutrauen. 
Franklin versuchte zunächst, einzelne kleine Aufsätze für das 
Volk zu schreiben. Da diese gerne gelesen wurden, gab er eine 
Zeitung heraus, die reißende Abnahme fand. In ihr wirkte er 
fortan unausgesetzt für Volksbildung und Volkswohl. So 
veranstaltete derselbe Geldsammlungen. Mit den eingegangenen 
Summen legte er Schulen an, errichtete eine Bibliothek und ein 
Krankenhaus. Nebenbei lag Franklin mit besonderer Vorliebe 
den Naturwissenschaften ob und erfand durch tiefes Forschen den 
Blitzableiter. Nach dem Ausbruche des englisch-amerikanischen 
Krieges feuerte er fein Volk in Rede und Schrift für die Sache 
der Freiheit an. 
Franklin reiste persönlich nach England und verteidigte mit 
großer Unerschrockenheit und Klarheit die Rechte des Vaterlandes. 
Hieraus wurde er als Gesandter nach Paris geschickt. Dort be¬ 
stimmte derselbe den französischen König sogar zu einem Bünd¬ 
nisse mit Amerika. Als das Vaterland glücklich befreit war, be¬ 
kleidete der edle Mann noch mehrere ehrenvolle Aemter und starb 
als hochbetagter Greis. Sein Grabmal schmückt eine einfache 
Inschrift, welche er selbst verfertigte. Sie lautet: „Hier liegt 
der Leib Benjamin Franklins. Er gleicht dem Einbande eines 
alten Buches, aus dem das Werk gerissen ist. Aber das Werk 
selbst ist nicht verloren, sondern wird wieder erscheinen in einer 
vom Verfasser verbesserten Ausgabe". 
1.1.1789 n. Chr. 85. Die französische Staatsumwälzung. 
Gegen Ende des achtzehnten Jahrhunderts herrschten in Frank¬ 
reich große Uebelstände. Der Staat hatte eine unerschwingliche 
Schuldenlast. Nur die Bürger bezahlten Abgaben, während die 
Adeligen und Geistlichen steuerfrei waren. Hierüber waren 
jene natürlich sehr unzufrieden, und berühmte Schriftsteller nährten 
noch ihre Erbitterung. Damals regierte über Frankreich Lud¬ 
wig XVI. aus dem Hause der Bourbonen, ein edler, aber 
schwacher Fürst. Derselbe berief gegen zwölf hundert Abgeordnete
	        

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Müller, M. Geschichtsbilder Zum Gebrauche Der Volksschule. Stuttgart: Metzler, 1892. Print.
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