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Altertum und Mittelalter (1)

Bibliografische Daten

Mehrbändiges Werk

Persistenter Identifier:
PPN646159275
URN:
urn:nbn:de:0220-gd-4865958
Titel:
Leitfaden für den Geschichts-Unterricht in drei konzentrischen Kreisen
Erscheinungsort:
Halle a.S.
Verlag:
H. Peter
Dokumenttyp:
Mehrbändiges Werk
Sammlung:
Geschichtsschulbücher Kaiserreich
Copyright:
Georg-Eckert-Institut - Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung

Band

Persistenter Identifier:
PPN646160699
URN:
urn:nbn:de:0220-gd-7794399
Titel:
Altertum und Mittelalter
Signatur:
HD-II 24(1,1894)-3,1
Autor*in:
Schmelzer, A.
Bandzählung:
1
Erscheinungsort:
Halle a.S.
Verlag:
H. Peter
Dokumenttyp:
Band
Sammlung:
Geschichtsschulbücher Kaiserreich
Erscheinungsjahr:
1894
Ausgabenbezeichnung:
[Electronic ed.]
Copyright:
Georg-Eckert-Institut - Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung
Sprache:
Deutsch
Untertitel:
für die Oberstufe der Mittelschule, sowie für Real- und Gewerbeschulen, Seminare und Präparanden-Anstalten

Kapitel

Titel:
Das Altertum
Dokumenttyp:
Mehrbändiges Werk
Strukturtyp:
Kapitel

Kapitel

Titel:
IV. Römer und Germanen
Dokumenttyp:
Mehrbändiges Werk
Strukturtyp:
Kapitel

Inhaltsverzeichnis

Inhalt

  • Leitfaden für den Geschichts-Unterricht in drei konzentrischen Kreisen
  • Altertum und Mittelalter (1)
  • Einband
  • Titelseite
  • Titelseite
  • Vorwort
  • Inhalt
  • Das Altertum
  • I. Die Völker des Morgenlandes
  • II. Die Griechen
  • III. Die Römer
  • IV. Römer und Germanen
  • Das Mittelalter
  • Tabelle
  • Einband

Volltext

— 146 — 
und deren Diener geistig und sittlich zu heben, entzog er den 
christlichen Geistlichen das Ansehen und die Einkünfte, die seine 
Vorgänger denselben gewährt, und verdrängte die Bekenner Jesu 
nicht nur aus allen Hos- und Staatsämtern, sondern untersagte 
ihnen auch den Unterricht in den Wissenschaften. Diese Ma߬ 
regeln wirkten nachdrücklicher als die blutigen Verfolgungen der 
früheren Jahrhunderte, und gewiß würde der Abfall noch viel 
bedeutender gewesen sein, als er es ohnehin war, wenn Julian 
nicht schon nach zweijähriger Regierung auf einem Feldzuge 
gegen die Perser durch einen Speerwurf den Tod gefunden hätte. 
Seitdem gelangte kein Heide wieder auf den römischen 
Thron, und so gelangte das Christentum binnen kurzer Zeit 
im ganzen Reiche zu allgemeiner Geltung, um bald auch seinen 
Siegeslauf in die benachbarten Länder anzutreten. Bei den 
Westgoten gewann das Evangelium bereits um die Mitte 
des 4. Jahrhunderts Eingang, und zwar hauptsächlich durch 
die Bemühungen des Bischofs Ulfilas, welcher fast die ge¬ 
samte heilige Schrift in die gotische Sprache übersetzte, nach¬ 
dem er zuvor das gotische Alphabet aus dem griechischen mit 
Benutzung der Runen erfunden und festgestellt hatte. Ebenso 
wurden die Ostgoten, Vandalen, Burgunden und Lon- 
gobard en bis zum Beginn der Völkerwanderung dem christ¬ 
lichen Glanben zugethan, während ihn die Franken, Ale¬ 
mannen und Angelsachsen erst hundert Jahre später 
annahmen. 
Mit der Ausbreitung der christlichen Kirche hielt die Ent¬ 
wickelung derselben in Verfassung und Lehre gleichen Schritt. 
Ursprünglich hatte keines der Gemeindemitglieder einen Vor¬ 
rang vor dem anderen, und nur um der Ordnung willen 
erwählten die Gläubigen aus ihrer Mitte Älteste (Presbyter) 
und Helfer (Diakonen), von denen die ersteren die wich¬ 
tigeren inneren nud äußeren Geschäfte besorgten und die letz¬ 
teren dem besonderen Dienste der Armenpflege oblagen. Doch 
schon im 2. Jahrhundert bildete sich ein eigentlicher Priester- 
stand, der die kirchliche Rede und heilige Handlung als Vor¬ 
recht in Anspruch nahm und sich als „auserwählter Stand" 
(Klerus) der Menge des Volkes, den Laien, gegenüberstellte. 
Die höchste priesterliche Würde bekleidete der Bischof (Auf¬ 
seher), in dessen Hände bald die gesamte Leitung der Gemeinde¬ 
angelegenheiten überging, und der zuletzt auch die Presbyter 
und Diakonen in ihre Ämter einsetzte und zu denselben weihte 
(ordinierte). Fast gleichzeitig traten die Geistlichen der Land¬ 
gemeinden in ein untergeordnetes Verhältnis zu dem Bischof 
der Stadt, dem Oberhaupte des Sprengels oder der Diöcese, 
sowie dieser seinerseits wieder dem Bischof der Provinzial-
	        

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Heinecke, August. Lesebuch Für Gewerbliche Fortbildungsschulen. Essen: Baedeker, 1907. Print.
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