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Quellenbuch für den Geschichtsunterricht in Seminaren (Teil 3)

Bibliographic data

Multivolume work

Persistent identifier:
PPN646163949
URN:
urn:nbn:de:0220-gd-7805725
Title:
Lehrbuch für den Geschichtsunterricht in mittleren Schulen
Author:
Roßbach, Ferdinand
Place of publication:
Leipzig
Publisher:
Dürr
Document type:
Multivolume work
Collection:
History textbooks, imperial Germany
Copyright:
Georg-Eckert-Institut - Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung

Volume

Persistent identifier:
PPN646164988
URN:
urn:nbn:de:0220-gd-7805736
Title:
[Teil 1]
Shelfmark:
HD-II 13(1,11)-1
Author:
Roßbach, Ferdinand
Volume count:
Teil 1
Place of publication:
Leipzig
Publisher:
Dürr
Document type:
Volume
Collection:
History textbooks, imperial Germany
Publication year:
1911
Edition title:
[Electronic ed.]
Copyright:
Georg-Eckert-Institut - Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung
Language:
German

Binder

Document type:
Multivolume work
Structure type:
Binder

Contents

Table of contents

  • Lehrbuch für den Geschichtsunterricht in Lehrerbildungsanstalten
  • Quellenbuch für den Geschichtsunterricht in Seminaren (Teil 3)
  • Binder
  • Title page
  • Vorwort zur ersten Auflage
  • Advertising
  • Inhaltsverzeichnis
  • Das Mittelalter
  • I. Kampf der Römer mit den Deutschen
  • II. Aus der Zeit der Völkerwanderung
  • III. Aus dem Koran
  • IV. Bonifatius
  • V. Die Karolinger
  • VI. Die sächsischen Kaiser
  • VII. Die fränkischen Kaiser
  • VIII. Das Zeitalter der Kreuzzüge
  • IX. Die Hohenstaufen
  • X. Deutsche Kolonisation im Osten
  • XI. Aus dem Volksleben des 13. und 14. Jahrhunderts
  • XII. Kampf Kaiser Ludwigs IV. gegen den Papst
  • XIII. Die luxemburgischen Kaiser
  • XIV. Die ersten Hohenzollern in Brandenburg
  • XV. Aus der Zeit Friedrichs III. und Maximilians
  • Neue Geschichte
  • Die Wahlsprüche der hohenzollerischen Fürsten
  • Verschiedene Schriftarten
  • Ältestes (stark verkleinertes) Original der in deutschen Archiven aufbewahrten Königsurkunden
  • Erläuterung
  • Binder

Full text

— 100 — 
Thorn liegt. Zur selben Zeit hatten die Preußen eine Burg namens Rogon 
an der Weichsel jenseits Thorn gegründet, eine andre unterhalb Thorn, wo 
jetzt das alte Kulm liegt. Eine dritte Burg hatte ein vornehmer Preuße 
iuue, der den Christen sehr feindlich war, Pipin mit Namen: in einem See, 
der noch hentigestags Pipinssee heißt. Von diesen Burgen erlitten die 
Christen fast täglich viel Arges. Es traf sich aber einmal mit Hilfe Gottes, 
daß die Kreuzbrüder mit den Preußen von der ersten Burg zum Kampfe 
zusammenstießen und alle töteten mit Ausnahme des Häuptlings, der zur 
Erhaltung seines Lebens die Burg übergab und zu den Kreuzbrüdern über- 
ging; in kurzem wurde uuter seiner Führung auch die untere Burg durch die 
Kreuzbrüder eingenommen, und dazu überlieferte er den Pipin, seinen Schwester- 
sohn, den Kreuzbrüdern. Diesen töteten sie nach Zerstörung seiner Bnrg aus 
grausame Weise. 
XI. Äus dem Volksleben des 13. und 14. Jahrhunderts. 
1. Bruder Reyner, ein Einsiedler. 
Hyr beghynt bat leuen des ghuden broder reyners wo strengeliken dat he gheleuet heuet 
van wat myrakel bat he ghedann heuet van der gracinn godes. Mitteilungen des historischen 
Vereins zu Osnabrück. 1. Jahrg. Osnabrück 1848. S. 289 ff. 
Reyner stammte aus ber Gegenb von Groningen, kam als Mann nach Osnabrück und 
erhielt nach langem Bitten vom Bischof Gerharb, bem späteren Erzbischof von Bremen, auf 
bem Domhos, gegenüber bem Haupteingange bes Domes, eine enge Zelle, in ber er 22 Jahre 
gewohnt hat. Er starb um 1233. 
Bruder Reyner trug auf der bloßen Haut einen eisernen Panzer, so wie 
ein Ritter gewappnet wird, und darüber ein grobes härenes Gewand, dessen 
Haare durch die Öffnungen des eisernen Hemdes hindurchdrangen und ihm 
Schmerzen und Ungemach verursachten. Über dem Haarkleide hatte er schwere 
eiserne Ketten, die wie ein Netz geflochten waren, und diese verdeckte er mit 
einem gewöhnlichen Kleide, damit er die Kreuzigung seines Fleisches verdeckte. 
Nnr im Winter, wenn die Kälte ihn dazu zwang, jog er wohl einen Pelz 
über. Mit gleicher Strenge beschwerte er seinen Hals, seine Arme, seine 
Brust und seine Kniee mit besonderer Qual und mancherlei Ketten; ebenso 
peinigte er seine Finger und seine Zehen mit eisernen Ringen. Und wenn 
man ihn fragte, warum er es tue, antwortete er: „Gleichwie mein Herr Jesus 
Christus an allen seinen Gliedmaßen um meinetwillen Pein gelitten hat, also 
wollte auch ich gern um seinetwillen an allen meinen Gliedmaßen leiden." 
Niemals aß' er Fleisch oder Milch oder Fische, es sei denn an großen 
Festtagen, wie Unserer lieben Frauen oder ähnlichen Festen, wo er wohl nach 
dem Rat seines Beichtvaters mit großer Schwachheit Fische zu Gottes Ehre 
aß. An den gewöhnlichen Sonntagen und des Sonnabends pflegte er nur 
Grütze und Gemüse zu essen. Am Montag, Dienstag, Mittwoch, Donners- 
tag und auch wohl am Sonnabend genoß er nicht mehr als dünnes Bier 
und Brot; am Freitage, am Abend der Heiligenfeste und der sogenannten 
Quatember begnügte er sich mit Wasser und Roggenbrot. Wenn er einmal
	        

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Dahmen, Joseph et al. Quellenbuch Für Den Geschichtsunterricht in Seminaren. Breslau: Hirt, 1904. Print.
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