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Lehrbuch der Geschichte des Altertums für die unteren Klassen der Mittelschulen

Bibliographic data

Multivolume work

Persistent identifier:
PPN646163949
URN:
urn:nbn:de:0220-gd-7805725
Title:
Lehrbuch für den Geschichtsunterricht in mittleren Schulen
Author:
Roßbach, Ferdinand
Place of publication:
Leipzig
Publisher:
Dürr
Document type:
Multivolume work
Collection:
History textbooks, imperial Germany
Copyright:
Georg-Eckert-Institut - Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung

Volume

Persistent identifier:
PPN646164988
URN:
urn:nbn:de:0220-gd-7805736
Title:
[Teil 1]
Shelfmark:
HD-II 13(1,11)-1
Author:
Roßbach, Ferdinand
Volume count:
Teil 1
Place of publication:
Leipzig
Publisher:
Dürr
Document type:
Volume
Collection:
History textbooks, imperial Germany
Publication year:
1911
Edition title:
[Electronic ed.]
Copyright:
Georg-Eckert-Institut - Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung
Language:
German

Chapter

Title:
B. Bilder aus der Geschichte der Römer
Document type:
Multivolume work
Structure type:
Chapter

Contents

Table of contents

  • Lehrbuch der Geschichte des Altertums für die unteren Klassen der Mittelschulen
  • Binder
  • Advertising
  • Title page
  • Inhalt
  • Einleitung
  • I. Morgenländliche Völker
  • II. Die Griechen
  • Die Akropolis
  • Griechisches Theater
  • III. Die Römer
  • Chronologische Übersicht
  • Advertising
  • Binder

Full text

Der Einfall der Gallier. Das Volkstribunat. 
31 
besetzt. Jetztdrangensie erobernd auch über den Apennin und bis Clusium vor. 
Hier beteiligten sich römische Gesandte, die auf ein Hilfegesuch der Bewohner 
Clusiums erschienen waren, an dem Kampfe gegen die Gallier, weshalb deren 
Heerkönig (Brennus) die Auslieferung der Gesandten forderte. Als sie ver- 
weigert wurde, zog er gegen Rom. An dem Flüßchen Ällia (am linken Ufer 
des Tiber) trat ihm das römische Heer entgegen, er schlug es aber so voll- 
ständig, daß sich bloß geringe Trümmer desselben nach Veji retteten (387 
v. Chr.). Rom selbst fiel ohne Gegenwehr in die Gewalt der Feinde, nur das 
Kapitol hielt eine Schar entschlossener Männer unter der Führung des Mar- 
cus Mänlius bessett. Die Gallier brannten die Stadt nieder, worauf sie zur 
Belagerung der Burg schritten. Aber die Besatzung schlug alle Stürme tapfer 
zurück. Da versuchten es die Gallier, durch Überrumpelung ans Ziel zu ge- 
langen. Mehrere von ihnen klommen nämlich ~ wie die Sage erzählt + 
nachts den Burgfelsen hinan und schon hatte einer die Mauer des Kapitols 
erstiegen, kein Wächter zeigte sich, kein Hund schlug an, als plötzlich die heili- 
gen Gänse im Tempel der Juno zu schnattern anfingen. Dadurch wurde 
Manlius vom Schlafe erweckt, er eilte herbei und schleuderte die Gallier.einen 
nach dem andern hinab. Das Kapitol war gerettet. Nach mehrmonatlicher 
Belagerung zogen endlich die Gallier auf die Kunde, daß Feinde in ihre 
Heimat eingefallen seien, gegen Zahlung von 1000 Pfund Goldes ab. Beim 
Abwägen beklagte sich ein Römer über die Verwendung falscher Gewichte, 
doch Brennus warf noch sein Schwert in die Wagschale mit den denkwürdigen 
Worten: „Wehe den Besiegten!‘/ (vae victis!). Da soll Camillus, den die 
Römer in ihrer Not zurückgerufen und zum Diktator ernannt hatten, mit 
einem in Veji gesammelten Heere erschienen sein, die abziehenden Gallier be- 
siegt und ihnen das Lösegeld wieder abgenommen haben. 
Nach dem Abzuge der Feinde wollten die verarmten Bürger die voll- 
ständig verwüstete Stätte Roms verlassen und nach dem leerstehenden Veji 
auswandern. Aber Camillus stellte ihnen sso eindringlich den Wert und die 
Heiligkeit der von den Vätern ererbten und durch deren Spuren geweihten 
heimatlichen Erde vor Augen, daß sie sich entschlossen zu bleiben. Die Stadt 
wurde rasch und unschön wieder aufgebaut, Camillus aber der „zweiteGrün- 
der Roms’ genannt. 
2. Der Kampf zwischen den Patriziern und den Plebejern. 
a) Das Volkstribunät. Koriolun. Die Lage der ärmeren Plebejer 
war infolge der vielen Kriege, die Rom seit dem Sturze des Königtums zu 
führen hatte, unerträglich geworden. Sie mußten selbst - gleich den übrigen 
Bürgern + für ihre Ausrüstung und Verpflegung im Felde aufkommen, an 
der Kriegsbeute aber sowie an dem durch Eroberung gewonnenen Staats- 
Rebhanun, Altertun f. d. I. NI. d. Realsch. usw. 6. Aufl. 
E 
387
	        

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Rebhann, Anton. Lehrbuch Der Geschichte Des Altertums Für Die Unteren Klassen Der Mittelschulen. Wien: Hölder, 1913. Print.
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