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Urzeit und Mittelalter (Teil 1)

Bibliographic data

Multivolume work

Persistent identifier:
PPN646204289
URN:
urn:nbn:de:0220-gd-7824980
Title:
Praktisches Lehrbuch der Deutschen Geschichte
Place of publication:
Leipzig
Publisher:
Wunderlich
Document type:
Multivolume work
Collection:
History textbooks, imperial Germany
Copyright:
Georg-Eckert-Institut - Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung
Subtitle:
für die Volks- und Bürgerschule, Mittel- und Töchterschulen in anschaulich-ausführlichen Zeit- und Lebensbildern

Volume

Persistent identifier:
PPN646218212
URN:
urn:nbn:de:0220-gd-7830337
Title:
Urzeit und Mittelalter
Shelfmark:
HD-II 31(1,1896)-1
Author:
Franke, Theodor
Volume count:
Teil 1
Place of publication:
Leipzig
Publisher:
Wunderlich
Document type:
Volume
Collection:
History textbooks, imperial Germany
Publication year:
1896
Edition title:
[Electronic ed.]
Copyright:
Georg-Eckert-Institut - Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung
Language:
German

Contents

Table of contents

  • Praktisches Lehrbuch der Deutschen Geschichte
  • Urzeit und Mittelalter (Teil 1)
  • Binder
  • Title page
  • Vorwort
  • Inhalts-Verzeichnis
  • Die Ausbreitung des Christentums im römischen Reiche
  • Die Gründung des Frankenreiches
  • Der erste Kreuzzug
  • Die Hansa
  • Die Erfindung der Buchdruckerkunst
  • Binder

Full text

— 143 — 
fie fid) nnt fjaflhofjeu gleifdje fnttgegeffen uitb am 2£eiite beraubt fatten, 
gogen fie bon bannen. ®er SIBt aber martete mit feinen Sen ten in einer 
23urg, Bi§ er fidler mar, baf? fie nicf)t mieber jurücffehrten. hierauf tier¬ 
liefen fie if)r SSerftecf, fauberten bie heiligen Drte nnb luben bann 
ben SBifcfjof ein, baf er aHe§ mit gemeintem SSaffer befprenge, meil ja 
bie ©tätte bon ben fjeibnifdjen Ungarn entmeil)t nnb entheiligt morben mar. 
5. ^cttirtrf) I. fdjfifcic. 
a. ^jeinrtd) I. al§ ©tä bteerbauer. $>ie $eit neunjährigen 
SSaffenftiIIftanbe§ lief ^einrid) I. nidjt nnfcenu^t berftreicfjen; er f)atte ja 
benfelben abgefdjloffen, um fein £anb mit aller (Sorgfalt bor einem neuen 
©infalle ber müben Ungarn fd)ü£en ju fönnen. $11 ©achfen gab e§ ba= 
mal§ noch menig fefte ^lätje, benn bie <gacf)fen ließten e§, nacf) alt= 
beutfc^er (Sitte einzeln unb. aBgefonbert 51t mohnen. SeBen §inter 
ftarlen ÜDfauern, momit bamal§ nur bie Äönigspfaljen, bie Burgen reicher 
Slbligen unb bie Befeftigten 58ifd§of§fi^e umgeBen maren, erfd)ien ihnen 
al§ eine Cual. 2lBer Heinrich I. erBaute unb erweiterte mehrere 23ur$en, 
fo Dueblinßurg, SJJerfeßurg, ©o§lar, Reifen, auch ^orbhaufen unb 
ÜUZagbeBurg merben genannt. ®ie Burgen mußten natürlich auch fomohnt 
merben. ®aher mäf)lte Heinrich unter ben länblicfjen Kriegern burd) ba§ 
2o§ jeben neunten ‘äftann au» unb lief ihn in Burgen mohnen, bantit 
er hier für feine 8 ©enoffen SBohnungen erriete. 2)ie anbern aber 
mußten ben britten Seit ber ©rate in bie Söurgen Bringen, bamit man 
in ben 3e^en ^er un^ ^ Krieges Vorräte hn^e- Um auch ^ie 
Sanbleute an ba§ (Stabtleßen 51t gemöf)nen, gebot er, baf bie ©eridjt§= 
tage, alle übrigen öffentlichen SBerfammlungen unb geftgelage unb SKärfte 
nur in ben Bürgen abgehalten merben burften. ®a bie Burgen großen 
<2chu| gemährten, benn bie Ungarn liefen fie meiften§ unbelagert, fiebelten 
fich balb biele Seute freimütig an; fie t)ie^en ^Bürger. @ie trieben meniger 
Slcferbau, benn fie mürben ja bon ben Sanbbauern mit (betreibe berforgt. 
Spiele mibmeten fich ^em ^cmbel, ber in ben 93urgen fich entmicfelte. 
Slnbere erlernten ^anbmerfe, benn e§ Brauchte nun nicht jeber aße§, ma§ 
er Beburfte, felßft gu machen, fonbern ber eine machte nur Kleiber, ber 
anbere nur ©chuf)e, ber britte baute unb ber bierte gerbte ufm. @0 
bergröferten fid) manche Burgen §u|'ehenb§, unb au§ ihnen finb biele 
Stäbte 5D?itteIbeutfchIanb§ heröor9e9nn9en- Heinrich I. mtrb baher ber 
©täbteerbauer genannt. 
b. Heinrich I., ber ©rünber be§ beutj<f)en 9ieid)§heere§- 
SBenn bie Ungarn roieberum in§ Sanb einfallen mürben, follten bie £anb= 
leute mit ihrer |>abe in bte Burgen flüchten, fich ^a berbergen. 5lber 
ba§ allein genügte nidjt. Heinrich I. brauchte aud) ein tapfere^ |jeer, 
ba§ ben eingefallenen geinb au§ beut Sanbe bertreiben fönnte. £en 
2)eutfchen fehlte e§ bor allen Gingen an einer Reiterei; baher bilbete er 
au§ feinen ®ienftteuten ein 9ieiterheer unb übte e§ barin, ben
	        

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Franke, Theodor. Urzeit Und Mittelalter. Leipzig: Wunderlich, 1896. Print.
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