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Urzeit und Mittelalter (Teil 1)

Bibliografische Daten

Mehrbändiges Werk

Persistenter Identifier:
PPN646204289
URN:
urn:nbn:de:0220-gd-7824980
Titel:
Praktisches Lehrbuch der Deutschen Geschichte
Erscheinungsort:
Leipzig
Verlag:
Wunderlich
Dokumenttyp:
Mehrbändiges Werk
Sammlung:
Geschichtsschulbücher Kaiserreich
Copyright:
Georg-Eckert-Institut - Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung
Untertitel:
für die Volks- und Bürgerschule, Mittel- und Töchterschulen in anschaulich-ausführlichen Zeit- und Lebensbildern

Band

Persistenter Identifier:
PPN646218212
URN:
urn:nbn:de:0220-gd-7830337
Titel:
Urzeit und Mittelalter
Signatur:
HD-II 31(1,1896)-1
Autor*in:
Franke, Theodor
Bandzählung:
Teil 1
Erscheinungsort:
Leipzig
Verlag:
Wunderlich
Dokumenttyp:
Band
Sammlung:
Geschichtsschulbücher Kaiserreich
Erscheinungsjahr:
1896
Ausgabenbezeichnung:
[Electronic ed.]
Copyright:
Georg-Eckert-Institut - Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung
Sprache:
Deutsch

Kapitel

Titel:
Der erste Kreuzzug
Dokumenttyp:
Mehrbändiges Werk
Strukturtyp:
Kapitel

Inhaltsverzeichnis

Inhalt

  • Praktisches Lehrbuch der Deutschen Geschichte
  • Urzeit und Mittelalter (Teil 1)
  • Einband
  • Titelseite
  • Vorwort
  • Inhalts-Verzeichnis
  • Die Ausbreitung des Christentums im römischen Reiche
  • Die Gründung des Frankenreiches
  • Der erste Kreuzzug
  • Die Hansa
  • Die Erfindung der Buchdruckerkunst
  • Einband

Volltext

— 177 — 
Leuten befucf|t. SDian nannte folctie Drte 2Baftfaf)rt§orte, bie Reifen 28a£l= 
fa|rten, bie Oteifenben ^tlger ober SSaftfahrer. ©ange ©d)aren bon 
pilgern gogen gufammen nad) ben ^eiligen Drten, um bafelbft ihre ©es 
bete gu öerric^ten, benn fie glaubten, bafj bie[e eher bon ©ott erhört 
mürben, al§ bie, melc^e man gu §aufe fprad). ®ie plger ertrugen 
bie (Entbehrungen biefer Wahrten gern, ja, fie fud)ten oft recht biele 
Söefchmerben au§guftef)en, weil fie hofften, bajj fie burd) biefe guten 
SSerfe in ben £>immel fämen. 
2. 3SHc bie frommen SpUger nad) ^ernfdem ^ogem 
SSiele Triften pilgerten aud) nach Qerufalem. SSon gerufalem mar 
ba§ ß^riftentum au§gegangen; in biefer ^eiligen (Stabt §atte ©§riftu§ 
gelebt, geftritten unb gelitten. £sn frer 9?a§e ^erufalem§ mar er geboren, aaif 
©olgatha geworben. Sin ber ©teile be§ ©rabe§ S^riftt fjatte ^jelena, 
bie fromme Butter ®onftantin§ be§ ©rofjen, eine prächtige ®ircf)e er= 
baut, meldje man bie fjeilige ©rabe§ftrd)e nannte. Sitte bie ©tätten, too 
unfer £eilanb gemanbelt tjatte, wollten bie ß§riften fe§en, mollten an 
ihnen beten, meil fie glaubten, bafj ihnen ©ott beSmegen bie ©ünben 
gang gemifj tiergeben mürbe. 2Ber bie meite 2BaIIfaf)rt nad) bem heiligen 
Sanbe unternehmen mottte, fünbigte bie§ feinem ^riefter an. ®iefer 
fleibete ben 28aIIfaf)rer in ein langes?, bunfle§ ©emanb unb reifte ihm 
ein Äreug, eine Safcfje unb einen ©tab; hierauf fegnete er ihn ein unb 
befprengte ihn mit 2Bei|maffer. ©o borbereitet, berliefs ber Sßilger feine 
£eimat unb fanb überall in ben djriftlidjen Säubern gaftlidje Sluf nähme, 
^m ^eiligen Sanbe befa^ er firf) alle mistigen ©tätten. Slug bem 
^orban nahm er etma§ SSaffer mit nach feiner £>eimat, benn er glaubte, 
biefeg befifce Ijeileitbe Sßunberfraft. ©ine |janb bott (Srbe trug er in 
feiner Sßilgertafcfje nach ^jaufe, bamit man fie ihm bereinft in fein ©rab 
ftreuen fotte, »eil er tjoffte, feliger gu ruhen. 2Ber ©elb genug befajj, 
faufte fid) ein fleineg ©tüct £o!g bom Äreuge ©hrifti, benn er fjielt 
biefee. für einen trertbotten ©d)a£. S3tele $ilger aber mürben auf ber 
Steife bon Räubern überfallen unb au§geraubt, ja, in bie ©efangenfdjaft 
gesteppt. SSer enblid) nach bielen äßühen unb ©efa§ren in feine 
£eimat gurücffetjrte, banfte öffentlich ©ott unb ftettte auf ben SUtar ber 
®ircf)e einen «ßalmengroeig, ben er au§ «ßaläftina mitgebracht |atte. 
3ebermann artete biejen^meig hoch, benn alle Seute hatten au§ ber glücf= 
Iic§ bollenbeten 2BaHfaf)rt erfannt, bafj ©ott mit i§m gemefen mar. 
3. $ßie bte rfjrifiHrijeit ^üger im ^eiligen Smibc ttc= 
brweft UJitrbcit. 
©olange bie (S^riften ba§ ^eilige Sanb befaßen, lieg man bie ^ilger 
in ^aläftina gemä^ren, benn man gog au§ ben gahlreic§en ^ilgerfdjaren 
reifen ©eminn. bie mof)araebanifd)en SIraber ^ßaläftina eroberten, 
Ratten bie <£^riften immer no<^ freien Stritt gu ben heiligen ©tätten 
St), grantf, }>ratt. SefirBuc^ ber Seutftfcen ffiejtfiidjte. l. Seil. 12
	        

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Franke, Theodor. Urzeit Und Mittelalter. Leipzig: Wunderlich, 1896. Print.
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