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Die Geschichte der neuern Zeit (Bd. 3)

Bibliografische Daten

Mehrbändiges Werk

Persistenter Identifier:
PPN646356607
URN:
urn:nbn:de:0220-gd-7915997
Titel:
Historische Darstellungen und Charakteristiken
Autor*in:
Pütz, Wilhelm
Erscheinungsort:
Köln
Verlag:
DuMont-Schauberg
Dokumenttyp:
Mehrbändiges Werk
Sammlung:
Geschichtsschulbücher vor 1871
Copyright:
Georg-Eckert-Institut - Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung
Sprache:
Deutsch
Untertitel:
für Schule und Haus

Band

Persistenter Identifier:
PPN646356739
URN:
urn:nbn:de:0220-gd-7923034
Titel:
Die Geschichte der neuern Zeit
Signatur:
HD-II 52(2,1876)-3
Autor*in:
Pütz, Wilhelm
Bandzählung:
Bd. 3
Erscheinungsort:
Köln
Verlag:
DuMont-Schauberg
Dokumenttyp:
Band
Sammlung:
Geschichtsschulbücher Kaiserreich
Erscheinungsjahr:
1876
Ausgabenbezeichnung:
2., umgearb. Aufl. [Electronic ed.]
Copyright:
Georg-Eckert-Institut - Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung
Sprache:
Deutsch
Untertitel:
in abgerundeten Gemälden

Kapitel

Titel:
Dritter Zeitraum: Das Zeitalter der Revolution, 1789-1815
Dokumenttyp:
Mehrbändiges Werk
Strukturtyp:
Kapitel

Inhaltsverzeichnis

Inhalt

  • Historische Darstellungen und Charakteristiken
  • Die Geschichte der neuern Zeit (Bd. 3)
  • binder
  • Titelseite
  • Uebersicht des Inhaltes
  • Einleitung
  • Erster Zeitraum: Von der Entdeckung Amerika's bis zum westfälischen Frieden, 1492-1648
  • Zweiter Zeitraum: Vom dem westfälischen Frieden bis zur französischen Revolution, 1648-1789
  • Dritter Zeitraum: Das Zeitalter der Revolution, 1789-1815
  • binder

Volltext

736 
Dritter Zeitraum: 1789—1815. 
feind England zu sichern, mußte sich Europa der-Oberherrschaft und, wie 
einer gewaltsamen Sequestration, der Festlandssperre beugen; das Gleich¬ 
gewicht des Welttheils wurde aufgehoben, und dies genügte nicht: um Eng¬ 
land auch in seinen Pflanzstaaten anzugreifen, schien zuletzt der Plan nicht 
zu verwegen, über das besiegte Rußland und die aufgelöste Türkei hin auch 
noch Asien bis Ostindien zu überziehen. Aber über der Vermessenheit, die 
Völker in Trümmer zu schlagen, den Räumen und Zeiten zu trotzen und in 
menschliche Lebensfrist die Werke von Jahrhunderten pressen zu wollen, waren 
schon größere Eroberer und menschlichere Helden als Napoleon gescheitert. 
Die nationale Leidenschaft in den bedrückten und bedrohten Völkern waffnete 
sich gegen ihn, der er unterlag, seitdem der erste Schlag in dem russischen 
Kriege das Vertrauen auf sein Glück erschüttert hatte. Kein blindes Geschick 
hatte ihn geschlagen, sondern die Ueberhebung und Uebersteigerung der eigenen 
und fremden Kraft hat ihn zu Grunde gerichtet. Er selbst hatte einst gesagt: 
im Kriege bezeichne immer ein großes Unglück einen großen Schuldigen; er 
hatte damit sein eigenes Urtheil gesprochen. Ueber der Kraftüberspannung. 
zerbrach zuletzt Stütze um Stütze, und Triebfeder um Triebfeder erlahmte. Die 
Werkzeuge, ohne eigene Antriebe, entfielen seinen Händen; das Volk, der 
eigenen Thätigkeit entwöhnt, entsprach seinem Aufrufe nicht mehr; der Klein¬ 
mut!) der Minister im Amte, der Verrath der Minister außer Amte, der rohe 
Undank der Günstlinge, die Schlaffheit der im Genusse gesättigten Feldherren, 
Alles war zuletzt gegen den Meister verschworen. In ihm selber kämpfte bis 
ans Ende die Verzweiflung des Besiegten und das herbe Gefühl der Demüthi¬ 
gung nach so viel Uebermuth mit dem Trotze des Stolzes und dem Ver¬ 
trauen auf das frühere Glück; der kriegerische Genius erschöpfte seine letzten 
Kräfte in einer letzten vergeblichen Anstrengung. Der politische Sturz war 
erschütternd, der menschliche war erschütternder. Sein Seelenstolz hatte Napoleon 
eine tiefe Menschenverachtung eingeflößt, sie sollte zuletzt durch die eigene 
Erfahrung traurig gerechtfertigt werden; sein Seelenstolz hatte ihm auch die 
Meinung eingegeben, daß er die tiefste Menschenkenntniß besäße, darüber 
sollte er bitter enttäuscht werden. Sein Heer zwar in den untern Schichten 
blieb ihm aufopfernd und bewundernswerth treu bis zur äußersten Prüfung; 
je höher hinauf aber, desto greller wurde der Abfall. Die Tapfersten versagten 
in dem letzten Augenblicke, die Bevorzugtesten verschwanden und verriethen, die 
Beleidigten und Zurückgesetzten dagegen bewährten sich als die Edelsten: die 
Verwandten in Italien verzagten oder fielen ab. Die verstoßene Gattin 
überlebte des bewunderten Gemahles Sturz nur um wenige Wochen, die 
regierende Kaiserin dagegen gab ihre Hauptstadt, ihren Gatten, ihre fürstliche 
Würde preis; den Sohn traf das tragische Loos des Astaynax, das dem 
Vater von allen Loosen das schrecklichste schien.
	        

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