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Quellenbuch für den Geschichtsunterricht in Seminaren (Teil 3)

Bibliografische Daten

Monografie

Persistenter Identifier:
PPN647548933
URN:
urn:nbn:de:0220-gd-8058991
Titel:
Meine Wanderungen und Wandelungen mit dem Reichsfreiherrn vom Stein
Signatur:
P 7845/5-3
Autor*in:
Arndt, Ernst Moritz
Otto, A.
Erscheinungsort:
Düsseldorf
Verlag:
Schwann
Dokumenttyp:
Monografie
Sammlung:
Geschichtsschulbücher Kaiserreich
Erscheinungsjahr:
1910
Ausgabenbezeichnung:
[Electronic ed.]
Copyright:
Georg-Eckert-Institut - Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung
Sprache:
Deutsch
Untertitel:
(1812 - 1814.)

Einband

Dokumenttyp:
Monografie
Strukturtyp:
Einband

Inhaltsverzeichnis

Inhalt

  • Lehrbuch für den Geschichtsunterricht in Lehrerbildungsanstalten
  • Quellenbuch für den Geschichtsunterricht in Seminaren (Teil 3)
  • Einband
  • Titelseite
  • Titelseite
  • Vorrede
  • Werbung
  • Inhaltsverzeichnis
  • Das Mittelalter
  • Neue Geschichte
  • XVI. Reformationsgeschichte
  • XVIII. Der Dreißigjährige Krieg
  • XIX. Friedrich Wilhelm, der Große Kurfürst
  • XXII. Friedrich der Große
  • XXIII. Die französische Revolution und ihre Bekämpfung
  • XXV. Die Befreiungskriege
  • XXVII. Friedrich Wilhelm IV.
  • XXIX. Der Deutsch-französische Krieg. 1870/71
  • XXXII. Kaiser Wilhelm II.
  • Die Wahlsprüche der hohenzollernschen Fürsten
  • Schrifttafel I zum Quellen-Lesebuch
  • Schrifttafel II zum Quellen-Lesebuch. Ältestes (etwa auf die Hälfte verkleinertes) Original der in deutschen Archiven aufbewahrten Königsurkunden
  • Erläuterung
  • Einband

Volltext

— 390 — 
au geben, so fragt es sich, ob Preußen dem gegenüber in seiner bisherigen 
Haltung auf die Dauer verharren kann. 
Die bundesfreundlichste Nachgiebigkeit hat ihre Grenzen, und in Ver¬ 
handlungen mit Österreich ist jede Konzession die Mutter einer neuen For¬ 
derung. Wenn die Sachen so weitergehen wie in der letzten Zeit, so kann 
der Moment nicht mehr fern sein, wo Preußen die Majorität der Über¬ 
schreitung ihrer Befugnisse und die Majorität Preußen der Auflehnung gegen 
gultrge Bundesbeschlüsse anklagen wird, beide sich also gegenseitig des Bundes¬ 
bruchs beschuldigen. 
Preußen in diese Lage zu versetzen, ist vielleicht das Ziel der Politik seiner 
Gegner; wie und wann eine solche Situation demnächst von ihnen weiter 
auszubeuten wäre, das wird von den Konstellationen der europäischen Politik 
abhängen, je nachdem diese es als tunlich erscheinen lassen, gegen Preußen 
mit mehr oder weniger Dreistigkeit auszutreten. 
Eine solche Situation, zumal wenn der Moment ihres Eintretens nicht 
zu berechnen ist, kann jedenfalls unbequem genug werden, um zur Anwendung 
von Vorbeugungsmitteln aufzufordern, insbesondere, wenn diese Mittel zugleich 
dahin führen, Preußens selbständiges Ansehen und seinen Einfluß auf Deutsch¬ 
land zu kräftigen. 
Preußen würde dadurch seinem deutschen Berufe keineswegs untreu werden, 
es würde sich nur von dem Druck losmachen, mit dem die Fiktion seiner 
Gegner auf ihm lastet, daß „Bundestag" und „Deutschland" identische Be¬ 
griffe seien, und daß Preußens deutsche Gesinnungen nach dem Maße seiner 
Fügsamkeit unter die Majorität der Bundesversammlung zu beurteilen seien. 
Seine deutschen Gesinnungen unabhängig von der Bundesversammlung zu 
betätigen, hat kein Staat in dem Maße den Beruf und die Gelegenheit wie 
Preußen, und es vermag dabei zugleich den Beweis zu liefern, daß Preußen 
für die mittlern und kleinern Staaten mehr Wichtigkeit hat als eine Majorität 
von neun Stimmen für Preußen. Die preußischen Interessen fallen mit 
bencn der meisten Bundesländer, außer Österreich, vollständig zusammen, aber 
nicht mit denen der Bundesregierungen, und es gibt nichts Deutscheres als 
gerade die Entwicklung richtig verstandener Partikularinteressen. 
XXVIII. WilhelmI. bis zum Deutsch-franMscheil Kriege. 
1. Ansprache des Prinz-Regenten 
an das neuberufene Ministerium. 8. November 1858. 
L. Hahn, Kaiser Wilhelms Gedenkbuch. Berlin 1880. 
Sie alle erkennen es an, daß das Wohl der Krone und des Landes un¬ 
zertrennlich ist, daß die Wohlfahrt beider auf gefunden, kräftigen, konservativen 
Grundlagen beruht. Diese Bedürfnisse richtig zu erkennen, zu erwägen und 
ws Leben zu rufen, das ist das Geheimnis der Staatsweisheit, wobei von 
allen_ Übertreibungen sich fern zu halten ist. 
Handel, Gewerbe und die damit eng verbundenen Verkehrsmittel haben 
einen nie geahnten Aufschwung genommen; doch muß auch hier Maß und 
Biel gehalten werden, damit nicht der Schwindelgeist nns Wunden schlage. 
Den Verkehrswegen müssen nach wie vor bedeutende Mittel zu Gebote gestellt
	        

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Zitierempfehlung

Hoffmeyer, Ludwig, and Wilhelm Hering. Quellenbuch Für Den Geschichtsunterricht in Seminaren. Breslau: Hirt, 1903. Print.
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