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Meine Wanderungen und Wandelungen mit dem Reichsfreiherrn vom Stein

Bibliografische Daten

Monografie

Persistenter Identifier:
PPN647548933
URN:
urn:nbn:de:0220-gd-8058991
Titel:
Meine Wanderungen und Wandelungen mit dem Reichsfreiherrn vom Stein
Signatur:
P 7845/5-3
Autor*in:
Arndt, Ernst Moritz
Otto, A.
Erscheinungsort:
Düsseldorf
Verlag:
Schwann
Dokumenttyp:
Monografie
Sammlung:
Geschichtsschulbücher Kaiserreich
Erscheinungsjahr:
1910
Ausgabenbezeichnung:
[Electronic ed.]
Copyright:
Georg-Eckert-Institut - Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung
Sprache:
Deutsch
Untertitel:
(1812 - 1814.)

Kapitel

Titel:
1. In St. Petersburg 1812
Dokumenttyp:
Monografie
Strukturtyp:
Kapitel

Inhaltsverzeichnis

Inhalt

  • Meine Wanderungen und Wandelungen mit dem Reichsfreiherrn vom Stein
  • Einband
  • Frontispiz
  • Titelseite
  • Einleitung
  • 1. In St. Petersburg 1812
  • 2. Auf den Spuren der "Großen Armee"
  • 3. Am Vorabende der Freiheitskriege
  • 4. In der großen Kriegszeit
  • Fragen zur Lektüre
  • Werbung
  • Einband

Volltext

1. In St. Petersburg 1812. 
Rias Kometenjahr 1811, welches heute noch durch seinen 
-L^ Wein berühmt ist, leuchtete in dem Sinn der europäi¬ 
schen Menschen und auch in meinem Sinn mit der Erwartung 
und Hoffnung auf von gewaltigen Entscheidungen und Um¬ 
wälzungen der Dinge, die da nächstens erfolgen würden 1). 
Das kleine und dumme Volk träumte und schwatzte sich 
mit Ungeheuerlichkeiten von Krieg und Pest müde; die 
Frommen und die Gescheiten schauten mit sehr verschiedenen 
Gedanken, Gelübden und Gebeten zum Himmel empor, 
nicht in ihren Anfängen, aber wohl in ihren Enden der 
Gebete und Gedanken miteinander einstimmig. Ich, damals 
ein kleiner Professor in Greifswald, hatte mit vielen 
Tapfern schon spanische und tirolische Gedanken2). Ich 
empfand und wußte, daß ein sogenanntes allgemeines, alle 
\\ eit in Frieden und Faulheit zugleich begrabendes zwei- 
t e s römisches Imperatorenreich, wie der große Attila 
Europas es verkündigen und weissagen ließ, eine Unmög¬ 
lichkeit war. Ich hatte zu vielen Zorn und Haß in der Brust; 
ich wußte, daß gottlob viele, ja die meisten davon noch 
genug im Herzen trugen; es mußten noch gewaltige Kämpfe 
kommen. Das große Gewitter im Osten über den polnischen 
und russischen Sümpfen, Wäldern und Wüsten dunkelte 
düster am Horizont auf. Ich nahm in diesem Kometen¬ 
sommer des Jahres 1811 Abschied von meiner Stelle in 
) Bekanntlich galten früher Kometen vielfach als die Vor¬ 
boten unheilvoller Ereignisse (Krieg). Das Kometenjahr 1811 
war trocken und heiß,- daher ein gutes Weinjahr. 
'-) D. h. den Gedanken an erfolgreiche Volksaufstände 
gegen Napoleon wie in Spanien und Tirol. 
Quellenschriften 3.
	        

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Zitierempfehlung

Arndt, Ernst Moritz, and A. Otto. Meine Wanderungen Und Wandelungen Mit Dem Reichsfreiherrn Vom Stein. Düsseldorf: Schwann, 1910. Print.
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