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Meine Wanderungen und Wandelungen mit dem Reichsfreiherrn vom Stein

Bibliografische Daten

Monografie

Persistenter Identifier:
PPN647548933
URN:
urn:nbn:de:0220-gd-8058991
Titel:
Meine Wanderungen und Wandelungen mit dem Reichsfreiherrn vom Stein
Signatur:
P 7845/5-3
Autor*in:
Arndt, Ernst Moritz
Otto, A.
Erscheinungsort:
Düsseldorf
Verlag:
Schwann
Dokumenttyp:
Monografie
Sammlung:
Geschichtsschulbücher Kaiserreich
Erscheinungsjahr:
1910
Ausgabenbezeichnung:
[Electronic ed.]
Copyright:
Georg-Eckert-Institut - Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung
Sprache:
Deutsch
Untertitel:
(1812 - 1814.)

Kapitel

Titel:
4. In der großen Kriegszeit
Dokumenttyp:
Monografie
Strukturtyp:
Kapitel

Inhaltsverzeichnis

Inhalt

  • Meine Wanderungen und Wandelungen mit dem Reichsfreiherrn vom Stein
  • Einband
  • Frontispiz
  • Titelseite
  • Einleitung
  • 1. In St. Petersburg 1812
  • 2. Auf den Spuren der "Großen Armee"
  • 3. Am Vorabende der Freiheitskriege
  • 4. In der großen Kriegszeit
  • Fragen zur Lektüre
  • Werbung
  • Einband

Volltext

61 
4. ln der großen Kriegszeit. 
/. Das waren Tage, ja das waren herrliche Tage1)! Die 
junge Lebens- und Ehrenhoffnung sang und klang durch 
alle Herzen, sie klang und sang auf allen Gassen und tönte 
begeistert von Kanzel und Katheder. Der Bücherstaub dei 
Gelehrsamkeit ward von dem Sturmwind des Tages abgeweht, 
und der goldene Blütenstaub des fröhlichen Maientages der 
Hoffnung und des Mutes fiel auf die Stirnen, die jener sonst 
umgraut hatte; auch die Kältesten wurden warm, auch die 
Steifsten wurden gelenkig, sie glühten und zitterten in der 
allgemeinen Bewegung mit fort. 
Ich erzähle eine prächtige Szene: Professor Delbrück 
hatte mich zu einem feierlichen actus desGymnasiums geladen, 
dessen Scholarch2) er war. Alle Primaner wollten ins Feld 
und gingen ins Feld, die meisten traten in ein Reiterregi¬ 
ment, welches Oberst Graf Lehndorf aus eitel Freiwilligen 
errichten wollte, die Pferd und Rüstung aus eigenen Mitteln 
schaffen konnten. 
Der von Delbrück geordnete actus im Gymnasium war 
der allerfeierlichste: Klopstocksche Oden, Gleimsche Lieder, 
die Hermannsschlacht und anderes dergleichen überaus 
Deutsches und Preußisches wurden von den Schülern her¬ 
gesagt; noch erinnertes mich, wie der Klopstocksche Vers: 
„Ha! dort kommt er mit Schweiß, mit Römerblute, 
Mit dem Staube der Schlacht bedeckt; so schön war 
Hermann niemals, so hat’s ihm 
Nimmer vom Auge geflammt.“ 
in der Kehle eines Jünglings halb zerbrochen stecken blieb, 
und wie der bei solchen Gelegenheiten immer und damals 
doppelt deutsch begeisterte Delbrück den Vers nun selbst 
x) Am 16. März 1813 war inzwischen von Preußen der Krieg 
an Napoleon erklärt worden. 
2) Direktor.
	        

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Zitierempfehlung

Arndt, Ernst Moritz, and A. Otto. Meine Wanderungen Und Wandelungen Mit Dem Reichsfreiherrn Vom Stein. Düsseldorf: Schwann, 1910. Print.
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