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[Theil 5 = Obertertia, [Schülerband]] (Theil 5 = Obertertia, [Schülerband])

Bibliografische Daten

Mehrbändiges Werk

Persistenter Identifier:
PPN655937145
URN:
urn:nbn:de:0220-gd-4224865
Titel:
Erzählungen aus der Geschichte
Autor*in:
Stoll, Heinrich Wilhelm
Erscheinungsort:
Leipzig
Verlag:
Teubner
Dokumenttyp:
Mehrbändiges Werk
Sammlung:
Geschichtsschulbücher Kaiserreich
Copyright:
Georg-Eckert-Institut - Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung
Sprache:
Deutsch
Untertitel:
für Schule und Haus

Band

Persistenter Identifier:
PPN655941053
URN:
urn:nbn:de:0220-gd-4232113
Titel:
Von der Reformation bis zur Französischen Revolution
Signatur:
HC-II 1(2,1879)-4
Autor*in:
Stoll, Heinrich Wilhelm
Bandzählung:
Bd. 4
Erscheinungsort:
Leipzig
Verlag:
Teubner
Dokumenttyp:
Band
Sammlung:
Geschichtsschulbücher Kaiserreich
Erscheinungsjahr:
1879
Ausgabenbezeichnung:
2. Aufl. [Electronic ed.]
Copyright:
Georg-Eckert-Institut - Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung
Sprache:
Deutsch

Kapitel

Titel:
Erster Zeitraum. Von der Entdeckung Amerikas bis zum westfälischen Frieden. 1492 - 1648
Dokumenttyp:
Mehrbändiges Werk
Strukturtyp:
Kapitel

Inhaltsverzeichnis

Inhalt

  • Deutsches Lesebuch für höhere Lehranstalten
  • [Theil 5 = Obertertia, [Schülerband]] (Theil 5 = Obertertia, [Schülerband])
  • Einband
  • Zur geneigten Besprechung
  • Titelseite
  • Inhaltsverzeichnis
  • Quellenverzeichnis
  • Folgende Lesestücke und Gedichte entsprechen einander oder können leicht in Zusammenhang gebracht werden
  • Folgende Gedichte werden zum Auswendiglernen vorgeschlagen
  • Prosa
  • I. Aus der germanischen Sage und höfischen Epik
  • II. Aus der deutschen Geschichte
  • III. Aus der deutschen Bürgerkunde
  • IV. Erzählungen und Schilderungen
  • V. Aus Erd- und Naturkunde
  • Gedichte
  • Einband

Volltext

128 
gegangen; aus den Formen des Kaiserhauses aber redet für jeden, 
der die Sprache romanischer Baukunst überhaupt versteht, noch 
heute ein feiner und großer Künstlergeist. 
Breit hingelagert erhebt sich zweigeschossig auf dem Hügel 
die Pfalz. Kastellartig abgeschlossen zeigt sich das Erdgeschoß; die 
Masse des Mauerwerks ist nur durch wenige kleine Fenster unter¬ 
brochen und belebt. Um so herrlicher wirken die frei sich öffnenden 
Fensterarkaden des oberen Stockwerks, das in seiner ganzen Aus¬ 
dehnung von einem großen, prächtigen Festsaal eingenommen wird. 
Durch sieben weite, dreigeteilte Fenster mit anmutigen romanischen 
Säulen schweift von hier oben der Blick über die Stadt hin, die 
der Pfalz zu Füßen liegt. Einst waren diese Fenster durch kein Glas 
geschlossen, und der Saal stand in freier Verbindung mit der Welt 
da draußen. Ungehindert drang der festliche Ton der Glocken herauf, 
ungehemmt erscholl der Jubel des Volks, wenn der Kaiser sich zeigte, 
und frei strömte die frische Harzluft hinein in den weiten Raum. 
Hier versammelte sich der Reichstag, auf dem Heinrich der 
Stolze durch Konrad III. seines Landes entsetzt wurde, und hier 
beugte Heinrich der Löwe das Knie vor Friedrich I. Glänzende 
Tage sah diese Halle, und es war, als wenn sie nimmer enden sollten. 
Doch die böse Zeit kam auch hier, und Kriegswut und Feuersnot 
rüttelten an den festen Mauern. Die Kaiser verließen die alte Pfalz, 
und in der Festhalle tobte der Wintersturm. Ein Teil des Gebäudes 
stürzte zusammen, ein anderer ward dem Feuer zum Raube, und 
zuletzt vergaß man die Bedeutung und Würde des Baues, der hier 
dem Untergange preisgegeben schien. In den Saal, der die 
stolzen Reichsversammlungen geschaut, zogen Schauspieler ein und 
spielten traurige Stücke, und als auch sie wieder weiter wanderten, 
ward der Kaisersaal zum Kornmagazin, in dem die Mäuse und 
Ratten die Herrscher waren. 
Mit dem Deutschen Reiche zugleich ist die deutsche Kaiserpfalz 
aus Schmach und Verfall wieder neu erstanden, durch Zufall mehr 
als durch bewußte Absicht, aber durch einen jener Zufälle, die wie 
eine freundliche Fügung des Geschickes erscheinen. Die erste An¬ 
regung zur Erhaltung und Wiederherstellung des Kaiserhauses ist 
nicht vom neuen Deutschen Reiche ausgegangen, sondern von der 
früheren hannoverschen Regierung. Im Jahre des Wechsels 1866 
kaufte diese das Kaiserhaus von der Stadt Goslar unter der aus-
	        

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Fetz, August. Geographie. Berlin: Wichert, 1912. Print.
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